Live und lecker – saisonale und lokale Bio-Küche

Demeter auf der Slow-Food 2013 in Stuttgart

Live und lecker – saisonale und lokale Bio-Küche

19.04.2013
Demeter-Landwirt Christoph Simpfendörfer gibt den Besucher bei der Kochschau mit Bio-Koch Karsten Bessai Einblicke in die biodynamische Landwirtschaft.
Demeter-Landwirt Christoph Simpfendörfer gibt den Besucher bei der Kochschau mit Bio-Koch Karsten Bessai Einblicke in die biodynamische Landwirtschaft.

Vom 11. bis 14. April 2013 präsentierte sich Demeter auf der Slow-Food in Stuttgart mit starken Partnern aus der Region. Mit dabei waren die Gärtnerei Andreashof , der St. Michaelshof, das Weingut Schmalzried,  die Eselsmühle, der Reyerhof, die Nudelwerkstatt, das Kurgestüt Hoher Odenwald, der Rosenhof Taubertal sowie aus der Slowfood-Gastregion Rheinland-Pfalz das Weingut Fuchs-Jacobus. Sie alle waren Teil des Gemeinschaftsstands von Demeter Baden-Württemberg und sorgten für ein vielfältiges und reichhaltiges Angebot an biodynamischen Produkten.

Köstliche Bio-Gerichte servierten Sabine Lässig und Joachim Latsch vom »Bio-Restaurant Lässig« im Stuttgarter Westen. Hier traf man auf lässige Bio-Küche mit besonderen Lebensmitteln von Demeter- und Biolandbetrieben aus der Region. Das Team vom »Lässig« bat in gemütlichem Ambiente zu Tisch und lud dazu ein, abseits des Messetrubels Essen und Trinken in Ruhe zu genießen.

Vom Demeter-Hof direkt auf den Teller

Auf der kleinen Demeter-Schaubühne konnten die Besucher die saisonale und lokale Bio-Küche von Demeter Baden-Württemberg mit allen Sinnen erleben. Bio-Koch Karsten Bessai bereitete aus Produkten und Erzeugnissen von umliegenden Demeter-Höfen kreative Gerichte zu. Bereits einen Tag zuvor hatte der Koch den nahe gelegenen Reyerhof in Stuttgart-Möhringen, den Michaelshof in Leinfelden-Echterdingen und die Dorfgemeinschaft Tennental in Deckenpfronn aufgesucht. So konnten er und sein Team vor Ort ganz frische Demeter-Lebensmittel der Saison einsammeln und zudem in interessanten Gesprächen mit den Landwirten und Gärtnern Eindrücke aus Hofführungen mitnehmen. Die Photographin Andrea Knura hatte diese Tour in Bildern festgehalten und diese den begeisterten Messebesuchern als authentisches Schmankerl auf der Bühne präsentiert. Bilder und Speisen – praktisch „erntefrisch“. Am Sonntag, dem letzten Tag der Messe, gab sich Bio-Spitzenkoch Simon Tress die Ehre und vollführte die wohl rasanteste Kochschau auf der Slow-Food.


Von Kuhhörnern und bester Demeter-Milch

Während auf der Bühne mit gekonnter Hand Rote Bete nebst Äpfeln, Lauch, Zwiebeln, frischen Kräuterspitzen vom Reyerhof und Holzofenbrot von der Eselsmühle zu feinem Brot-Salat bereitet wurden, erläuterte Christoph Simpfendörfer konkret die tiergerechte Haltung bei Demeter. „Das Futter für unsere Rinder stammt ausschließlich vom eigenen biodynamischen Betrieb. Wir verzichten auf das schmerzhafte Enthornen unserer Kühe – sie dürfen ihre Hörner mit Stolz tragen“, hält der Demeter-Landwirt vom Reyerhof in Möhringen fest. „Bei uns auf dem Reyerhof wird die Milch im Melkstand nicht in Behälter gepumpt. In Milchkannen wird sie zum Verkauf im eigenen Hofladen nur über den Hof getragen oder direkt im Keller bei der Herstellung unseres Demeter-Eis verarbeitet, freut sich Christoph Simpfendörfer und gibt zu bedenken: „Die starke Verarbeitung von Milch mindert deren Qualität. Bei Demeter ist das Homogenisieren von Milch deshalb nicht erlaubt. Milch wird bei diesem Verfahren mit hohem Druck durch sehr feine Düsen gepresst. Fettteilchen in der Milch werden dabei aufgebrochen. Die so veränderte Struktur der Milch kann Allergien provozieren. Als Qualitätsmerkmal hat Demeter-Milch deshalb einen Rahmpropf, da naturbelassene, nicht homogenisierte Milch aufrahmt.“

