Welttag des Waldes

SEKEMs kombinierter Einsatz von Agroforst und biologischem Landbau schafft Oasen in der Wüste

Welttag des Waldes

21.03.2013

Zum Welttag des Waldes 2013 der Vereinten Nationen am 21. März unterstreicht die ägyptische SEKEM Initiative noch einmal praktisch die Bedeutung eines weltweiten Engagements gegen die Verwüstung durch gezielte und kombinierte Begrünungsprojekte. Im Rahmen der landwirtschaftlichen Erschließung der ägyptischen Wüsten setzt SEKEM nämlich nicht nur auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Auch die Neupflanzung von Bäumen, Sträuchern und anderen Gewächsen hat  nicht nur eine wirtschaftliche Bedeutung, sondern auch eine einstmals ungeahnte Wirkung für den Umweltschutz.

"Als wir vor rund 35 Jahren SEKEM begründeten begannen wir sofort mit der Pflanzung von Bäumen“, so Angela Hofmann, die in SEKEM die biologisch-dynamische Landwirtschaft verantwortet. „Wir wählten Casuarinen und Eukalyptus, da beide Sorten schnell wachsen und anspruchslos sind.“ Die Bäume sollten der Schaffung von Schatten für die mühsam bewässerten Nutzpflanzen und als Windbrecher in der ansonsten fast leeren Einöde dienen. Außerdem bieten sie wertvollen Schatten für Leben und Arbeiten. Im Laufe von drei Jahrzehnten entwickelten die jungen Schößlinge jedoch ungeahnte positive Wirkungen auf die Flora und Fauna der Wüste. Eine Zählung ergab, dass die Hecken und Haine auf der ursprünglichen SEKEM Farm rund 40 Arten von Vögeln und anderen Tieren Schutz bieten. Hinzu kommen viele Insektenarten. An vielen Tagen erfüllen ihre Rufe und ihr Gesang das ganze Areal der drei Quadratkilometer großen Farm. Die Wurzeln der Bäume beugen außerdem der Bodenerosion vor und fördern das Mikroklima unter ihren Kronen.

Ohne Aufforstung sei in den sensiblen Ökosystemen des ariden Ägypten keine Landwirtschaft möglich, betont Hofmann. „Aufgrund der guten Erfolge haben wir begonnen, Methoden des Agroforst systematisch zur Wüstenrückgewinnung einzusetzen. Man sieht an ihnen, wie wichtig das langfristige Engagement des Aufbaus und der Pflege neuen Lebens in eigentlich lebensfeindlichen Räumen ist“. Auf der großflächigen Wahat Farm in der westlichen Wüste sind 50 innerhalb der vergangenen 3 Jahre 50.000 Bäume gesetzt worden.

„Gezielte Aufforstungen in Verbindung mit anderen, den ökologisch förderlichen Maßnahmen wie dem Humusaufbau durch biologisch-dynamischen Kompost, der den Wasserverbrauch senkt und das Leben der Mikroorganismen im Boden aufbaut, sind das ideale Werkzeug, langsam aber stetig der Wüste verlorenes Land wieder abzuringen. Der Weg, den SEKEM in Ägypten beschreitet, könnte und sollte in mehr Ländern in größerem Stil angewandt werden“, empfiehlt Hofmann. Insgesamt hat SEKEM bisher rund 3.600 ha für den biologischen Landbau in Ägypten erschlossen.

Hintergrundinformationen:
Die Firmen der SEKEM-Gruppe sind Teil der 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish gegründeten SEKEM-Initiative für nachhaltige Entwicklung und produziert, verarbeitet und vermarktet biologische und biodynamische Lebensmittel, Textilien, pflanzliche Arzneimittel in Ägypten, der arabischen Welt und auf internationalen Märkten. SEKEM gilt als ägyptischer Bio-Pionier und wurde 2003 als „Business Modell für das 21. Jahrhundert“ und „Economy of Love“ mit dem Right Livelihood Award (auch bekannt als Alternativer Nobelpreis) ausgezeichnet. Mit einem Teil ihrer Gewinne finanzieren die SEKEM-Firmen die Aktivitäten der SEKEM Stiftung für Entwicklung, die Schulen, ein medizinisches Zentrum und eine Forschungsakademie in Ägypten betreibt. www.sekem.com

