Das ist Demeter BW

Historie der biologisch-dynamischen Arbeit in Baden-Württemberg

Das ist Demeter BW

25.01.2012
Hofgut Rengoldshausen
Seit 1932 wird auf dem Hofgut Rengoldshausen am Bodensee biodynamisch gewirtschaftet

Im Jahr 2010 feierte die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise Baden-Württemberg e.V. - kurz Demeter Baden-Württemberg - ihr 50-jähriges Bestehen. Schon in den ersten Jahren nach dem Landwirtschaftlichen Kurs von Rudolf Steiner (1924) entwickelte sich die biologisch-dynamische Arbeit in Baden-Württemberg. Seit 1929 wird auf dem Talhof in Heidenheim dank dem Industriellen Hanns Voith biologisch–dynamisch gewirtschaftet.

Der Talhof ist damit der drittälteste Demeter-Betrieb der Welt.

1932 folgte das Hofgut Rengoldshausen in Überlingen. Auch der Garten der Heilmittelfirma WELEDA wurde in Schwäbisch Gmünd aufgebaut und eine Auskunftsstelle in Stuttgart eingerichtet. Am Bodensee gründete sich ein Arbeitskreis für die biodynamische Wirtschaftsweise, die mit Ernst Jacoby aus dem Markgräfler Land zusammenarbeitete. Später entstand eine Arbeitsgemeinschaft (AG) und Auskunftsstelle (AS) am Bodensee, die Helmut Bartsch leitete. Im Raum Schwäbisch Gmünd/ Schwäbischer Wald gründete sich eine Gartengruppe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen Neuanfang der bundesweiten biodynamsichen Wirtschaftweise von Stuttgart aus. Dr. Hans und Elvira Heinze bauten dort die Geschäftsstelle des Forschungsrings auf. Jetzt galt es auf Reisen durch das Land die Mitarbeiter und Höfe aufzusuchen, welche die Demeter-Idee weiter verfolgt hatten oder nach 1945 wieder aufnehmen wollten. Auf der Schwäbischen Alb engagierte sich Oswald Hitschfeld für den Demeteranbau. Fast in jedem größeren Ort gab es einen homöopathischen Verein, so dass die Menschen dem Kräftewirken kleinster Mengen offen waren. Durch Kurse und Vorträge an der Bauernschule Hohenlohe in Weckelweiler bei Kirchberg/Jagst wurde die biodynamische Wirtschaftsweise weiter verbreitet. 1959 schrieb Krafft von Heynitz den ersten biologisch-dynamischen Gartenrundbrief für baden-württembergische Gartengruppen-Mitglieder. Den weiteren Aufbau im Land organisierten Bauernhelfer.

1960 beschlossen die neuen AGen eine gemeinsame Vereinigung für Baden-Württemberg zu gründen. Zum ersten Vorstand wurden gewählt: Krafft von Heynitz, Karl Reyer, Gotthart Willmann und Almar von Wistinghausen. Krafft von Heynitz wurde Geschäftsführer. 1992 übernahm Walter Glunk bis 1998 die Stelle.

Seitdem ist der Agraringenieur Johannes Ell-Schnurr Geschäftsführer von Demeter Baden-Württemberg.

Heute arbeiten insgesamt neun Mitarbeiter/innen und Honorarkräfte in der Geschäftsstelle und für Demeter Baden-Württemberg.Zusätzlich zu der Arbeit, die von der Geschäftsstelle aus geleistet wird, arbeiten in den 22 regionalen Arbeitsgemeinschaften Landwirte und Gärtner zusammen. Sie treffen sich regelmäßig zur Präparatearbeit, zu Lesungen aus dem landwirtschaftlichen Kurs oder um aktuelle landwirtschaftliche Themen zu besprechen. Außerdem wird von den Arbeitsgemeinschaften das jährlich stattfindende Hofgespräch im Rahmen der Demeter-Anerkennung auf den Betrieben verantwortlich organisiert.

 

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Das ist Demeter BW
Historie der biologisch-dynamischen Arbeit in Baden-Württemberg

Im Jahr 2010 feierte die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise Baden-Württemberg e.V. - kurz Demeter Baden-Württemberg - ihr 50-jähriges Bestehen. Schon in den ersten Jahren nach dem Landwirtschaftlichen Kurs von Rudolf Steiner (1924) entwickelte sich die biologisch-dynamische Arbeit in Baden-Württemberg. Seit 1929 wird auf dem Talhof in Heidenheim dank dem Industriellen Hanns Voith biologisch–dynamisch gewirtschaftet.

Der Talhof ist damit der drittälteste Demeter-Betrieb der Welt.

1932 folgte das Hofgut Rengoldshausen in Überlingen. Auch der Garten der Heilmittelfirma WELEDA wurde in Schwäbisch Gmünd aufgebaut und eine Auskunftsstelle in Stuttgart eingerichtet. Am Bodensee gründete sich ein Arbeitskreis für die biodynamische Wirtschaftsweise, die mit Ernst Jacoby aus dem Markgräfler Land zusammenarbeitete. Später entstand eine Arbeitsgemeinschaft (AG) und Auskunftsstelle (AS) am Bodensee, die Helmut Bartsch leitete. Im Raum Schwäbisch Gmünd/ Schwäbischer Wald gründete sich eine Gartengruppe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen Neuanfang der bundesweiten biodynamsichen Wirtschaftweise von Stuttgart aus. Dr. Hans und Elvira Heinze bauten dort die Geschäftsstelle des Forschungsrings auf. Jetzt galt es auf Reisen durch das Land die Mitarbeiter und Höfe aufzusuchen, welche die Demeter-Idee weiter verfolgt hatten oder nach 1945 wieder aufnehmen wollten. Auf der Schwäbischen Alb engagierte sich Oswald Hitschfeld für den Demeteranbau. Fast in jedem größeren Ort gab es einen homöopathischen Verein, so dass die Menschen dem Kräftewirken kleinster Mengen offen waren. Durch Kurse und Vorträge an der Bauernschule Hohenlohe in Weckelweiler bei Kirchberg/Jagst wurde die biodynamische Wirtschaftsweise weiter verbreitet. 1959 schrieb Krafft von Heynitz den ersten biologisch-dynamischen Gartenrundbrief für baden-württembergische Gartengruppen-Mitglieder. Den weiteren Aufbau im Land organisierten Bauernhelfer.

1960 beschlossen die neuen AGen eine gemeinsame Vereinigung für Baden-Württemberg zu gründen. Zum ersten Vorstand wurden gewählt: Krafft von Heynitz, Karl Reyer, Gotthart Willmann und Almar von Wistinghausen. Krafft von Heynitz wurde Geschäftsführer. 1992 übernahm Walter Glunk bis 1998 die Stelle.

Seitdem ist der Agraringenieur Johannes Ell-Schnurr Geschäftsführer von Demeter Baden-Württemberg.

Heute arbeiten insgesamt neun Mitarbeiter/innen und Honorarkräfte in der Geschäftsstelle und für Demeter Baden-Württemberg.Zusätzlich zu der Arbeit, die von der Geschäftsstelle aus geleistet wird, arbeiten in den 22 regionalen Arbeitsgemeinschaften Landwirte und Gärtner zusammen. Sie treffen sich regelmäßig zur Präparatearbeit, zu Lesungen aus dem landwirtschaftlichen Kurs oder um aktuelle landwirtschaftliche Themen zu besprechen. Außerdem wird von den Arbeitsgemeinschaften das jährlich stattfindende Hofgespräch im Rahmen der Demeter-Anerkennung auf den Betrieben verantwortlich organisiert.