Vom Klatschmohn, Angler Sattelschwein und anderen Kuriositäten

Vielfalt statt Einfalt

Vom Klatschmohn, Angler Sattelschwein und anderen Kuriositäten

27.10.2011
Demeter Vielfalt
Vielfalt in der Natur

Vielfalt auf dem Acker, der Weide und in der Natur

Jeder Demeter-Bauer und –Gärtner sorgt  für sehr viel mehr als „nur“ für gute Lebensmittel. Er pflegt die Landschaft, gestaltet sie mit Hecken und Biotopen, lässt kräuterreiche Wiesen blühen, den Bachlauf naturnah mäandern und schützt Nutztiere vor dem Aussterben. Dadurch trägt er aktiv zum Erhalt der Biodiversität in der Flora und Fauna bei und liefert einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Welternährung.

Es konnte nachgewiesen werden, dass durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, Pflichtvorgabe im Demeter-Anbau, und durch den Einsatz von organischem Düngemittel die Anzahl der Kleinstlebewesen im Boden zunimmt. Dazu zählen auch Regenwürmer, die maßgeblich am Aufbau einer gesunden Bodenstruktur beteiligt sind. Eine schonende Bodenbearbeitung und  eine vielfältige Fruchtfolge mit hohem Kleegrasanteil fördern dies ebenfalls. Auch ist die Artenvielfalt auf Ackerflächen und auf dem Grünland von ökologisch bewirtschaftenden Flächen höher. Deshalb können sich Problembeikräuter schwieriger durchzusetzen. Durch den deutlich höheren Anteil von Kräutern und Leguminosen im Grünland ist das Futter für die Wiederkäuer hochwertiger und vielfältiger.

Demeter-Betriebe betrachten ihren Hof als einen in sich geschlossenen Organismus. Sie schauen sehr sensibel darauf, dass die einzelnen "Organe" gut ausgebildet und miteinander vernetzt sind. Deshalb stimmen sie viel bewußter Flächen mit unterschiedlicher Nutzung, wie Acker, Wiese, Wald, Garten- und Obstbau aufeinander ab und integrieren Schläge mit hohem ökologischen Wert, aber mit geringer Produktivität (z.B. Magerrasen und Feuchtgrünland). Tiere und Pflanzen brauchen also Lebensräume und Rückzugsorte. Diese werden gefördert, wenn im Ackerbau Blühstreifen angelegt werden, wenn Grünland auch mal extensiv bewirtschaftet wird und wenn bewußt Nist- und Rastplätze geschaffen werden. Dies fängt schon damit an, dass Totholz am Ackersaum verbleibt und nach und nach von Kleinstlebewesen zer- und umgesetzt wird. Der Einsatz insektenschonender Mähbalken oder das zeitversetze Mähen sind weitere Maßnahmen, die sehr zum Erhalt um die kleinenen Helfer zu schützen.

Demeter-Sorten

"Vielfalt statt Einfalt" gehört zum Motto der biodynamischen Pflanzenzüchtung. Nur Sorten, die den hohen Standards der Demeter-Pflanzenzüchtungs-Richtlinie erfüllen, dürfen in der Sortenbezeichnung auch den Namen "biodynamische Züchtung" tragen. Statt eintöniger Massenware werden verschieden Getreide- und Gemüsesorten auf den Demeter-Höfen kultuviert und häufig auch vor Ort  nachgebaut. Dadurch entwickelt sich im Laufe der Zeit eine eigene Hofsorte, die optimal an die Standortbedingungen, wie Boden, Düngung und Klima angepasst ist.

Betriebsangepasste Tierhaltung

Ein weitere Ansatzpunkt zur Förderung der Biodiversität ist die Züchtung mit alten Nutztierrassen. Im Rindviehbereich werden deshalb Rotes Höhenvieh, Originl Braunvieh, oder Murnau-Werdenfelder gehalten. Bunte Bentheimer Schweine, Angler Sattelschweine oder Coburger Fuchsschafe sind weitere bedrohte Rassen, deren Fortbestand durch Demeter-Betrieben gesichert werden. Nur mit Hilfe dieser Bestände ist es möglich, der weltweit voranschreitenden Genverengung entgegen zu wirken. Deshalb züchten Demeter-Landwirte weniger mit der Fragestellung, wie sich Höchstleistungen erzielen lassen, sondern es geht darum, eine betriebsangepassten, harmonische, langlebige Kuhherde aufzubauen. Statt künstlicher Besamung mit Sperma von Bullen, die mit reichlich Hormoneinsatz und Leihmüttern aus Embryotransfer entstanden sind, halten immer mehr Demeter-Betriebe einen Stier für die eigene Zucht.

Besonderes Engagement

Dieses besondere Engagement  zeichnet sich aus. So sind es häufig Demter-Betriebe, die den "Förderpreis Naturschutzhöfe" oder den "Förderpreis Ökologischer Landbau" erhalten.

