Spielberger GmbH

Demeter e.V.

Spielberger GmbH


Adresse: 
Burgermühle
74336 Brackenheim

Tel:
Telefon: 
07135/981516
Fax:
Fax: 
07135/981549
E-Mail:
i.hildermann [at] spielberger-muehle.de
Web:


  Produkt Herkunft Bio-Status
Trocken-/Naturkostsortiment
Getreide & Getreideprodukte
eigen
Demeter
Nudeln
eigen
Demeter

Die Spielberger-Mühle ist ein traditionsreicher Hersteller von Getreideprodukten – vorwiegend in Demeter-Qualität. Das SPIELBERGER-Sortiment umfasst rund 130 Produkte, zu über 95% aus Demeter-Anbau. Es umfasst neben Getreide und Mahlerzeugnissen, Müslis, Flocken, Flakes sowie Saaten, Reis, Backwaren wie Toast und Tortenböden und verschiedene Teigwaren vorwiegend aus Dinkel. Darüber hinaus liefert die Mühle Rohstoffe für Bäcker-Kunden in Baden-Württemberg und für Hersteller von Bio-Backwaren.

Die Spielberger-Mühle wird in der dritten Generation als Familienunternehmen geführt. Seit 1983 verarbeitet sie ausschließlich Bio-Getreide – meist aus Demeter-Anbau. Schon seit über 50 Jahren engagiert sich die Familie für den Auf- und Ausbau der bio-dynamischen Landwirtschaft. So war Hans Spielberger in den 60er-Jahren an der Gründung mehrerer Demeter-Anbaugemeinschaften beteiligt, die noch heute eine der maßgeblichen Säulen für den Mühlenbetrieb darstellen. Derzeit engagiert sich Volkmar Spielberger mit seinem Team für den verstärkten Einsatz von bio-dynamisch gezüchtetem Saatgut im Getreideanbau sowie für den Erhalt alter Getreidesorten, wie z.B. Einkorn oder Emmer.

Da auch im Anbau noch viele Fragen zu klären sind, werden in Zusammenarbeit mit den Demeter-Erzeuger-Partnern verschiedene Projekte vor allem beim Weizen durchgeführt, die Fragen klären sollen wie: Welche Sorten sind für welche Region am besten geeignet? Wann sind die Erträge und die Qualitäten optimal? Hierbei werden neben den rein analytischen auch die feinstofflichen Qualitäten betrachtet. Bei der Weiterentwicklung der Sorten arbeiten wir mit bio-dynamischen Getreidezüchtern wie Peter Kunz, Hartmut Spieß und Bertold Heyden etc. zusammen. Dabei geht es auch darum, Getreide zu züchten, aus denen sich Mehle mit guten Backeigenschaften gewinnen lassen. Dies wird unter anderem mit Hilfe von Backversuchen in der eigenen Versuchsbäckerei der Mühle überprüft.

Die Spielberger-Mühle ist ihren Lieferanten in der Region und darüber hinaus seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner. In der Zusammenarbeit mit allen Partnern der Wertschöpfungskette spielen Transparenz und Offenheit eine große Rolle. Dies wird seit 2011 über ein „Bio+Fair“-Logo auf den Verpackungen kommuniziert und durch die zertifizierte Mitgliedschaft im Biofair-Verein dokumentiert.

Die Rohstoffe der Getreide- und Mühlenprodukte, der Flocken und Flakes stammen weitestgehend von drei Demeter-Erzeugergemeinschaften in Süddeutschland, mit denen eine jahrzehntelange Zusammenarbeit besteht. Auch bei den Spezialitäten wie Saaten, Hirse oder Buchweizen werden die Rohstoffe so regional wie möglich bezogen, z.B. aus Österreich oder Ungarn. Den SPIELBERGER demeter Reis baut seit den 80er Jahren ein bio-dynamisches Gut in Italien an.


Wir sind ein anerkannter Ausbildungsbetrieb.

Entdecken Sie hier die Besonderheiten dieses Betriebes mit seinen individuellen Schwerpunkten im sozialen, ökologischen oder biodynamischen Engagement

Soziales Engagement und gerechtes Wirtschaften

Unsere Mitarbeiter haben garantiert tarifliche Arbeitsbedingungen und Bezahlung.
Wir bieten Teilzeitangebote.
Wir bieten langfristige Beschäftigungsverhältnisse.
Wir beschäftigen ältere Mitarbeiter (+50).



Klimaverbesserung: 
Im Frühjahr gibt es einen gemeinsamen Betriebsausflug, im Juni ein Fest mit großem Johanni-Feuer und Live-Musik und eine kleine Feier zum Jahresabschluss an Weihnachten.


