Mit biodynamischer Landwirtschaft Wüsten wirksam bekämpfen

Welttag gegen Wüstenbildung

Mit biodynamischer Landwirtschaft Wüsten wirksam bekämpfen

17.06.2015
Kühe fressen Heu
Kühe veredeln Gras zu wertvollem Dung; dieser ist wichtig für die Bodenfruchtbarkeit

Biologisch-dynamische und nachhaltige Landwirtschaft ist die beste Methode, um dem Klimawandel entgegen zu wirken, so Helmy Abouleish, Geschäftsführer des Demeter-Partners SEKEM aus Ägypten. Auf der Mitgliederversammlung von Demeter Internetional wurde besonders die Tierhaltung als wichtiger Faktor für einen gesunden Boden und einen lebendigen Hoforganismus betont (mehr bei Demeter International). Auch am Welttag gegen Wüstenbildung am 17. Juni 2015 gilt für die ägyptische Initiative: ökologischer, speziell biologisch-dynamischer Landbau hilft, Wüstenbildung zu vermeiden. Er schützt unsere landwirtschaftlichen Böden durch:

  • höhere Wassereffizienz durch verbesserte Speicherkapazität. Biologisch-dynamische Böden kommen mit bis zu 40% weniger Wasser aus
  • höhere Energieeffizient durch Einsparung von chemischen Düngemitteln
  • die Rückgewinnung von Wüstenböden durch Kompost
  • die Abschwächung des Klimawandels durch Kohlenstoffbindungspotenzial im Boden ( Carbon Sink )
  • geringere Emissionen durch niedrigeren Energie-Input

Kompost schützt nicht nur den Boden, sondern auch das Klima, so Helmy Abouleish. Er mahnt an, mehr Anstrengungen auf den Bereich der Kompostierung und Bodenpflege zu verwenden, um die Rolle der Landwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel insgesamt zu stärken. Ihre Bedeutung werde bis heute nur unzureichend erkannt und kaum in internationalen Vereinbarungen berücksichtigt, so Abouleish.

Blumen in der Wüste

Seit 2007 beziehungsweise 2008 betreibt SEKEM mit seinem Partner, dem niederländischen Unternehmen Soil & More, gemeinsam zwei Kompostierungsanlagen in der Nähe Kairos und bei Alexandria. Auf 30 Hektar produzieren diese jährlich ca. 85000 Tonnen rein biologisch hergestellten Kompost. Durch ihre Tätigkeit vermeiden sie nachweislich Methanemissionen, die bei einer herkömmlichen Entsorgung von Biomasse entstehen würden.

Neben der Errichtung von Kompostierungsanlagen ist der Wissenstransfer SEKEM ein besonderes Anliegen. Die SEKEM-Unternehmen arbeiten deshalb auch an der Verbesserung landwirtschaftlicher Arbeitspraktiken. In den Bereichen Bodenfruchtbarkeit, Biomasse-, Kohlenstoff- und Wassermanagement bieten die Partner in Ägypten Beratungsdienste und die Erstellung von CO2- und Wasserbilanzierungen an. Ihre Agrarwissenschaftler und Experten für Bodenkunde übermitteln zusätzlich ihr Wissen in Schulungskursen den lokal für die Kompostproduktion zuständigen Mitarbeitern und arbeiten an der ständigen Optimierung des Produktionsablaufs. Dies hat bereits dazu geführt das über 40% des produzierten Komposts an konventionelle landwirtschaftliche Betriebe geliefert wird, da diese von dem Kompost als Alternative zu Kunstdünger überzeugt sind. So wird SEKEMs Einsatz gegen Wüstenbildung über die Grenzen der Initiative hinausgetragen.

Durch Kompostierung unterstützte nachhaltige Landwirtschaft verfügt mit ihren vielfältigen positiven Auswirkungen auf landwirtschaftliche Böden über ein ausgezeichnetes Potenzial, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Sie trägt, richtig durchgeführt, nicht nur zur Vermeidung von Bodenerosion und zu einer besseren Ernährungsversorgung, sondern auch zu einem schonenderen Umgang mit knappen Ressourcen wie Wasser bei. Zusätzlich bietet sie unzähligen Landwirten in benachteiligten ländlichen Regionen auch eine sicherere Lebensgrundlage. Was zuvor als Abfall entsorgt wurde, wandelt sich zu wertvollem Rohmaterial, das zur Erhöhung von Einkommen, der Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Pflege der Kulturlandschaft beiträgt.

