Den Brüderküken das Leben schenken

Gemeinschaftsinitiative für Tierwohl

Den Brüderküken das Leben schenken

11.04.2013

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist Tierwohl ein wesentlicher Aspekt bei ihrer Entscheidung für Bio-Lebensmittel. Ökologisch wirtschaftende Bauern setzen sich mit luftigen Ställen, reichlich Auslauf und artgerechter Bio-Fütterung für das Wohl ihrer Kühe, Ziegen, Schweine, Puten oder Hühner ein. Dennoch gibt es noch einige Heraus­forderungen - wie zum Beispiel die Aufzucht der so genannten Brüderküken. Hier setzt eine breit vernetzte Gemeinschaftsinitiative an.

Im Projekt „Brudertiere" werden alle für die Eierproduktion benötigten Tie­re aufgezogen - neben den Legehennen also auch die Brüderküken, die männli­chen Geschwister der Legehennen. Für Hähnchenmast und Legehennenhaltung gibt es spezielle Zuchtlinien: Hennen, die Eier legen, und Masthühner, die Fleisch ansetzen. Bemühungen, ein so ge­nanntes Zweinutzungshuhn zu züchten, sind noch nicht weit genug gediehen. Carsten Bauck, engagierter Demeter-Geflügelhalter vom Bauckhof in Klein-Süstedt, gehört zu den Initiatoren im Projekt „Brudertiere", an dem die gesamte Wertschöpfungskette beteiligt ist: Brüterei, Aufzüchter der Junghennen, Legehennenbetriebe, Hähnchenhalter, Verarbeiter, Groß- und Einzelhändler. Entscheidend werden letztlich die Ver­braucherinnen und Verbraucher sein, die bereit sind, vier Cent mehr für das Ei zu zahlen, das ohne Tötung der männlichen Küken erzeugt wurde. Beweis dafür ist ein eigenes „Brudertiere"-Siegel. Die Einhaltung der Kriterien dafür wird von unabhängigen Öko-Kontrollstellen ge­prüft. Das Siegel garantiert gleichzeitig auch absolut antibiotikafreie Aufzucht - im Bio-Mastgeflügelbereich ein absolu­tes Novum.

Vier Cent mehr für jedes „Brudertier"-Ei

Auch beim Schlachten setzt „Brudertiere" strengste Kriterien an. In der Startphase im Herbst werden die Hähnchen in der Bauckhof Fleisch­manufaktur in Klein-Süstedt bei Uelzen geschlachtet - ohne Akkordarbeit und mit richtiger Betäubung. Zug um Zug werden weitere auf Geflügel spezialisier­te Bio-Schlachtereien mit einbezogen. Für einen Großteil des Fleischs bestehen bereits Abnahmevereinbarungen mit Babynahrungshersteller Holle. In der Eiervermarktung werden die am Projekt beteiligten Großhändler Naturkost Nord und Naturkost Elkershausen zu 100% auf „Brudertiere"-Eier umstellen. „Unse­re Initiative setzt auf mündige und ak­tive Kunden, die mit ihrem Einkauf die Landwirtschaft und Produktionsbedingungen bewusst mitgestalten. Interes­sierte Landwirte, Verarbeiter und Händ­ler können mit einsteigen", beschreibt Carsten Bauck das Konzept. „Wir übernehmen die Verantwortung für die ansonsten aussortierten männlichen Hühnerküken", betont auch Peter Schu­bert, Demeter-Elterntierhalter und Junghennenaufzüchter in Bayern. Auf seinem Hof werden bereits seit über zwei Jahren männliche Küken mit aufgezogen. Aus Einzelprojekten wie dem Vorstoß von Manfred Schmid aus Westhausen, der vor zwei Jahren begonnen hatte, die männlichen Eintagsküken mit großzu­ziehen und den „Eiern mit doppeltem Lebens-Wert" von Familie Schleich in Peiting wird jetzt mit „Brudertieren" eine Bio-Branchenlösung kreiert, die den ethischen Ansprüchen aller Beteiligten entspricht.

