Für die Familie Zähringer gilt: Wein ist Zeit

Der Zauber des Markgräfler Lands

Für die Familie Zähringer gilt: Wein ist Zeit

30.05.2012
Wein, Markgräfler Land,
Demeter Weingut Zähringer im Markgräfler Land

Vor 160 Jahren gründeten Josef und Wilhelm Zähringer im Malteser-Städtchen Heitersheim am Rand des Schwarzwalds das Weingut Zähringer. Nun leitet Ururenkel Wolfgang Zähringer das biodynamische Weingut, Sohn Fabian als sechste Generation steigt gerade ein.

1987 begann die Umstellung auf ökologischen Weinbau nach ECOVIN-Richtlinien. Heute kooperieren Demeter und ECOVIN und es gibt viele engagierte Doppelmitglieder. Zum Weinhaus Zähringer zählt das Weingut mit zehn Hektar Weinbergen. Hinzu kommen weitere 45 Hektar Reben von den 15 Bio-Winzern der Region, die ihre Trauben an Zähringer liefern. Einmalig dürfte diese über Jahrzehnte gewachsene Kooperation mit der Erzeugergemeinschaft Markgräfl er Winzer sein. Alle stellen jetzt auf biodynamisch um. Der Jahrgang 2011 wird schon von Demeter zertifi ziert sein.
Große Weine kommen von den Zähringers, das beweisen zahlreiche Auszeichnungen. Der Gault Millau Weinführer 2011 führt Zähringer als Aufsteiger mit „Roter Traube“. Die Experten loben die ausdrucksstarken Rotweine. Wolfgang Zähringer, Inhaber und Geschäftsführer, verrät einen Teil des Erfolgsgeheimnisses: „Wir lesen faule oder unreife Trauben wirklich per Hand aus – und die Biodynamischen Präparate leisten ihren Teil natürlich auch.“ Bevor er 1971 in den väterlichen Betrieb eintrat, hat er Weinbau von der Pike auf gelernt, dann Betriebswirtschaft studiert und sein Wissen an der Weinbauschule in Geisenheim perfektioniert. „Wein zu produzieren ist für mich Umgang mit Mensch und Natur. Beide lassen sich nur als Ganzes betrachten.“ Ideale klimatische Bedingungen dank der sogenannten Burgundischen Pforte, fruchtbarer Boden durch vor Jahrmillionen angewehten Löss, der zu tiefgründigem Lehm wurde, jahrzehntelange Pionierarbeit im ökologischen und biodynamischen Anbau und eine jahrtausendealte, lebendige Weinkultur bieten beste Voraussetzungen. Paulin Köpfer ist für die Reben zuständig. Der Diplom-Ingenieur für Weinbau und Önologie setzt konsequent auf natürliche Pflege des Weinstocks, der sich mit erstklassigen Trauben bedankt.
Aus Tradition haben Blauer Spätburgunder, Grauer und Weißer Burgunder größte Bedeutung. In den letzten Jahren hat Wolfgang Zähringer den Anbau der Sorten der Pinotfamilie forciert. Das vielseitige Potenzial der Spätburgunder zeigt sich in den Rotweinen unterschiedlicher Qualitäten bis hin zu hochwertigen Barriqueweinen, in den Weißherbst-/Rosé-Weinen und im Zähringer Sekt. Der Chardonnay gewinnt zunehmend an Bedeutung: Mit seinem fruchtigen, stärker aromatischen Charakter erweitert er das Spektrum der Burgunderfamilie. Widerstandsfähig vor allem gegen Pilzerkrankungen sind neu entwickelte Rebsorten wie Johanniter oder Cabernet blanc. „Da experimentieren wir gern und durchaus erfolgreich“, erklärt Paulin Köpfer.

Raritäten, alte und neue Rebsorten werden gepflegt

Bei den Weißweinsorten widmet sich das Weingut Zähringer dem Gutedel als Markgräfl er Spezialität mit einmalig feinem, zartem und manchmal frechem Charakter. Als eine der ältesten Rebsorten gibt es vom Gutedel unterschiedliche Varietäten. „Diese verschiedenen Typen haben wir im gemischten Satz gepflanzt, um unseren Gutedelweinen möglichst große Komplexität zu geben“, verrät Köpfer. Echte Raritäten wie insbesondere Frühburgunder bei den roten und Gewürztraminer, Muskateller und Sauvignon blanc bei den weißen Sorten werden gepfl egt. Sehr alte Rebsorten, die nur geringe Erträge und dafür höchste Qualitäten liefern, sind eine weitere Leidenschaft des engagierten Teams. Als „Aroma“-Sorten ergänzen Gewürztraminer, Sauvignon und Muskateller die breite Kollektion. Kleine Flächen in den besten Lagen wurden zudem in den letzten Jahren mit den Klassikern Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc bestockt.
Reichlich Zeit lassen die Könner vom Weingut Zähringer ihren Trauben dann auch im Keller. Wie überall auf dem Gut kommen Tradition und Moderne als sinnvolle Ergänzung aufs Beste zusammen. Neben den Barriquefässern setzt Wolfgang Zähringer auf sogenannte Vierlig-Fässer aus heimischem Eichenholz mit 600 Liter Fassungsvermögen, die er wiederentdeckt hat. Wie seine Weine ist der engagierte Biodynamiker eben immer für eine angenehme Überraschung gut.
www.weingut-zaehringer.de

Für die Familie Zähringer gilt: Wein ist Zeit
Der Zauber des Markgräfler Lands

Vor 160 Jahren gründeten Josef und Wilhelm Zähringer im Malteser-Städtchen Heitersheim am Rand des Schwarzwalds das Weingut Zähringer. Nun leitet Ururenkel Wolfgang Zähringer das biodynamische Weingut, Sohn Fabian als sechste Generation steigt gerade ein.