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Mit biodynamischer Landwirtschaft Wüsten wirksam bekämpfen
Welttag gegen Wüstenbildung

Biologisch-dynamische und nachhaltige Landwirtschaft ist die beste Methode, um dem Klimawandel entgegen zu wirken, so Helmy Abouleish, Geschäftsführer des Demeter-Partners SEKEM aus Ägypten. Auf der Mitgliederversammlung von Demeter Internetional wurde besonders die Tierhaltung als wichtiger Faktor für einen gesunden Boden und einen lebendigen Hoforganismus betont (mehr bei Demeter International). Auch am Welttag gegen Wüstenbildung am 17. Juni 2015 gilt für die ägyptische Initiative: ökologischer, speziell biologisch-dynamischer Landbau hilft, Wüstenbildung zu vermeiden. Er schützt unsere landwirtschaftlichen Böden durch:

  • höhere Wassereffizienz durch verbesserte Speicherkapazität. Biologisch-dynamische Böden kommen mit bis zu 40% weniger Wasser aus
  • höhere Energieeffizient durch Einsparung von chemischen Düngemitteln
  • die Rückgewinnung von Wüstenböden durch Kompost
  • die Abschwächung des Klimawandels durch Kohlenstoffbindungspotenzial im Boden ( Carbon Sink )
  • geringere Emissionen durch niedrigeren Energie-Input

Kompost schützt nicht nur den Boden, sondern auch das Klima, so Helmy Abouleish. Er mahnt an, mehr Anstrengungen auf den Bereich der Kompostierung und Bodenpflege zu verwenden, um die Rolle der Landwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel insgesamt zu stärken. Ihre Bedeutung werde bis heute nur unzureichend erkannt und kaum in internationalen Vereinbarungen berücksichtigt, so Abouleish.

Blumen in der Wüste

Seit 2007 beziehungsweise 2008 betreibt SEKEM mit seinem Partner, dem niederländischen Unternehmen Soil & More, gemeinsam zwei Kompostierungsanlagen in der Nähe Kairos und bei Alexandria. Auf 30 Hektar produzieren diese jährlich ca. 85000 Tonnen rein biologisch hergestellten Kompost. Durch ihre Tätigkeit vermeiden sie nachweislich Methanemissionen, die bei einer herkömmlichen Entsorgung von Biomasse entstehen würden.

Neben der Errichtung von Kompostierungsanlagen ist der Wissenstransfer SEKEM ein besonderes Anliegen. Die SEKEM-Unternehmen arbeiten deshalb auch an der Verbesserung landwirtschaftlicher Arbeitspraktiken. In den Bereichen Bodenfruchtbarkeit, Biomasse-, Kohlenstoff- und Wassermanagement bieten die Partner in Ägypten Beratungsdienste und die Erstellung von CO2- und Wasserbilanzierungen an. Ihre Agrarwissenschaftler und Experten für Bodenkunde übermitteln zusätzlich ihr Wissen in Schulungskursen den lokal für die Kompostproduktion zuständigen Mitarbeitern und arbeiten an der ständigen Optimierung des Produktionsablaufs. Dies hat bereits dazu geführt das über 40% des produzierten Komposts an konventionelle landwirtschaftliche Betriebe geliefert wird, da diese von dem Kompost als Alternative zu Kunstdünger überzeugt sind. So wird SEKEMs Einsatz gegen Wüstenbildung über die Grenzen der Initiative hinausgetragen.

Durch Kompostierung unterstützte nachhaltige Landwirtschaft verfügt mit ihren vielfältigen positiven Auswirkungen auf landwirtschaftliche Böden über ein ausgezeichnetes Potenzial, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Sie trägt, richtig durchgeführt, nicht nur zur Vermeidung von Bodenerosion und zu einer besseren Ernährungsversorgung, sondern auch zu einem schonenderen Umgang mit knappen Ressourcen wie Wasser bei. Zusätzlich bietet sie unzähligen Landwirten in benachteiligten ländlichen Regionen auch eine sicherere Lebensgrundlage. Was zuvor als Abfall entsorgt wurde, wandelt sich zu wertvollem Rohmaterial, das zur Erhöhung von Einkommen, der Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Pflege der Kulturlandschaft beiträgt.