Was Demeter für die Vielfalt leistet, lesen Sie ausführlich in der Zeitschrift Lebendige Erde

Vom Klatschmohn, Angler Sattelschwein und anderen Kuriositäten
Vielfalt statt Einfalt

Vielfalt auf dem Acker, der Weide und in der Natur

Jeder Demeter-Bauer und –Gärtner sorgt  für sehr viel mehr als „nur“ für gute Lebensmittel. Er pflegt die Landschaft, gestaltet sie mit Hecken und Biotopen, lässt kräuterreiche Wiesen blühen, den Bachlauf naturnah mäandern und schützt Nutztiere vor dem Aussterben. Dadurch trägt er aktiv zum Erhalt der Biodiversität in der Flora und Fauna bei und liefert einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Welternährung.

Es konnte nachgewiesen werden, dass durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, Pflichtvorgabe im Demeter-Anbau, und durch den Einsatz von organischem Düngemittel die Anzahl der Kleinstlebewesen im Boden zunimmt. Dazu zählen auch Regenwürmer, die maßgeblich am Aufbau einer gesunden Bodenstruktur beteiligt sind. Eine schonende Bodenbearbeitung und  eine vielfältige Fruchtfolge mit hohem Kleegrasanteil fördern dies ebenfalls. Auch ist die Artenvielfalt auf Ackerflächen und auf dem Grünland von ökologisch bewirtschaftenden Flächen höher. Deshalb können sich Problembeikräuter schwieriger durchzusetzen. Durch den deutlich höheren Anteil von Kräutern und Leguminosen im Grünland ist das Futter für die Wiederkäuer hochwertiger und vielfältiger.

Demeter-Betriebe betrachten ihren Hof als einen in sich geschlossenen Organismus. Sie schauen sehr sensibel darauf, dass die einzelnen "Organe" gut ausgebildet und miteinander vernetzt sind. Deshalb stimmen sie viel bewußter Flächen mit unterschiedlicher Nutzung, wie Acker, Wiese, Wald, Garten- und Obstbau aufeinander ab und integrieren Schläge mit hohem ökologischen Wert, aber mit geringer Produktivität (z.B. Magerrasen und Feuchtgrünland). Tiere und Pflanzen brauchen also Lebensräume und Rückzugsorte. Diese werden gefördert, wenn im Ackerbau Blühstreifen angelegt werden, wenn Grünland auch mal extensiv bewirtschaftet wird und wenn bewußt Nist- und Rastplätze geschaffen werden. Dies fängt schon damit an, dass Totholz am Ackersaum verbleibt und nach und nach von Kleinstlebewesen zer- und umgesetzt wird. Der Einsatz insektenschonender Mähbalken oder das zeitversetze Mähen sind weitere Maßnahmen, die sehr zum Erhalt um die kleinenen Helfer zu schützen.

Demeter-Sorten

"Vielfalt statt Einfalt" gehört zum Motto der biodynamischen Pflanzenzüchtung. Nur Sorten, die den hohen Standards der Demeter-Pflanzenzüchtungs-Richtlinie erfüllen, dürfen in der Sortenbezeichnung auch den Namen "biodynamische Züchtung" tragen. Statt eintöniger Massenware werden verschieden Getreide- und Gemüsesorten auf den Demeter-Höfen kultuviert und häufig auch vor Ort  nachgebaut. Dadurch entwickelt sich im Laufe der Zeit eine eigene Hofsorte, die optimal an die Standortbedingungen, wie Boden, Düngung und Klima angepasst ist.

Betriebsangepasste Tierhaltung

Ein weitere Ansatzpunkt zur Förderung der Biodiversität ist die Züchtung mit alten Nutztierrassen. Im Rindviehbereich werden deshalb Rotes Höhenvieh, Originl Braunvieh, oder Murnau-Werdenfelder gehalten. Bunte Bentheimer Schweine, Angler Sattelschweine oder Coburger Fuchsschafe sind weitere bedrohte Rassen, deren Fortbestand durch Demeter-Betrieben gesichert werden. Nur mit Hilfe dieser Bestände ist es möglich, der weltweit voranschreitenden Genverengung entgegen zu wirken. Deshalb züchten Demeter-Landwirte weniger mit der Fragestellung, wie sich Höchstleistungen erzielen lassen, sondern es geht darum, eine betriebsangepassten, harmonische, langlebige Kuhherde aufzubauen. Statt künstlicher Besamung mit Sperma von Bullen, die mit reichlich Hormoneinsatz und Leihmüttern aus Embryotransfer entstanden sind, halten immer mehr Demeter-Betriebe einen Stier für die eigene Zucht.

Besonderes Engagement

Dieses besondere Engagement  zeichnet sich aus. So sind es häufig Demter-Betriebe, die den "Förderpreis Naturschutzhöfe" oder den "Förderpreis Ökologischer Landbau" erhalten.

Was Demeter für die Vielfalt leistet, lesen Sie ausführlich in der Zeitschrift Lebendige Erde