1987 begann die Umstellung auf ökologischen Weinbau nach ECOVIN-Richtlinien. Heute kooperieren Demeter und ECOVIN und es gibt viele engagierte Doppelmitglieder. Zum Weinhaus Zähringer zählt das Weingut mit zehn Hektar Weinbergen. Hinzu kommen weitere 45 Hektar Reben von den 15 Bio-Winzern der Region, die ihre Trauben an Zähringer liefern. Einmalig dürfte diese über Jahrzehnte gewachsene Kooperation mit der Erzeugergemeinschaft Markgräfl er Winzer sein. Alle stellen jetzt auf biodynamisch um. Der Jahrgang 2011 wird schon von Demeter zertifi ziert sein.
Große Weine kommen von den Zähringers, das beweisen zahlreiche Auszeichnungen. Der Gault Millau Weinführer 2011 führt Zähringer als Aufsteiger mit „Roter Traube“. Die Experten loben die ausdrucksstarken Rotweine. Wolfgang Zähringer, Inhaber und Geschäftsführer, verrät einen Teil des Erfolgsgeheimnisses: „Wir lesen faule oder unreife Trauben wirklich per Hand aus – und die Biodynamischen Präparate leisten ihren Teil natürlich auch.“ Bevor er 1971 in den väterlichen Betrieb eintrat, hat er Weinbau von der Pike auf gelernt, dann Betriebswirtschaft studiert und sein Wissen an der Weinbauschule in Geisenheim perfektioniert. „Wein zu produzieren ist für mich Umgang mit Mensch und Natur. Beide lassen sich nur als Ganzes betrachten.“ Ideale klimatische Bedingungen dank der sogenannten Burgundischen Pforte, fruchtbarer Boden durch vor Jahrmillionen angewehten Löss, der zu tiefgründigem Lehm wurde, jahrzehntelange Pionierarbeit im ökologischen und biodynamischen Anbau und eine jahrtausendealte, lebendige Weinkultur bieten beste Voraussetzungen. Paulin Köpfer ist für die Reben zuständig. Der Diplom-Ingenieur für Weinbau und Önologie setzt konsequent auf natürliche Pflege des Weinstocks, der sich mit erstklassigen Trauben bedankt.
Aus Tradition haben Blauer Spätburgunder, Grauer und Weißer Burgunder größte Bedeutung. In den letzten Jahren hat Wolfgang Zähringer den Anbau der Sorten der Pinotfamilie forciert. Das vielseitige Potenzial der Spätburgunder zeigt sich in den Rotweinen unterschiedlicher Qualitäten bis hin zu hochwertigen Barriqueweinen, in den Weißherbst-/Rosé-Weinen und im Zähringer Sekt. Der Chardonnay gewinnt zunehmend an Bedeutung: Mit seinem fruchtigen, stärker aromatischen Charakter erweitert er das Spektrum der Burgunderfamilie. Widerstandsfähig vor allem gegen Pilzerkrankungen sind neu entwickelte Rebsorten wie Johanniter oder Cabernet blanc. „Da experimentieren wir gern und durchaus erfolgreich“, erklärt Paulin Köpfer.

Raritäten, alte und neue Rebsorten werden gepflegt

Bei den Weißweinsorten widmet sich das Weingut Zähringer dem Gutedel als Markgräfl er Spezialität mit einmalig feinem, zartem und manchmal frechem Charakter. Als eine der ältesten Rebsorten gibt es vom Gutedel unterschiedliche Varietäten. „Diese verschiedenen Typen haben wir im gemischten Satz gepflanzt, um unseren Gutedelweinen möglichst große Komplexität zu geben“, verrät Köpfer. Echte Raritäten wie insbesondere Frühburgunder bei den roten und Gewürztraminer, Muskateller und Sauvignon blanc bei den weißen Sorten werden gepfl egt. Sehr alte Rebsorten, die nur geringe Erträge und dafür höchste Qualitäten liefern, sind eine weitere Leidenschaft des engagierten Teams. Als „Aroma“-Sorten ergänzen Gewürztraminer, Sauvignon und Muskateller die breite Kollektion. Kleine Flächen in den besten Lagen wurden zudem in den letzten Jahren mit den Klassikern Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc bestockt.
Reichlich Zeit lassen die Könner vom Weingut Zähringer ihren Trauben dann auch im Keller. Wie überall auf dem Gut kommen Tradition und Moderne als sinnvolle Ergänzung aufs Beste zusammen. Neben den Barriquefässern setzt Wolfgang Zähringer auf sogenannte Vierlig-Fässer aus heimischem Eichenholz mit 600 Liter Fassungsvermögen, die er wiederentdeckt hat. Wie seine Weine ist der engagierte Biodynamiker eben immer für eine angenehme Überraschung gut.
www.weingut-zaehringer.de