Messlatte ist die Zahl neuer Umsteller

Zukunftsstrategie Ökolandbau

Messlatte ist die Zahl neuer Umsteller

20.05.2015
Öko-Landwirtin bearbeitet ein Feld
Die Zahl neuer Umsteller wird die entscheidende Messlatte für die Zukunftsstrategie Ökolandbau sein (Bild: Hof Medewege)

Demeter begrüßt das Bekenntnis von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt zum Ökologischen Landbau als einer besonders nachhaltigen Form der Landbewirtschaftung: "Das von Minister Schmidt heute vorgestellte Arbeitsprogramm für eine Zukunftsstrategie Ökolandbau ist ein schlüssiger und partizipativer Ansatz für die mittelfristige Weiterentwicklung des Ökolandbaus, jedoch fehlt es an Maßnahmen, die auch schon kurzfristig greifen", so die Abteilungsleiterin Politik bei Demeter, Antje Kölling. "Die entscheidende Messlatte wird sein, ob es gelingt, mit der Strategie nennenswert neue Betriebe für die Umstellung zu gewinnen", so benennt Demeter-Vorstand Alexander Gerber eines der wesentlichen Ziele für die Ökolandbau-Strategie der Bundesregierung. "Dieses Ziel werden wir aber nur erreichen, wenn die Strategie auch die Rahmenbedingungen für die konventionelle Landwirtschaft mit einbezieht", ist sich Gerber sicher. Denn während sich die Umweltleistungen des Ökolandbaus in den Preisen widerspiegeln, werden die Umweltkosten des konventionellen Landbaus externalisiert. "Diese Wettbewerbsverzerrung muss abgebaut werden", fordert Gerber. 

Kölling warnt davor, jetzt die Hände in den Schoß zu legen, bis die Strategie steht: "Es müssen schon heute alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um den Engpass bei der Verfügbarkeit ökologischer Rohwaren zu minimieren". Zudem sollten Initiativen wie Bio in öffentlichen Küchen sowie Information und Weiterbildung für interessierte LandwirtInnen baldmöglichst angegangen werden und die bereits bestehenden Aktivitäten im Rahmen des Bundesprogramm Ökolandbau weiter ausgebaut und wieder klar auf den biologischen Landbau ausgerichtet werden.

Demeter weist zudem besonders auf die Notwendigkeit einer kohärenten Politikgestaltung auch in anderen Politikfeldern hin, wie beispielsweise der EU-Agrarpolitik oder des Emissions- und Düngerechts, welches teilweise eine artgerechte Tierhaltung und sachgemäße biologische Düngung erschwert, statt sich auf die wirklichen Umweltprobleme zu konzentrieren.

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Zukunftsstrategie Ökolandbau

Demeter begrüßt das Bekenntnis von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt zum Ökologischen Landbau als einer besonders nachhaltigen Form der Landbewirtschaftung: "Das von Minister Schmidt heute vorgestellte Arbeitsprogramm für eine Zukunftsstrategie Ökolandbau ist ein schlüssiger und partizipativer Ansatz für die mittelfristige Weiterentwicklung des Ökolandbaus, jedoch fehlt es an Maßnahmen, die auch schon kurzfristig greifen", so die Abteilungsleiterin Politik bei Demeter, Antje Kölling. "Die entscheidende Messlatte wird sein, ob es gelingt, mit der Strategie nennenswert neue Betriebe für die Umstellung zu gewinnen", so benennt Demeter-Vorstand Alexander Gerber eines der wesentlichen Ziele für die Ökolandbau-Strategie der Bundesregierung. "Dieses Ziel werden wir aber nur erreichen, wenn die Strategie auch die Rahmenbedingungen für die konventionelle Landwirtschaft mit einbezieht", ist sich Gerber sicher. Denn während sich die Umweltleistungen des Ökolandbaus in den Preisen widerspiegeln, werden die Umweltkosten des konventionellen Landbaus externalisiert. "Diese Wettbewerbsverzerrung muss abgebaut werden", fordert Gerber. 

Kölling warnt davor, jetzt die Hände in den Schoß zu legen, bis die Strategie steht: "Es müssen schon heute alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um den Engpass bei der Verfügbarkeit ökologischer Rohwaren zu minimieren". Zudem sollten Initiativen wie Bio in öffentlichen Küchen sowie Information und Weiterbildung für interessierte LandwirtInnen baldmöglichst angegangen werden und die bereits bestehenden Aktivitäten im Rahmen des Bundesprogramm Ökolandbau weiter ausgebaut und wieder klar auf den biologischen Landbau ausgerichtet werden.

Demeter weist zudem besonders auf die Notwendigkeit einer kohärenten Politikgestaltung auch in anderen Politikfeldern hin, wie beispielsweise der EU-Agrarpolitik oder des Emissions- und Düngerechts, welches teilweise eine artgerechte Tierhaltung und sachgemäße biologische Düngung erschwert, statt sich auf die wirklichen Umweltprobleme zu konzentrieren.