Aromen

Demeter verzichtet auf Aromen

Aromen

07.02.2012

1. Aromen in Lebensmitteln:

Für die Aromatisierung von Lebensmittel werden komplexe Gemische, die Aromen, verwendet. Diese Aromengemische werden oft nur als „Aroma“ ausgelobt, können jedoch sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein. Aromen beinhalten einerseits aromatisierende Stoffe und andererseits technologisch erforderliche Substanzen, wie Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe u.a.). Als aromatisierende Komponenten werden folgende Arten von Aromastoffen verwendet:
 

  • „künstliche“ Aromastoffe
    Bei den diesen Stoffen handelt es sich um Substanzen, die bisher nicht in „natürlichen“ Quellen gefunden worden. Es sind reine Laborprodukte.
  • „naturidentische“ Aromastoffe
    Diese Art von Aromastoffen sind baugleich mit den in der Natur vorkommenden „natürlichen“ Aromastoffen. Sie werden jedoch chemisch hergestellt.
  • „natürliche“ Aromastoffe - für BIO-Produkte zulässig
    Die „natürlichen“ Aromastoffe sind aus tierischen oder pflanzlichen Ausgangsmaterialien, mittels physikalischer oder biotechnologischer Methoden gewonnene bzw. isolierte Einzelsubstanzen. So können beispielsweise „natürliche“ Aromastoffe für ein Pfirsicharoma (z.B.: ?-Decalacton) mit Hilfe von Schimmelpilzen gewonnen werden. Dabei handelt es sich um chemisch definierte Einzelsubstanzen, d.h. man kennt die genaue Strukturformel.
  • Aromaextrakte - für BIO- und Demeter-Produkte zulässig
    Dies sind Auszüge und Konzentrate aus Pflanzen, wie etwa ein Orangen- oder Pfefferminzöl. Im Unterschied zu den „natürlichen“ Aromastoffen sind dies natürliche Stoffgemische. Ein „Vanilleextrakt“ muss immer aus der Vanillepflanze stammen.

2. Aromen in Bio-Lebensmitteln:


Nach der EU-Bio-Verordnung können für Bio-Lebensmittel nur „natürliche“ Aromastoffe und Aromaextrakte eingesetzt werden. Die Verwendung von „natürlichen“ Aromastoffen wird dabei seit Jahren sehr kritisch in der Branche diskutiert und abgelehnt. Es werden dabei folgende Kritikpunkte aufgeführt:
  • keine Transparenz für Verbraucher – falsche Einschätzung des Begriffs „natürlich“
  • Vortäuschung eines hohen Fruchtanteils
  • Verwendung von Zusatzstoffen
  • Verwendung von technischen Hilfsstoffen, wie Trägerstoffe und Lösungsmittel
  • Eintrittsmöglichkeit für Substanzen aus gentechnisch veränderten Organismen

Vorteile des Ausschlusses von „natürlichen“ Aromastoffen:
1.Vermeidung von Verbrauchertäuschung = authentische Produkte
2. Vermeidung von Zusatzstoffen
3. Vermeidung von Gentechnik (Herstellung von Aromastoffen, Zusatz- und Hilfsstoffen)

Der Ausschluss von „natürlichen“ Aromastoffen ist ein Beitrag zum vorsorgenden Verbraucherschutz.
 


3. Aromen bei Demeter

Demeter hat beschlossen „natürliche“ Aromastoffe nicht mehr für Demeter-Produkte zuzulassen. Die Auslauffrist für Altprodukte endete 2004, so dass bei Demeter-Produkten nur noch Aromaextrakte zum Einsatz kommen.

Der Ausschluss von „natürlichen“ Aromastoffen hat insbesondere zu Veränderungen im Molkereiprodukte-Sortiment geführt. Viele Demeter-Molkereien haben den Verzicht auf „natürliche“ Aromastoffe zur Entwicklung neuer, innovativer Fruchtmischungen und zur Qualitätsprofilierung genutzt. Bei einigen Molkereien gibt es jedoch Probleme bei der Umstellung, so dass die bisherigen Fruchtmilchprodukte nicht mehr unter der Marke Demeter vertrieben werden.

Für Demeter ist jedoch der konsequente Verzicht auf fragwürdige Zusätze wie „natürliche“ Aromastoffe ein wichtiger Beitrag zur ganzheitlichen Qualität sowie zur Transparenz und Wahrhaftigkeit der Demeter-Produkte.

