Emiliana: Chilenischer Wein - biologisch-dynamisch

Ein Gastbeitrag von Karin Heinze aus der Lebendigen Erde

Emiliana: Chilenischer Wein - biologisch-dynamisch

30.05.2012
Weingut Emiliana, Die Brüder Gulisasti, Demeter
Die Brüder Guilisasti am Kamillenbeet für das biodynamische Kompostpräparat 503

Die Geschichte der Weingüter Viñedos Emiliana begann vor rund 25 Jahren. Belächelt von Kollegen und Mitbewerbern, fingen die Brüder José und Rafael Guilisasti an, ihre Weinländereien auf biologisch-dynamische und biologische Bewirtschaftung umzustellen. Sie waren die ersten. Heute ist Emiliana der führende chilenische Bio-Erzeuger und exportiert seine preisgekrönten Weine in 30 Länder weltweit.

Das Unternehmen, das in allen wichtigen Weinbaugebieten Chiles Weingüter besitzt, wird mit seinem Besucherzentrum sogar im Polyglott-Reiseführer empfohlen, als Weingut, das biologisch-dynamisch nach Rudolf Steiner produziert. Dies wird jährlich zwischen 7000 und 8000 Touristen bei Führungen sehr anschaulich vor Augen geführt: Beete mit den Präparatepflanzen sowie blühende Korridore sind zwischen den langen Reihen von Reben angelegt und schön beschildert. Exportmanager Fernando Pavón erklärt passioniert das Zusammenwirken von Kosmos, Boden und Pflanzen. Er nimmt die Gäste mit in den Präparate-Keller, dort stellt er plastisch und selbst für absolute Laien gut verständlich die Geheimnisse von Hornmist und Hornkiesel dar. Im abschließenden Teil der Führung, bei der Weinverkostung, offenbaren sich den Besuchern eindrucksvoll die schmeckbaren Ergebnisse dieser besondern Anbauweise.

Von den insgesamt 1.100 ha auf unterschiedlichen Terroirs, wurden bislang 440 ha auf Biodynamische Wirtschaftsweise umgestellt, der Rest wird biologisch-organisch bewirtschaftet. Das günstige Klima Chiles und die für den Weinanbau gut geeigneten Böden sieht César Morales, einer der Önologen bei Emiliana, als gute Basis, um Spitzenqualitäten zu erzeugen. Für ihn ist jedoch klar, dass erst der ökologische Anbau, insbesondere die bio-dynamischen Methoden, den Trauben die Qualität verleihen, um daraus außergewöhnliche Weine entstehen zu lassen. „Durch die biologisch-dynamischen Präparate ermöglichen wir den Reben, dem Sortentypus in ganz besonderer Weise Ausdruck zu verleihen“, erklärt Morales. Er stellt zudem fest, dass nach der Umstellung der Säuregehalt der Weine abgenommen hat. Zu hohe Säurewerte sind seiner Überzeugung nach auf die Verwendung synthetischer Mineraldünger zurückzuführen. Auch Vitalität und Reproduktionskraft der Pflanzen hätten durch die Bio-Methoden deutlich zugenommen, so Morales.

Die Umstellungsjahre und die ersten Jahre danach seien schwierig gewesen, gibt Pavón zu. Doch die Überzeugung, das richtige zu tun und das Engagement aller, von den Beratern, den Winzern bis zur Marketingcrew, führten zum Erfolg. Die lange Liste der internationalen Preise beweist es. Im Anbau wird auch mit alten Rebsorten experimentiert: Die alte chilenische Sorte Carmenera wurde vermehrt und liefert nun wieder Trauben für den traditionellen tiefroten Wein.

Emiliana steht nicht nur für Spitzenweine. Dem Unternehmen ist es ein Anliegen, alle Bereiche so nachhaltig wie möglich zu gestalten: Auf den einzelnen Betrieben ist ein Abfall- und Energiemanagement eingeführt. Los Robles, das größte Emiliana-Weingut, füllt seine Weine zudem in besonders leichte Flaschen und ist als klimaneutraler Betrieb zertifiziert. Zum ganzheitlichen Konzept gehört auch die soziale Verantwortung. Die Eigeninitiative der Mitarbeiter wird gefördert, indem die Betriebe Garten- und Ackerland für den individuellen Anbau zur Verfügung stellen. Dort können Angestellte und ihre Familien in Kursen biologisch gärtnern und imkern lernen. Die Produkte, Honig, Olivenöl, Traubenkernöl, Kräuter und Gemüse sind für den Eigenbedarf, werden aber auch in eigenen Mikrounternehmen vermarktet. Außerdem gibt es ein Bildungsprogramm für Kinder und ein Wohnungsbauprogramm. Emiliana wird vom Schweizer Institut für Marktökologie (IMO) bio-zertifiziert sowie nach dem IMO for Life Standard für seine sozialen Projekte. Das Unternehmen gehört zu den Vorzeigebetrieben der chilenischen Bio-Szene.

