Bauern und Bäuerinnen für eine nachhaltige Agrarwende: Auf nach Berlin!

Aufruf zur Demo „Wir haben es satt!“ am 17. Januar 2015 ab Potsdamer Platz

Bauern und Bäuerinnen für eine nachhaltige Agrarwende: Auf nach Berlin!

14.01.2015
Demeter-Banner auf der "Wir haben es satt"-Demo

Unser Ernährungssystem läuft aus dem Ruder und Opfer sind nicht zuletzt diejenigen, die die Lebensmittel erzeugen. Bodenspekulation und Konkurrenz durch Billigheimer, die auf Kosten von Umwelt, Gesundheit und Tierwohl produzieren, setzen die nachhaltig wirtschaftenden, bäuerlichen Betriebe unter Druck. Jedes Jahr geben in Europa Tausende landwirtschaftliche Betriebe auf – und in anderen Teilen der Welt sieht es nicht besser aus. Das haben wir satt. Wir gehen deshalb für eine Agrar- und Ernährungswende auf die Straße!

„Wir Bäuerinnen und Bauern brauchen faire Preise, denn nur so können wir nachhaltig wirtschaften und unsere Höfe erhalten“, betont AbL-Bundesvorsitzender Martin Schulz, Bauer und Neuland-Schweinehalter in Niedersachsen. „Dies gilt auch für unsere Berufskollegen im globalen Süden – deshalb demonstrieren wir im Bündnis mit Entwicklungsorganisationen. Weltweit genügend und gut zu essen gibt es nur mit einer großen Vielzahl von Bäuerinnen und Bauern.“

„Junge Leute, die in der ökologischen Landwirtschaft arbeiten wollen, brauchen Zugang zu Land und eine Perspektive. Bodenspekulationen treiben die Preise in die Höhe und Umweltleistungen werden kaum honoriert – dies vernichtet oft die Zuversicht und das Durchhaltevermögen der jungen Ökobauern“, so Sabine Obermaier, junge Bioland–Bäuerin. „Wir brauchen eine Agrar- und Bodenpolitik, die eine vielfältige und ökologische Landwirtschaft an die erste Stelle setzt. Dafür kommen viele von uns mit Enthusiasmus nach Berlin.“

„Die Nahrung zukünftiger Generationen können wir nur dann sichern, wenn wir im Einklang mit der Natur arbeiten und auf Vielfalt setzen. Deshalb brauchen wir Gesetze, die die Verwendung vielfältiger, standortangepasster Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen unterstützen, statt verbieten“, ergänzt Thomas Schmid, Demeter-Vorsitzender und Bauer aus Baden-Württemberg. „Wir brauchen zudem starke Gesetze, die unsere Ernten vor Verunreinigungen mit Gentechnik schützen. Eine Aufweichung von Umwelt- und Qualitätsstandards durch Freihandelsabkommen wie TTIP wäre inakzeptabel!“

„Die EU Agrarpolitik muss endlich klare Schritte in Richtung einer echten Nachhaltigkeit machen – damit eine umweltgerechte Landwirtschaft, sowie eine artgerechte Tierhaltung auch für alle Bauern die Basis wird“, so Jörg Hansen , Naturland-Bauer aus Schleswig-Holstein. „Dazu braucht es zum Beispiel mehr regionale Futtermittelerzeugung, wie es die Öko-Bauern machen sowie eine entschiedene Mittelverschiebung hin zu zielgerichteten und sinnvollen Agrarumweltmaßnahmen.“

Demonstrieren Sie mit uns für die Agrarwende! Los geht’s am 17. Januar ab 12 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin.

www.wir-haben-es-satt.de

Pressekontakte auf der Demo:

  • AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer, janssen[at]abl-ev[dot]de, Mobil: 0170 4964 684
  • Bioland, Gerald Wehde, Pressesprecher, gerald.wehde[at]bioland[dot]de, Mobil 0176 6003 0011
  • Demeter e.V. Antje Kölling, Politik und Öffentlichkeitsarbeit, antje.koelling[at]demeter[dot]de; Mobil: 0157 5824 9201
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Wir haben es satt
Demonstration
Protest
Agrarindustrie
TTIP
Gentechnik
Massentierhaltung
bäuerliche Landwirtschaft
14.01.2015
Bauern und Bäuerinnen für eine nachhaltige Agrarwende: Auf nach Berlin!
Aufruf zur Demo „Wir haben es satt!“ am 17. Januar 2015 ab Potsdamer Platz