 

 

Aromen
Demeter verzichtet auf Aromen

1. Aromen in Lebensmitteln:

Für die Aromatisierung von Lebensmittel werden komplexe Gemische, die Aromen, verwendet. Diese Aromengemische werden oft nur als „Aroma“ ausgelobt, können jedoch sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein. Aromen beinhalten einerseits aromatisierende Stoffe und andererseits technologisch erforderliche Substanzen, wie Zusatzstoffe (Konservierungsstoffe u.a.). Als aromatisierende Komponenten werden folgende Arten von Aromastoffen verwendet:
 

  • „künstliche“ Aromastoffe
    Bei den diesen Stoffen handelt es sich um Substanzen, die bisher nicht in „natürlichen“ Quellen gefunden worden. Es sind reine Laborprodukte.
  • „naturidentische“ Aromastoffe
    Diese Art von Aromastoffen sind baugleich mit den in der Natur vorkommenden „natürlichen“ Aromastoffen. Sie werden jedoch chemisch hergestellt.
  • „natürliche“ Aromastoffe - für BIO-Produkte zulässig
    Die „natürlichen“ Aromastoffe sind aus tierischen oder pflanzlichen Ausgangsmaterialien, mittels physikalischer oder biotechnologischer Methoden gewonnene bzw. isolierte Einzelsubstanzen. So können beispielsweise „natürliche“ Aromastoffe für ein Pfirsicharoma (z.B.: ?-Decalacton) mit Hilfe von Schimmelpilzen gewonnen werden. Dabei handelt es sich um chemisch definierte Einzelsubstanzen, d.h. man kennt die genaue Strukturformel.
  • Aromaextrakte - für BIO- und Demeter-Produkte zulässig
    Dies sind Auszüge und Konzentrate aus Pflanzen, wie etwa ein Orangen- oder Pfefferminzöl. Im Unterschied zu den „natürlichen“ Aromastoffen sind dies natürliche Stoffgemische. Ein „Vanilleextrakt“ muss immer aus der Vanillepflanze stammen.

2. Aromen in Bio-Lebensmitteln:


Nach der EU-Bio-Verordnung können für Bio-Lebensmittel nur „natürliche“ Aromastoffe und Aromaextrakte eingesetzt werden. Die Verwendung von „natürlichen“ Aromastoffen wird dabei seit Jahren sehr kritisch in der Branche diskutiert und abgelehnt. Es werden dabei folgende Kritikpunkte aufgeführt:
  • keine Transparenz für Verbraucher – falsche Einschätzung des Begriffs „natürlich“
  • Vortäuschung eines hohen Fruchtanteils
  • Verwendung von Zusatzstoffen
  • Verwendung von technischen Hilfsstoffen, wie Trägerstoffe und Lösungsmittel
  • Eintrittsmöglichkeit für Substanzen aus gentechnisch veränderten Organismen

Vorteile des Ausschlusses von „natürlichen“ Aromastoffen:
1.Vermeidung von Verbrauchertäuschung = authentische Produkte
2. Vermeidung von Zusatzstoffen
3. Vermeidung von Gentechnik (Herstellung von Aromastoffen, Zusatz- und Hilfsstoffen)

Der Ausschluss von „natürlichen“ Aromastoffen ist ein Beitrag zum vorsorgenden Verbraucherschutz.
 


3. Aromen bei Demeter

Demeter hat beschlossen „natürliche“ Aromastoffe nicht mehr für Demeter-Produkte zuzulassen. Die Auslauffrist für Altprodukte endete 2004, so dass bei Demeter-Produkten nur noch Aromaextrakte zum Einsatz kommen.

Der Ausschluss von „natürlichen“ Aromastoffen hat insbesondere zu Veränderungen im Molkereiprodukte-Sortiment geführt. Viele Demeter-Molkereien haben den Verzicht auf „natürliche“ Aromastoffe zur Entwicklung neuer, innovativer Fruchtmischungen und zur Qualitätsprofilierung genutzt. Bei einigen Molkereien gibt es jedoch Probleme bei der Umstellung, so dass die bisherigen Fruchtmilchprodukte nicht mehr unter der Marke Demeter vertrieben werden.

Für Demeter ist jedoch der konsequente Verzicht auf fragwürdige Zusätze wie „natürliche“ Aromastoffe ein wichtiger Beitrag zur ganzheitlichen Qualität sowie zur Transparenz und Wahrhaftigkeit der Demeter-Produkte.