Die Guilisasti-Gruppe hat auch einen großen Teil ihrer Obst-Plantagen seit 1995 auf bio-dynamisch und biologisch-organisch umgestellt. Unter dem Firmennamen Greenvic Organiktime wurden in der Saison 2009/ 2010 rund 11.000 t Äpfel vermarktet, 80 % gingen in den Export. 2005 wurde ein separates Kühllager und eine Verpackungsanlage ausschließlich für Bio-Obst erbaut.

www.greenvic.cl
http://www.organiktime.com/website_eng.html

http://www.huertosorganicosdechile.cl/

Emiliana: Chilenischer Wein - biologisch-dynamisch
Ein Gastbeitrag von Karin Heinze aus der Lebendigen Erde

Die Geschichte der Weingüter Viñedos Emiliana begann vor rund 25 Jahren. Belächelt von Kollegen und Mitbewerbern, fingen die Brüder José und Rafael Guilisasti an, ihre Weinländereien auf biologisch-dynamische und biologische Bewirtschaftung umzustellen. Sie waren die ersten. Heute ist Emiliana der führende chilenische Bio-Erzeuger und exportiert seine preisgekrönten Weine in 30 Länder weltweit.

Das Unternehmen, das in allen wichtigen Weinbaugebieten Chiles Weingüter besitzt, wird mit seinem Besucherzentrum sogar im Polyglott-Reiseführer empfohlen, als Weingut, das biologisch-dynamisch nach Rudolf Steiner produziert. Dies wird jährlich zwischen 7000 und 8000 Touristen bei Führungen sehr anschaulich vor Augen geführt: Beete mit den Präparatepflanzen sowie blühende Korridore sind zwischen den langen Reihen von Reben angelegt und schön beschildert. Exportmanager Fernando Pavón erklärt passioniert das Zusammenwirken von Kosmos, Boden und Pflanzen. Er nimmt die Gäste mit in den Präparate-Keller, dort stellt er plastisch und selbst für absolute Laien gut verständlich die Geheimnisse von Hornmist und Hornkiesel dar. Im abschließenden Teil der Führung, bei der Weinverkostung, offenbaren sich den Besuchern eindrucksvoll die schmeckbaren Ergebnisse dieser besondern Anbauweise.

Von den insgesamt 1.100 ha auf unterschiedlichen Terroirs, wurden bislang 440 ha auf Biodynamische Wirtschaftsweise umgestellt, der Rest wird biologisch-organisch bewirtschaftet. Das günstige Klima Chiles und die für den Weinanbau gut geeigneten Böden sieht César Morales, einer der Önologen bei Emiliana, als gute Basis, um Spitzenqualitäten zu erzeugen. Für ihn ist jedoch klar, dass erst der ökologische Anbau, insbesondere die bio-dynamischen Methoden, den Trauben die Qualität verleihen, um daraus außergewöhnliche Weine entstehen zu lassen. „Durch die biologisch-dynamischen Präparate ermöglichen wir den Reben, dem Sortentypus in ganz besonderer Weise Ausdruck zu verleihen“, erklärt Morales. Er stellt zudem fest, dass nach der Umstellung der Säuregehalt der Weine abgenommen hat. Zu hohe Säurewerte sind seiner Überzeugung nach auf die Verwendung synthetischer Mineraldünger zurückzuführen. Auch Vitalität und Reproduktionskraft der Pflanzen hätten durch die Bio-Methoden deutlich zugenommen, so Morales.

Die Umstellungsjahre und die ersten Jahre danach seien schwierig gewesen, gibt Pavón zu. Doch die Überzeugung, das richtige zu tun und das Engagement aller, von den Beratern, den Winzern bis zur Marketingcrew, führten zum Erfolg. Die lange Liste der internationalen Preise beweist es. Im Anbau wird auch mit alten Rebsorten experimentiert: Die alte chilenische Sorte Carmenera wurde vermehrt und liefert nun wieder Trauben für den traditionellen tiefroten Wein.

Emiliana steht nicht nur für Spitzenweine. Dem Unternehmen ist es ein Anliegen, alle Bereiche so nachhaltig wie möglich zu gestalten: Auf den einzelnen Betrieben ist ein Abfall- und Energiemanagement eingeführt. Los Robles, das größte Emiliana-Weingut, füllt seine Weine zudem in besonders leichte Flaschen und ist als klimaneutraler Betrieb zertifiziert. Zum ganzheitlichen Konzept gehört auch die soziale Verantwortung. Die Eigeninitiative der Mitarbeiter wird gefördert, indem die Betriebe Garten- und Ackerland für den individuellen Anbau zur Verfügung stellen. Dort können Angestellte und ihre Familien in Kursen biologisch gärtnern und imkern lernen. Die Produkte, Honig, Olivenöl, Traubenkernöl, Kräuter und Gemüse sind für den Eigenbedarf, werden aber auch in eigenen Mikrounternehmen vermarktet. Außerdem gibt es ein Bildungsprogramm für Kinder und ein Wohnungsbauprogramm. Emiliana wird vom Schweizer Institut für Marktökologie (IMO) bio-zertifiziert sowie nach dem IMO for Life Standard für seine sozialen Projekte. Das Unternehmen gehört zu den Vorzeigebetrieben der chilenischen Bio-Szene.

Die Guilisasti-Gruppe hat auch einen großen Teil ihrer Obst-Plantagen seit 1995 auf bio-dynamisch und biologisch-organisch umgestellt. Unter dem Firmennamen Greenvic Organiktime wurden in der Saison 2009/ 2010 rund 11.000 t Äpfel vermarktet, 80 % gingen in den Export. 2005 wurde ein separates Kühllager und eine Verpackungsanlage ausschließlich für Bio-Obst erbaut.

www.greenvic.cl
http://www.organiktime.com/website_eng.html

http://www.huertosorganicosdechile.cl/