Der Lämmerhof

Bäuerliche Gesellschaft

Der Lämmerhof


Adresse: 
Dorfstraße 10
23896 Panten

Tel:
Telefon: 
49(4543)891151
Fax:
Fax: 
49(4543)891154
E-Mail:
laemmerhof [at] t-online.de
Web:


Der Lämmerhof - Landwirtschaft und Wildnis

Aus Liebe zur Natur.

Mit unserer Arbeit in der Natur wollen wir den Zauber der uns umgebenden Landschaft bewahren. Geben und Nehmen - damit die Nahrung kraftvoll und gut ist und Mensch und Tier gesund, friedfertig und schlau macht. Wir möchten, daß auch die wilde Natur viel Platz auf dem Hof hat. Das ist ein Dankeschön, das wir der Natur, einem lebendigem Wesen um uns herum, unserer Mutter Erde, zurückgeben.

Und so ein einfaches und ehrliches Prinzip hat uns einen Erfolg beschert, an dem viele teilhaben können. Auf diesen Seiten entführen wir Sie in unsere Oase im Stecknitztal - am Rande des Naturparks Lauenburgische Seen.
 

Unsere Landwirtschaft ermöglicht Qualitäten

Vitalität auf allen Ebenen

Die Landwirtschaft wird durch drei Eckpfeiler charakterisiert:

  • die Fruchfolge der Ackerfrüchte
  • die Neuanlage und Pflege von verschiedensten Landschaftselementen
  • und dem Weidemagement der Nutztiere.

Unseren Erfolg messen wir sowohl am Ertrag der Ernte als auch an der Menge z.B. der Regenwürmer und der Wildarten in der Landschaft. Diese sind ein Spiegelbild der Vitalität unserer Landschaft. Ein breites Artenspektrum zeigt Lebensfreude und Kraft, diese Vitalität hat ganz entscheidenden Einfluss auf die Qualität unserer Nahrung und dem Wohlbefinden des Menschen.  

Die wichtigen Mitarbeiter im Boden sind Regenwürmer und Knöllchenbakterien. Sie sorgen dafür, dass die natürliche Fruchbarkeit erhalten und gemehrt wird. Wir denken dabei in langen Zeiträumen: Ursache und Wirkung können Jahre auseinander liegen. Die entscheidenden Unbekannten sind dann Niederschlagsverteilung, Sonnenscheindauer und Temperaturverlauf. Wenn der Boden in gutem Zustand ist, können ungünstige Witterungsabschnitte gut abgepuffert werden.

 

Die Region: geprägt durch Eiszeiten

Ländlicher Raum zwischen den Metropolen Hamburg und Lübeck.

Der Lämmerhof liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg, südöstliches Schleswig-Holstein, nordwestlich der Stadt Mölln. Der Elbe-Lübeck-Kanal verläuft am östlichen Rand der Gemeinde Panten.

Die Region ist zum größten Teil land- und forstwirtschaftlich geprägt und entsprechend dünn besiedelt. 
Hier  liegt der Naturpark Lauenburgische Seen mit dem Schaalsee, dem Ratzeburger See und dem Stecknitztal. Bemerkenswert für Schleswig-Holstein ist der hohe Waldanteil von 25% an überwiegend naturnah bestockten Wäldern. In der Landwirtschaft überwiegt der Ackerbau mit über 80% der Bodennutzung.

Die Landschaft ist stark durch die Einflüsse der letzten Eiszeit und auch deren klimatischen Entwicklungen geprägt. Das Relief entspricht dem Charakter eines Hügellandes. Begrenzt durch das nördlich liegende Lübecker Becken prägen west-östlich streichende Endmoränenstaffeln der Jungeiszeit die Landschaft. Deutlich hebt sich diese von den geringer gewellten Höhen der Altmoränenablagerungen des südwestlichen Kreisgebietes ab.


Entdecken Sie hier die Besonderheiten dieses Betriebes mit seinen individuellen Schwerpunkten im sozialen, ökologischen oder biodynamischen Engagement