21.03.2013
Welttag des Waldes
SEKEMs kombinierter Einsatz von Agroforst und biologischem Landbau schafft Oasen in der Wüste

Zum Welttag des Waldes 2013 der Vereinten Nationen am 21. März unterstreicht die ägyptische SEKEM Initiative noch einmal praktisch die Bedeutung eines weltweiten Engagements gegen die Verwüstung durch gezielte und kombinierte Begrünungsprojekte. Im Rahmen der landwirtschaftlichen Erschließung der ägyptischen Wüsten setzt SEKEM nämlich nicht nur auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Auch die Neupflanzung von Bäumen, Sträuchern und anderen Gewächsen hat  nicht nur eine wirtschaftliche Bedeutung, sondern auch eine einstmals ungeahnte Wirkung für den Umweltschutz.

"Als wir vor rund 35 Jahren SEKEM begründeten begannen wir sofort mit der Pflanzung von Bäumen“, so Angela Hofmann, die in SEKEM die biologisch-dynamische Landwirtschaft verantwortet. „Wir wählten Casuarinen und Eukalyptus, da beide Sorten schnell wachsen und anspruchslos sind.“ Die Bäume sollten der Schaffung von Schatten für die mühsam bewässerten Nutzpflanzen und als Windbrecher in der ansonsten fast leeren Einöde dienen. Außerdem bieten sie wertvollen Schatten für Leben und Arbeiten. Im Laufe von drei Jahrzehnten entwickelten die jungen Schößlinge jedoch ungeahnte positive Wirkungen auf die Flora und Fauna der Wüste. Eine Zählung ergab, dass die Hecken und Haine auf der ursprünglichen SEKEM Farm rund 40 Arten von Vögeln und anderen Tieren Schutz bieten. Hinzu kommen viele Insektenarten. An vielen Tagen erfüllen ihre Rufe und ihr Gesang das ganze Areal der drei Quadratkilometer großen Farm. Die Wurzeln der Bäume beugen außerdem der Bodenerosion vor und fördern das Mikroklima unter ihren Kronen.

Ohne Aufforstung sei in den sensiblen Ökosystemen des ariden Ägypten keine Landwirtschaft möglich, betont Hofmann. „Aufgrund der guten Erfolge haben wir begonnen, Methoden des Agroforst systematisch zur Wüstenrückgewinnung einzusetzen. Man sieht an ihnen, wie wichtig das langfristige Engagement des Aufbaus und der Pflege neuen Lebens in eigentlich lebensfeindlichen Räumen ist“. Auf der großflächigen Wahat Farm in der westlichen Wüste sind 50 innerhalb der vergangenen 3 Jahre 50.000 Bäume gesetzt worden.

„Gezielte Aufforstungen in Verbindung mit anderen, den ökologisch förderlichen Maßnahmen wie dem Humusaufbau durch biologisch-dynamischen Kompost, der den Wasserverbrauch senkt und das Leben der Mikroorganismen im Boden aufbaut, sind das ideale Werkzeug, langsam aber stetig der Wüste verlorenes Land wieder abzuringen. Der Weg, den SEKEM in Ägypten beschreitet, könnte und sollte in mehr Ländern in größerem Stil angewandt werden“, empfiehlt Hofmann. Insgesamt hat SEKEM bisher rund 3.600 ha für den biologischen Landbau in Ägypten erschlossen.

Hintergrundinformationen:
Die Firmen der SEKEM-Gruppe sind Teil der 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish gegründeten SEKEM-Initiative für nachhaltige Entwicklung und produziert, verarbeitet und vermarktet biologische und biodynamische Lebensmittel, Textilien, pflanzliche Arzneimittel in Ägypten, der arabischen Welt und auf internationalen Märkten. SEKEM gilt als ägyptischer Bio-Pionier und wurde 2003 als „Business Modell für das 21. Jahrhundert“ und „Economy of Love“ mit dem Right Livelihood Award (auch bekannt als Alternativer Nobelpreis) ausgezeichnet. Mit einem Teil ihrer Gewinne finanzieren die SEKEM-Firmen die Aktivitäten der SEKEM Stiftung für Entwicklung, die Schulen, ein medizinisches Zentrum und eine Forschungsakademie in Ägypten betreibt. www.sekem.com