Wir arbeiten bei Bezug der Hauptrohstoffe mit regionalen Erzeugergemeinschaften zusammen (Umkreis 100km): 
Seit über 30 Jahren arbeitet die Spielberger Mühle eng mit der regionalen Erzeugergemeinschaft EZG Unterland zusammen. Diese ca 15 aktiven Demeter-Landwirte wirtschaften biodynamisch in einem Umkreis von 50-100 km um die Mühle. Die Gründung dieser Erzeugergemeinschaft geht auf die Initiative von Hans Spielberger zurück. Diese Landwirte erzeugen Weizen, Dinkel, Roggen, Nackthafer und Nacktgerste für die Spielberger Produkte. Darüber hinaus beziehen wir weitere große Getreidemengen aus Süddeutschland, wie z.B. den Hafer für unsere Haferflocken. Die Sonnenblumenkerne beziehen wir überwiegend aus einem Anbauprojekt in Süddeutschland.
Unser Entwicklungsziel im Bereich "Soziale Verantwortung & Gerechtes Wirtschaften": 
Die Spielberger Mühle bietet Praktikumsplätze an für die Abschlussklasse der Freien Johannesschulen in Heilbronn, einer Förderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Die Jugendlichen arbeiten zweimal jährlich über einen gewissen Zeitraum in den verschiedenen Bereichen unserer Produktion mit, um den Alltag eines Produktionsbetriebes kennenzulernen.


Wir vermitteln aktiv ökologisch soziale und Demeter-Themen in unserem Umfeld: 
Im Oktober 2011 haben wir auf einem biologisch-bewirtschafteten Feld neben der Spielberger Mühle zusammen mit Kindern und Eltern der Waldorfschule Heilbronn die Aktion "Zukunft Säen" durchgeführt. Diese Aktion will Bewusstsein schaffen für biodynamische Lebensmittel und für das Saatgut, das die Qualitätsgrundlage für unsere Nahrungsmittel ist. Im Vorfeld der gemeinsamen Aktion auf dem Feld besuchten wir eine Unterrichtsstunde der 3. Klasse, um mit den Kindern über Landwirtschaft, Getreide und Nährung zu sprechen. Für die Aussaat auf dem Feld haben wir die Weizensorte Wiwa aus biologisch-dynamischer Züchtung verwendet.


Engagement in Ökologie und Nachhaltigkeit
Bei uns wird ausschließlich Ökostrom genutzt?: 
Unser Verwaltungsgebäude ist energieautark, die gesamte benötigte Energie wird selbst erzeugt, mit Hilfe von Solarzellen auf dem Dach, einer Wäremerückgewinnung der EDV-Anlage und einer Wärmetauscher-Pumpe zur Wärmegewinnung aus der Umgebungsluft.
Bei uns gibt es energiesparende Bauweisen, Etablierung sparsamer Kühlsysteme.
Wir haben eine Erfassung und Auswertung von Umweltrelevanten Daten, wie: 
Die Spielberger Mühle beteiligt sich aktiv am Nachhaltigkeitsmonitoring des Bundesverbands Naturkost und Naturwaren e.V..

Biodynamische Impulse
Wir haben ein systematisches Konzept zur Qualitätssicherung / Qualitätsmanagment etabliert: 
Für unseren Betrieb haben wir ein HACCP-System für unseren Betrieb erstellt und entwickeln dieses Konzept laufend weiter.


Wir haben einmal im Jahr einen Runden Tisch mit allen Partnern der Wertschöpfungskette: 
Mit unseren Landwirten aus der regionalen Erzeugergemeinschaft haben wir dreimal im Jahr einen Runden Tisch. Bei diesen Treffen besprechen wir die aktuelle Situation in der landwirtschaftlichen Erzeugung und in der Verarbeitung. Wir stimmen die Mengen der wichtigen Getreidekulturen ab, die angebaut werden und legen Preiskorridore für diese Produkte fest. Ein Termin findet dabei im Sommer auf einem der Höfe statt, verbunden mit einem Felderrundgang.


Die Qualität der Produkte wird regelmäßig geprüft: 
im Betrieb
nach branchenüblichen Vorgaben (Analytik, Sensorik, Produktüberprüfungen)
Alle unsere Produkte werden nach einem festgelegten Rahmenanalyseplan untersucht.


Unsere Öffentlichkeitsarbeit und Werbung ist produkt- und qualitätsbezogen.


Unsere Lieferantenbeziehungen und Herkunft unserer Produkte werden an Endverbraucher kommuniziert: 
Bei Produkten, bei denen wir die Rohstoffherkunft unserer Produkte langfristig sichern können, ist dies im Fließtext auf der Verpackung angegeben. Dies gilt z.B. für alle Getreide, Mehle und Mahlerzeugnisse, die meisten Flocken, für die verschiedenen Reis-Produkte und die Teigwaren. Wenn die Herkunft der Rohstoffe wechselt, wird das Herkunftsland direkt bei der Abpackung auf die Verpackung aufgedruckt.