Soziales Engagement und gerechtes Wirtschaften

Wir haben Angebote für Schulen und Kindergärten: 
Wir haben von April bis September 4 bis 6 Praktikanten, meist Waldorfschule 9. Klasse. Dann fragen über WWoof neuerdings viele an, Mitglied seit Dez. 2011. Mit den benachbarten Schulen (Grundschule Nusse und Gymnasium Mölln) gibt es gute Kontakte, vor allem mit den Klassen der eigenen Kindern. Die drei ersten Klassen Nusse kommen jetzt jährlich zur Kürbisernte. Führungen für Schulklassen oder Gruppen werden von April bis Oktober: im Nachbarort Neulankau ist ein Schullandheim für Klassenfahrten und es ist das Highlight, mit Trecker und Safari-Anhänger abgeholt zu werden. Die Führung über den Hof geht dann 2 Stunden mit den Bereichen Landwirtschaft und Naturschutz. Menschen mit Behinderung haben nicht.
Wir engagieren uns für unsere Mitarbeiter: 
Der Betrieb ist vor 22 Jahren als GbR gegründet und besteht seitdem unverändert (Hack und Brüggemann GbR), „Der Lämmerhof“ besteht mittlererweile aus mehreren Betrieben (Handel, Laden und Landwirtschaft jeweils als GbR, Betriebe Thode, Walch und Gut Gretenberge) und dokumentiert damit ein breitaufgestelltes Unternehmen, in dem es mehrere Akteure gibt, wir versuchen die klassische Familienstruktur aufzulösen und mehrere Entscheidungsträger einzubeziehen. Dies zeigt sich auch in der Mitarbeiterstruktur: selbständige, eigenverantwortliche Mitarbeiter mit hohem Bildungsniveau oder langjährigem Erfahrungsbereich). Wir arbeiten ausschließlich mit langjährigen Mitarbeitern in Festanstellung und keinen wechselnden stunden- oder tageweisen Aushilfskräften. Wir haben einen festen Mitarbeiterstamm und eine sehr gute Stimmung, das zeigt sich auch in der täglich gemeinsamen Mittagsrunde um 12 uhr, denn eine Mitarbeiterin kocht für die 8 Mitarbeiter und ev. Praktikanten). Kaffee gibt es jederzeit in der Hofküche und Essen wird aufs Feld gebracht.
Weiter Besonderheiten: 
Kommunikation vor allem über Homepage, bei den Bäckern (dafür sind viele eigene Werbematerialien entwickelt), in den Führungen auf dem Hof und in der Presse, Jahresrundbriefe, diverse Veranstaltungen auf dem Hof, in der Natur und Konzerte in der Scheune


Wir bieten langfristige Beschäftigungsverhältnisse.
Wir pflegen langfristige Beziehungen zu Abnehmern und Lieferanten: 
Wir haben in den Bereichen Rinder, Schweine, Getreide viele Handelsbeziehungen mit Landwirten, Hofläden, Großhandel und Verarbeiter. Langjährige Handelsbeziehungen mit verschiedenen Bäckern: mit Bäcker Springer seit 20 Jahren, Schlüter seit 10 Jahren. Da wir das Getreide umliegender Höfe lagern und vermarkten, gibt es immer Preisabsprachen mit/über uns. Wir sind für einige Betriebe der Dreh- und Angelpunkt für Getreidevermarktung. Im Modell KOLK (KOLK fördert Vielfalt) haben wir einen Anbau und eine Vermarktung initiiert, zusammen mit dem Land SH und weiteren Akteuren. Der Anbau umfasst jetzt ca. 15 Betriebe, die Vermarktung liegt in unserer Initiative: Derzeit läuft das Bestreben, den „wildartenfreundlichen Anbau“ als Qualitätskriterium bei Bäckern und im Handel zu etablieren.


Besonderheiten unseres Betriebes (nicht abgefragt): 
Insgesamt großes Engagement der Betriebsleiterfamilien Christian und Urte, Detlef und Ute (Natur Plus Panten, Akron (unserhaus-ce.de), KOLK, Stiftung Aktion Kulturland, Feuerwehr-Wehrführer, Gemeinderatmitglied, Öko-Regionalinitiative Nord) Verbandsarbeit war anfangs stärker (Vorstand und Delegierte bei Bioland), jetzt bei ‚Demeter normal