www.bauckhof.de, www.gefluegelhof-schubert.de

Den Brüderküken das Leben schenken
Gemeinschaftsinitiative für Tierwohl

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist Tierwohl ein wesentlicher Aspekt bei ihrer Entscheidung für Bio-Lebensmittel. Ökologisch wirtschaftende Bauern setzen sich mit luftigen Ställen, reichlich Auslauf und artgerechter Bio-Fütterung für das Wohl ihrer Kühe, Ziegen, Schweine, Puten oder Hühner ein. Dennoch gibt es noch einige Heraus­forderungen - wie zum Beispiel die Aufzucht der so genannten Brüderküken. Hier setzt eine breit vernetzte Gemeinschaftsinitiative an.

Im Projekt „Brudertiere" werden alle für die Eierproduktion benötigten Tie­re aufgezogen - neben den Legehennen also auch die Brüderküken, die männli­chen Geschwister der Legehennen. Für Hähnchenmast und Legehennenhaltung gibt es spezielle Zuchtlinien: Hennen, die Eier legen, und Masthühner, die Fleisch ansetzen. Bemühungen, ein so ge­nanntes Zweinutzungshuhn zu züchten, sind noch nicht weit genug gediehen. Carsten Bauck, engagierter Demeter-Geflügelhalter vom Bauckhof in Klein-Süstedt, gehört zu den Initiatoren im Projekt „Brudertiere", an dem die gesamte Wertschöpfungskette beteiligt ist: Brüterei, Aufzüchter der Junghennen, Legehennenbetriebe, Hähnchenhalter, Verarbeiter, Groß- und Einzelhändler. Entscheidend werden letztlich die Ver­braucherinnen und Verbraucher sein, die bereit sind, vier Cent mehr für das Ei zu zahlen, das ohne Tötung der männlichen Küken erzeugt wurde. Beweis dafür ist ein eigenes „Brudertiere"-Siegel. Die Einhaltung der Kriterien dafür wird von unabhängigen Öko-Kontrollstellen ge­prüft. Das Siegel garantiert gleichzeitig auch absolut antibiotikafreie Aufzucht - im Bio-Mastgeflügelbereich ein absolu­tes Novum.

Vier Cent mehr für jedes „Brudertier"-Ei

Auch beim Schlachten setzt „Brudertiere" strengste Kriterien an. In der Startphase im Herbst werden die Hähnchen in der Bauckhof Fleisch­manufaktur in Klein-Süstedt bei Uelzen geschlachtet - ohne Akkordarbeit und mit richtiger Betäubung. Zug um Zug werden weitere auf Geflügel spezialisier­te Bio-Schlachtereien mit einbezogen. Für einen Großteil des Fleischs bestehen bereits Abnahmevereinbarungen mit Babynahrungshersteller Holle. In der Eiervermarktung werden die am Projekt beteiligten Großhändler Naturkost Nord und Naturkost Elkershausen zu 100% auf „Brudertiere"-Eier umstellen. „Unse­re Initiative setzt auf mündige und ak­tive Kunden, die mit ihrem Einkauf die Landwirtschaft und Produktionsbedingungen bewusst mitgestalten. Interes­sierte Landwirte, Verarbeiter und Händ­ler können mit einsteigen", beschreibt Carsten Bauck das Konzept. „Wir übernehmen die Verantwortung für die ansonsten aussortierten männlichen Hühnerküken", betont auch Peter Schu­bert, Demeter-Elterntierhalter und Junghennenaufzüchter in Bayern. Auf seinem Hof werden bereits seit über zwei Jahren männliche Küken mit aufgezogen. Aus Einzelprojekten wie dem Vorstoß von Manfred Schmid aus Westhausen, der vor zwei Jahren begonnen hatte, die männlichen Eintagsküken mit großzu­ziehen und den „Eiern mit doppeltem Lebens-Wert" von Familie Schleich in Peiting wird jetzt mit „Brudertieren" eine Bio-Branchenlösung kreiert, die den ethischen Ansprüchen aller Beteiligten entspricht.

www.bauckhof.de, www.gefluegelhof-schubert.de