Beim Einkauf von Frischgemüse achten wir auf die Sortenqualität: 
Beim Getreideeinkauf spielt neben wichtigen Parametern, die z.B. die Backfähigkeit des Mehles beeinflussen, die Frage der Sorte eine zentrale Rolle.
Beim Einkauf von Frischgemüse werden Sorten aus biodynamischer Züchtung bevorzugt: 
Wir verwenden beim Einkauf von Getreide bevorzugt Sorten aus biodynamischer Züchtung. Unsere regionale Erzeugergemeinschaft hat langjährige Erfahrung im Anbau dieser Sorten. Bei Weizen haben wir einen Anteil von über 60 Prozent an Sorten aus biodynamischer Züchtung. Beim Dinkel haben wir aktuell einen Anteil von 33% aus biodynamischer Züchtung. Bei Nacktgerste verwenden wir ausschließlich die biodynamisch gezüchtete Sorte Lawina.
Unser Entwicklungsziel im Bereich "Qualität der Produkte und der Zusammenarbeit": 
Wir engagieren uns in verschiedener Hinsicht für die biologisch-dynamische Züchtung, damit biologisch-dynamisch von Beginn an biologisch-dynamisch ist. Wir fördern den Anbau biologisch-dynamisch gezüchteter Sorten in den regionalen Erzeugergemeinschaften. Wir unterstützen diese Arbeit durch einen „Züchter-Cent“, einen Beitrag für den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (http://www.zs-l.de/projekte/saatgutfonds/). Zudem versuchen wir über öffentlichkeitswirksame Aktionen die Sensibilität der Verbraucher in dieser Hinsicht zu schärfen, beispielsweise gemeinsam mit dem Großhändler Bodan durch den Verkauf von Mehlen aus der SaatGut-Initiative, wobei 20 ct/Kilo Mehl an den Züchter geflossen sind. Hintergrund: Wir engagieren uns verstärkt für die biologische Züchtung. Saatgut ist die Grundlage unserer Ernährung und ein jahrtausendealtes Kulturgut der Menschheit. Über viele Generationen hinweg ist durch intensiven Austausch von Saatgut eine unglaubliche Vielfalt an Sorten entstanden. Dadurch standen Sorten zur Verfügung, die an die unterschiedlichsten regionalen Standortsbedingungen wie Bodeneigenschaften und Klima angepasst. Mit Beginn der Industrialisierung und der damit verbundenen Intensivierung in der Landwirtschaft wurde die Züchtung der wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturen, zu denen auch Weizen gehört, verstärkt von großen Privatunternehmen übernommen. Diese Unternehmen entwickelten optimale Sorten für die konventionelle Landwirtschaft mit dem Ertrag als wichtigstem Züchtungsziel. Die Folge dieser engen Ausrichtung der Züchtung sind Sorten, die stark auf die Zufuhr von chemisch-synthetischen Düngern und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angewiesen sind. Für den Anbau unter bio-dynamischen Bedingungen sind diese Sorten weniger geeignet. Der Pflanze stehen weniger Nährstoffe zur Verfügung, da die Düngung an die Flächen und an die Viehhaltung gekoppelt ist. Zur Düngung werden ausschließlich organische Dünger wie Hofmist und Gülle verwendet. Diese ernähren den Boden und fördern den Aufbau von fruchtbarem Humus. Die Pflanze muss sich daraus die Nährstoffe aktiv erschließen. Häufig herrscht hoher Druck durch Pflanzenkrankheiten und Schädlinge, da synthetische Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel nicht zugelassen sind. Deshalb ist es notwendig, Sorten auf der Grundlage und für die Bedingungen des biologischen Landbaus zu entwickeln. Wichtige Eigenschaften angepasster Getreide-Sorten sind: Saatgutgesundheit, Unkrautunterdrückungsvermögen durch rasche Jugendentwicklung, Ausbildung eines großen Wurzelsystems zur Wasser- und Nährstoffaufnahme, Schädlings- und Krankheitstoleranz, hohe Ährengesundheit, Ausbildung guter Erträge auch bei begrenztem Nährstoffangebot, stabile Erträge auch bei widrigen klimatischen Bedingungen, optimale Verlagerung der Nährstoffe aus dem Halm ins Korn, gute Backeigenschaften. Grundlage für eine erfolgreiche Züchtung für biologische Bedingungen ist ein genaues Beobachten der Pflanzenentwicklung und der Ausbildung und Schulung des Züchterblicks. Dabei hat der Züchter die Pflanze als Ganzes im Blick und arbeitet nicht nur ausgerichtet auf eine einzelne Eigenschaft. Daher ist es ganz selbstverständlich, dass die Züchtung ausschließlich auf dem Feld und unter natürlichen Bedingungen und nicht unter künstlichen Laborbedingungen stattfindet. So entstehen Pflanzen mit besten Anbaueigenschaften und höchster Nahrungsmittelqualität. Die Entwicklung einer neuen Sorte, von den ersten Kreuzungen bis zur offiziellen Sortenprüfung und Zulassung dauert in der Regel 10 - 12 Jahre.