Landwirt Michael Schäfer aus Leinfelden-Echterdingen gab Einblicke in den von seiner Familie geführten Michaelshof sowie in die Demeter-Landwirtschaft auf den Fildern und in die aktuelle Arbeit auf dem Feld: „Der Frühling ließ lange auf sich warten. In dieser Zeit richten wir die Maschinen für die nächste Sauerkrautverarbeitung her und verpacken das Wintergemüse für den Bio-Handel“, erklärt der Jungbauer. „Übrigens“, fügt er hinzu, „wo wir gerade stehen, bin ich vor einigen Jahren noch mit dem Traktor übers Feld gefahren, denn unter dieser Messehalle war einst ein Teil unseres besten und fruchtbarsten Ackerlandes“.

Erleben konnten die Besucher auch die Demeter-Imkerei. Wie geht es den Bienen? Dieser Frage ging Imkermeister Günter Friedmann nach. Am langen Hallenabend berichtet er über das Bienensterben und die Wege der ökologischen und wesensgemäßen Bienenhaltung nach Demeter-Richtlinien. Von Demeter-Imker Kollege Bodo Peter lernten die Besucher, dass es neben Honig noch weitere fünf Dinge gibt, die der Mensch von den Bienen geschenkt bekommt. Zu probieren gab es neben feinem Sommerblüten-Honig auch eine kräftige Propolis-Tinktur.

Bilder von Andrea Knura | organicpic.com

Live und lecker – saisonale und lokale Bio-Küche
Demeter auf der Slow-Food 2013 in Stuttgart

Vom 11. bis 14. April 2013 präsentierte sich Demeter auf der Slow-Food in Stuttgart mit starken Partnern aus der Region. Mit dabei waren die Gärtnerei Andreashof , der St. Michaelshof, das Weingut Schmalzried,  die Eselsmühle, der Reyerhof, die Nudelwerkstatt, das Kurgestüt Hoher Odenwald, der Rosenhof Taubertal sowie aus der Slowfood-Gastregion Rheinland-Pfalz das Weingut Fuchs-Jacobus. Sie alle waren Teil des Gemeinschaftsstands von Demeter Baden-Württemberg und sorgten für ein vielfältiges und reichhaltiges Angebot an biodynamischen Produkten.

Köstliche Bio-Gerichte servierten Sabine Lässig und Joachim Latsch vom »Bio-Restaurant Lässig« im Stuttgarter Westen. Hier traf man auf lässige Bio-Küche mit besonderen Lebensmitteln von Demeter- und Biolandbetrieben aus der Region. Das Team vom »Lässig« bat in gemütlichem Ambiente zu Tisch und lud dazu ein, abseits des Messetrubels Essen und Trinken in Ruhe zu genießen.