Engagement in Ökologie und Nachhaltigkeit
Wir arbeiten mit regenerativen Energien oder sind innovativ im Umgang mit Rohstoffen: 
Nichts besonderes, da Erdöl für Gewächshaus. Hackschnitzel- und Dinkelspelzheizung ist seit 2 Jahren mit Baugenehmigung in Planung, aber die Größe des Vorhabens überfordert die Betriebsleiter. Dieses Jahr wird die Getreideaufbereitung erneuert.
Wir engagieren uns insbesondere in der Bodenpflege oder Humusaufbau: 
Vielseitige Fruchtfolge mit zahlreichen Unter- und Zwischensaaten, vieharmer Betrieb, Einstieg in die intensive Kompostwirtschaft ab 2012 (unter der Regie vom Mitarbeiter Rudi Walch)
Sonstiges: 
Der Naturschutz ist integrativer Bestandteil des Gesamtkonzeptes Lämmerhof. Ohne die Naturschutzaktivitäten wäre der Betrieb nicht das was er heute darstellt. Mit Umstellungsbeginn 1989 wurde der Kontakt zu den staatlichen als auch den verbandlichen Naturschutzstellen gesucht und hergestellt. Herausragende Leistung ist die Bereitschaft gewesen, eigene Flächen für die Wiederherstellung des NSG Pantener Moorweiher und der Hellmoor und Diekbekniederung zur Verfügung zu stellen. Die zur Verfügung gestellten Flächen dienten zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen in den Flächen, als auch zum heraustauschen von anderen Grundeigentümern aus dem Projektgebiet, die nicht am Projekt teilnehmen wollten. Die Nutzungskonflikte in den Gebieten konnten so gelöst werden. Das NSG Pantener Moorweiher hat eine Gesamtgröße von 180 ha und befindet sich im Eigentum der Stiftung Naturschutz. Der Lämmerhof hat in dem Gelände 75 ha von der Stiftung Naturschutz gepachtet und führt die Landschaftspflegebeweidung im Sinne einer halboffenen Weidelandschaft durch. Die weiteren Flächen werden nicht bewirtschaftet und unterliegen einer natürlichen Entwicklung (Prozessschutz). Die Hellmoor und Diekbekniederung befindet sich nun, nach Umsetzung der Tauschvereinbarungen komplett im Eigentum des Lämmerhofes. Im Kernbereich des Gebietes befindet sich, entstanden durch Aufhebung der Entwässerungseinrichtungen, ein Flachgewässer von 8 ha Größe. Daran angrenzend liegen 70 ha Mager- Nass- und Hanggrünland sowie einige Gehölze und etliche Heckenstrukturen und Kleingewässer. Der zusammenhängende Grünlandring, der wie im NSG als Halboffene Weidelandschaft genutzt wird, und die begleitenden Biotopgestaltenden Maßnahmen konnten erst realisiert werden, nachdem die Eigentumsverhältnisse neu geordnet wurden. An das Grünland grenzen 70 ha Acker des Lämmerhofes, ebenfalls im Rahmen der Neuordnung der Eigentumsverhältnisse über die Flbrg. Panten arrondiert. Die Äcker sind für Schleswig-Holsteinische Verhältnisse sehr kleinteilig und mit Knicks (historische Wallhecken), Kleingewässern und Feldgehölzen reich strukturiert. Die Flächen sind zusätzlich eingebunden als Modellflächen der Koordinierungsstelle Lauenburgische Kulturlandschaft (KOLK – Trägerschaft liegt bei der Stiftung Aktion Kulturland). Ziel von KOLK ist es, Verfahren aufzuzeigen wie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen das Vorkommen wild lebender Arten besser geschützt und deren Reproduktionserfolge verbessert werden können. Den Maßnahmen zugrunde liegt die Einsicht, dass der Hoforganismus sich in einen Landschaftsorganismus einfügt. Die Qualität der auf dem Hof stattfindenden Abläufe ist davon abhängig in welchen Zustand sich die umgebende Landschaft befindet und welche Aufgaben für das Allgemeinwohl eigentlich aus der Landschaft erfüllt werden sollten. Auch die Qualität der auf dem Hof erzeugten Nahrung ist sehr davon abhängig, in wie weit der Landschaft entsprechende natürliche Prozesse noch ablaufen können. Im ganzheitlichem Sinne wird hier Verantwortung übernommen und mit Kompetenz umgesetzt. Das Breite vorkommen wild lebender Arten im Hofumfeld und auf den landwirtschaftlichen Flächen wird auch als Indikator für den Gesundheitszustand der Landschaft und somit als Qualitätsgarant der Produkte gesehen.


Sonstiges: 
Umsetzung des Weidelandschaftsprojektes in Neu-Horst, Wiederherstellung der Amphibiengewässer Steinbrink.

Biodynamische Impulse
Wir arbeiten intensiv mit biodynamischen Präparaten: 
Eigene Herstellung der Präparate. Der Betrieb ist eingebunden in einen Beratungszusammenhang des Büros für Bodenfruchtbarkeit und Direktsaat, Dietmar Nähser. Derzeit Aufbau einer Komposttierungsanlage hofeigener Substrate.
Wir vermehren/erzeugen biodynamisch gezüchtet, alte oder besondere Sorten.: 
Versuchsfeld für Biodynamische Sorten in Zusammenarbeit mit dem Züchter Patrik Schmidt
Wir bieten unseren Tieren besondere Haltungsformen oder Tierpflege: 
Schweinestall hat Auszeichnung des Landes SH für Artgerechte Tierhaltung, Tiere haben meist Zugang zur Weide Rinder sind ganzjährig in der offenen Weidelandschaft oder zum Abkalben am Hof


Wir haben ein systematisches Konzept zur Qualitätssicherung / Qualitätsmanagment etabliert: 
Nur allerbeste Produkte kommen auf den Markt (Gurken sind im Naturkosthandel sehr beliebt, da sie schmackhaft sind, da sie auf Ackerboden wachsen. Feldsalat und Salate aus dem Gewächshaus nur in top Qualität an den Großhandel mit eigenen top-Etiketten, ebenso Hokkaido Für Getreide aus Wildartenfreundlichem Anbau haben wir eigenen Sack drucken lassen. Hofbild top.