Unser Ernährungssystem läuft aus dem Ruder und Opfer sind nicht zuletzt diejenigen, die die Lebensmittel erzeugen. Bodenspekulation und Konkurrenz durch Billigheimer, die auf Kosten von Umwelt, Gesundheit und Tierwohl produzieren, setzen die nachhaltig wirtschaftenden, bäuerlichen Betriebe unter Druck. Jedes Jahr geben in Europa Tausende landwirtschaftliche Betriebe auf – und in anderen Teilen der Welt sieht es nicht besser aus. Das haben wir satt. Wir gehen deshalb für eine Agrar- und Ernährungswende auf die Straße!

„Wir Bäuerinnen und Bauern brauchen faire Preise, denn nur so können wir nachhaltig wirtschaften und unsere Höfe erhalten“, betont AbL-Bundesvorsitzender Martin Schulz, Bauer und Neuland-Schweinehalter in Niedersachsen. „Dies gilt auch für unsere Berufskollegen im globalen Süden – deshalb demonstrieren wir im Bündnis mit Entwicklungsorganisationen. Weltweit genügend und gut zu essen gibt es nur mit einer großen Vielzahl von Bäuerinnen und Bauern.“

„Junge Leute, die in der ökologischen Landwirtschaft arbeiten wollen, brauchen Zugang zu Land und eine Perspektive. Bodenspekulationen treiben die Preise in die Höhe und Umweltleistungen werden kaum honoriert – dies vernichtet oft die Zuversicht und das Durchhaltevermögen der jungen Ökobauern“, so Sabine Obermaier, junge Bioland–Bäuerin. „Wir brauchen eine Agrar- und Bodenpolitik, die eine vielfältige und ökologische Landwirtschaft an die erste Stelle setzt. Dafür kommen viele von uns mit Enthusiasmus nach Berlin.“

„Die Nahrung zukünftiger Generationen können wir nur dann sichern, wenn wir im Einklang mit der Natur arbeiten und auf Vielfalt setzen. Deshalb brauchen wir Gesetze, die die Verwendung vielfältiger, standortangepasster Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen unterstützen, statt verbieten“, ergänzt Thomas Schmid, Demeter-Vorsitzender und Bauer aus Baden-Württemberg. „Wir brauchen zudem starke Gesetze, die unsere Ernten vor Verunreinigungen mit Gentechnik schützen. Eine Aufweichung von Umwelt- und Qualitätsstandards durch Freihandelsabkommen wie TTIP wäre inakzeptabel!“

„Die EU Agrarpolitik muss endlich klare Schritte in Richtung einer echten Nachhaltigkeit machen – damit eine umweltgerechte Landwirtschaft, sowie eine artgerechte Tierhaltung auch für alle Bauern die Basis wird“, so Jörg Hansen , Naturland-Bauer aus Schleswig-Holstein. „Dazu braucht es zum Beispiel mehr regionale Futtermittelerzeugung, wie es die Öko-Bauern machen sowie eine entschiedene Mittelverschiebung hin zu zielgerichteten und sinnvollen Agrarumweltmaßnahmen.“

Demonstrieren Sie mit uns für die Agrarwende! Los geht’s am 17. Januar ab 12 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin.

www.wir-haben-es-satt.de

Pressekontakte auf der Demo:

  • AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer, janssen[at]abl-ev[dot]de, Mobil: 0170 4964 684
  • Bioland, Gerald Wehde, Pressesprecher, gerald.wehde[at]bioland[dot]de, Mobil 0176 6003 0011
  • Demeter e.V. Antje Kölling, Politik und Öffentlichkeitsarbeit, antje.koelling[at]demeter[dot]de; Mobil: 0157 5824 9201