Vom Demeter-Hof direkt auf den Teller

Auf der kleinen Demeter-Schaubühne konnten die Besucher die saisonale und lokale Bio-Küche von Demeter Baden-Württemberg mit allen Sinnen erleben. Bio-Koch Karsten Bessai bereitete aus Produkten und Erzeugnissen von umliegenden Demeter-Höfen kreative Gerichte zu. Bereits einen Tag zuvor hatte der Koch den nahe gelegenen Reyerhof in Stuttgart-Möhringen, den Michaelshof in Leinfelden-Echterdingen und die Dorfgemeinschaft Tennental in Deckenpfronn aufgesucht. So konnten er und sein Team vor Ort ganz frische Demeter-Lebensmittel der Saison einsammeln und zudem in interessanten Gesprächen mit den Landwirten und Gärtnern Eindrücke aus Hofführungen mitnehmen. Die Photographin Andrea Knura hatte diese Tour in Bildern festgehalten und diese den begeisterten Messebesuchern als authentisches Schmankerl auf der Bühne präsentiert. Bilder und Speisen – praktisch „erntefrisch“. Am Sonntag, dem letzten Tag der Messe, gab sich Bio-Spitzenkoch Simon Tress die Ehre und vollführte die wohl rasanteste Kochschau auf der Slow-Food.


Von Kuhhörnern und bester Demeter-Milch

Während auf der Bühne mit gekonnter Hand Rote Bete nebst Äpfeln, Lauch, Zwiebeln, frischen Kräuterspitzen vom Reyerhof und Holzofenbrot von der Eselsmühle zu feinem Brot-Salat bereitet wurden, erläuterte Christoph Simpfendörfer konkret die tiergerechte Haltung bei Demeter. „Das Futter für unsere Rinder stammt ausschließlich vom eigenen biodynamischen Betrieb. Wir verzichten auf das schmerzhafte Enthornen unserer Kühe – sie dürfen ihre Hörner mit Stolz tragen“, hält der Demeter-Landwirt vom Reyerhof in Möhringen fest. „Bei uns auf dem Reyerhof wird die Milch im Melkstand nicht in Behälter gepumpt. In Milchkannen wird sie zum Verkauf im eigenen Hofladen nur über den Hof getragen oder direkt im Keller bei der Herstellung unseres Demeter-Eis verarbeitet, freut sich Christoph Simpfendörfer und gibt zu bedenken: „Die starke Verarbeitung von Milch mindert deren Qualität. Bei Demeter ist das Homogenisieren von Milch deshalb nicht erlaubt. Milch wird bei diesem Verfahren mit hohem Druck durch sehr feine Düsen gepresst. Fettteilchen in der Milch werden dabei aufgebrochen. Die so veränderte Struktur der Milch kann Allergien provozieren. Als Qualitätsmerkmal hat Demeter-Milch deshalb einen Rahmpropf, da naturbelassene, nicht homogenisierte Milch aufrahmt.“

Landwirt Michael Schäfer aus Leinfelden-Echterdingen gab Einblicke in den von seiner Familie geführten Michaelshof sowie in die Demeter-Landwirtschaft auf den Fildern und in die aktuelle Arbeit auf dem Feld: „Der Frühling ließ lange auf sich warten. In dieser Zeit richten wir die Maschinen für die nächste Sauerkrautverarbeitung her und verpacken das Wintergemüse für den Bio-Handel“, erklärt der Jungbauer. „Übrigens“, fügt er hinzu, „wo wir gerade stehen, bin ich vor einigen Jahren noch mit dem Traktor übers Feld gefahren, denn unter dieser Messehalle war einst ein Teil unseres besten und fruchtbarsten Ackerlandes“.

Erleben konnten die Besucher auch die Demeter-Imkerei. Wie geht es den Bienen? Dieser Frage ging Imkermeister Günter Friedmann nach. Am langen Hallenabend berichtet er über das Bienensterben und die Wege der ökologischen und wesensgemäßen Bienenhaltung nach Demeter-Richtlinien. Von Demeter-Imker Kollege Bodo Peter lernten die Besucher, dass es neben Honig noch weitere fünf Dinge gibt, die der Mensch von den Bienen geschenkt bekommt. Zu probieren gab es neben feinem Sommerblüten-Honig auch eine kräftige Propolis-Tinktur.

Bilder von Andrea Knura | organicpic.com