Keine Zukunft ohne fruchtbare Böden

Zum Weltbodentag

Keine Zukunft ohne fruchtbare Böden

05.12.2015
Landwirt auf Kürbis-Feld

Heute ist Weltbodentag und 2015 das internationale Jahr des Bodens. Beide sollen das Bewusstsein für die wertvolle & endliche Resource Boden schärfen und zu mehr Bodenschutz aufrufen. Auch Demeter-Landwirte leisten hier ihren Beitrag.

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), zu dessen Gründungsmitgliedern Demeter zählt, zum Weltbodentag am 5. Dezember 2015:

Quelle: BÖLW

„Fruchtbare Böden sind die zentrale Existenz-Voraussetzung für Menschen. Wo Böden zerstört werden, geraten ganze Gesellschaften aus dem Gleichgewicht und Menschen müssen ihre Heimat verlassen. Auch unsere Klimaziele sind ohne den aktiven Aufbau von fruchtbaren Böden unerreichbar. Wir müssen deshalb weltweit Böden vor ausbeuterischen Bewirtschaftungspraktiken schützen und sie stattdessen regenerieren. Den Weg zu einer zukunftsfähigen bodenschützenden Landwirtschaft weisen Bio-Bauern weltweit.“

Verlebendigung des Bodens im biodynamischen Landbau

Ein Ziel biodynamischer Bemühungen ist die Verlebendigung des Bodens. Nur in vitalem Boden können Nahrungsmittel harmonisch wachsen.

Der Bauer ernährt das Bodenleben, nicht die Pflanzen, lehrte Rudolf Steiner, der den Boden ein Organ der Landwirtschaft nannte. Der Boden ist das Verdauungsorgan der Pflanze. Der Demeter-Bauer ernährt das Bodenleben deshalb so, dass das belebte Erdige für die Pflanzenwurzeln verfügbar wird. Eine vielfältige Fruchtfolge trägt dazu bei, die Böden fruchtbar zu erhalten.

Hintergrund

Weltweit werden jährlich 10 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche durch schädliche Bewirtschaftung, die zu Erosion, Versalzung und Wüstenbildung führt, unwiederbringlich zerstört. Das entspricht fast der gesamten Ackerfläche Deutschlands.

Auch in Deutschland ist die Fruchtbarkeit der Böden gefährdet. Eingeschränkte Fruchtfolgen, Überdüngung, zu schwere Maschinen und der Einsatz von Pestiziden schädigen das Bodenleben – vom Regenwurm bis hin zu Pilzen und Bakterien.

Mit der Schädigung des Bodens wird seine Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, geschmälert. Trockenheitsprobleme nehmen zu. Der verstärkte oberflächliche Ablauf von Regenwasser befördert Überschwemmungen.

Fruchtbare Böden können durch Humusbildung der Atmosphäre Kohlenstoff entziehen und so den Klimawandel bremsen. Eine solche „Regenerative Landwirtschaft“ ist angesichts der damit einhergehenden Bedrohungen vielleicht sogar die wichtigste Eigenschaft des Bodens. Ökolandbau ist praktizierter Bodenschutz und zeigt, wie Ernährungssouveränität gesichert und Klimawandel gebremst werden können. Durch vielfältige Fruchtfolgen und durch humusbildende Düngung mit Mist und Kompost fördert Ökolandbau das Bodenleben. Auch der biologische Pflanzenschutz ohne chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide schont unsere Böden. Jeder zusätzliche Hektar Bio-Fläche ist deshalb ein Gewinn.

Diese Meldung beruht teilweise auf einer Pressemitteilung des BÖLW, bei dem Demeter Mitglied ist.

Tags: 
Boden
Keine Zukunft ohne fruchtbare Böden
Zum Weltbodentag

Heute ist Weltbodentag und 2015 das internationale Jahr des Bodens. Beide sollen das Bewusstsein für die wertvolle & endliche Resource Boden schärfen und zu mehr Bodenschutz aufrufen. Auch Demeter-Landwirte leisten hier ihren Beitrag.

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), zu dessen Gründungsmitgliedern Demeter zählt, zum Weltbodentag am 5. Dezember 2015:

Quelle: BÖLW

„Fruchtbare Böden sind die zentrale Existenz-Voraussetzung für Menschen. Wo Böden zerstört werden, geraten ganze Gesellschaften aus dem Gleichgewicht und Menschen müssen ihre Heimat verlassen. Auch unsere Klimaziele sind ohne den aktiven Aufbau von fruchtbaren Böden unerreichbar. Wir müssen deshalb weltweit Böden vor ausbeuterischen Bewirtschaftungspraktiken schützen und sie stattdessen regenerieren. Den Weg zu einer zukunftsfähigen bodenschützenden Landwirtschaft weisen Bio-Bauern weltweit.“

Verlebendigung des Bodens im biodynamischen Landbau

Ein Ziel biodynamischer Bemühungen ist die Verlebendigung des Bodens. Nur in vitalem Boden können Nahrungsmittel harmonisch wachsen.

Der Bauer ernährt das Bodenleben, nicht die Pflanzen, lehrte Rudolf Steiner, der den Boden ein Organ der Landwirtschaft nannte. Der Boden ist das Verdauungsorgan der Pflanze. Der Demeter-Bauer ernährt das Bodenleben deshalb so, dass das belebte Erdige für die Pflanzenwurzeln verfügbar wird. Eine vielfältige Fruchtfolge trägt dazu bei, die Böden fruchtbar zu erhalten.

Hintergrund

Weltweit werden jährlich 10 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche durch schädliche Bewirtschaftung, die zu Erosion, Versalzung und Wüstenbildung führt, unwiederbringlich zerstört. Das entspricht fast der gesamten Ackerfläche Deutschlands.

Auch in Deutschland ist die Fruchtbarkeit der Böden gefährdet. Eingeschränkte Fruchtfolgen, Überdüngung, zu schwere Maschinen und der Einsatz von Pestiziden schädigen das Bodenleben – vom Regenwurm bis hin zu Pilzen und Bakterien.

Mit der Schädigung des Bodens wird seine Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, geschmälert. Trockenheitsprobleme nehmen zu. Der verstärkte oberflächliche Ablauf von Regenwasser befördert Überschwemmungen.

Fruchtbare Böden können durch Humusbildung der Atmosphäre Kohlenstoff entziehen und so den Klimawandel bremsen. Eine solche „Regenerative Landwirtschaft“ ist angesichts der damit einhergehenden Bedrohungen vielleicht sogar die wichtigste Eigenschaft des Bodens. Ökolandbau ist praktizierter Bodenschutz und zeigt, wie Ernährungssouveränität gesichert und Klimawandel gebremst werden können. Durch vielfältige Fruchtfolgen und durch humusbildende Düngung mit Mist und Kompost fördert Ökolandbau das Bodenleben. Auch der biologische Pflanzenschutz ohne chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide schont unsere Böden. Jeder zusätzliche Hektar Bio-Fläche ist deshalb ein Gewinn.