Demeter fordert transparentere Mengenkennzeichnung für Speiseeis

Wettbewerbsnachteil für Qualitätseiscremes

Demeter fordert transparentere Mengenkennzeichnung für Speiseeis

13.10.2015
Eiscreme
Wie viel ist drin? Qualitativ hochwertiges Eis hat eine höhere Dichte. Deshalb sollte auf den Verpackungen das Gewicht, nicht das Volumen gekennzeichnet werden.

Die Fertigverpackungsverordnung wird derzeit an die EU Verordnung zur Information der Verbraucher über Lebensmittel (EU/1169/2011) angepasst. Im Zuge dieser Anpassung wird auch die Kennzeichnung der Nettofüllmenge von Speiseeis diskutiert. Die Füllmenge bei Speiseeis wird bisher in Deutschland nach Volumen gekennzeichnet, eine Kennzeichnung nach Gewicht wäre jedoch wünschenswert und konform mit der EU Verordnung.

Eiscreme wird gefroren, also in fester Form verkauft und konsumiert. Daher muss die Angabe der Nettofüllmenge laut Artikel 23 der EU Verordnung in Gewichtseinheiten erfolgen, denn ausschließlich bei flüssigen Erzeugnissen darf die Angabe in Volumeneinheiten erfolgen.

Für Luft bezahlen?

Demeter-Eis (gibt es von den Firmen Rachelli, Schrozberger und Helador sowie einigen Hof-Herstellern) ist ein qualitativ hochwertiges Eis mit relativ hoher Dichte. Bei vielen anderen Eismarken hingegen wird bei der Fertigung das Eis mit Stickstoff und stabilisierenden Zusatzstoffen stärker aufgeschlagen. Der dadurch in der Packung entstehende Luftaufschlag führt bei einer Kennzeichnung pro Liter dazu, dass der Verbraucher bei einem Liter Eis in vielen Fällen zur Hälfte für Luft bezahlt, ohne es zu wissen. Dies bedeutet einen Wettbewerbsnachteil für Qualitätseiscremes, weil diese dem Verbraucher bei einer Preis-pro-Menge- Kennzeichnung pro Liter unverhältnismäßig teurer erscheinen, während eine Kennzeichnung nach Gewicht einen faireren Wettbewerb herstellen würde. Deshalb fordert Demeter das Wirtschaftsministerium auf, bei der Füllmengenkennzeichnung keine Ausnahmeregelung für Speiseeis zu erwirken, sondern die Kennzeichnung nach Gewicht durchzusetzen, wie von der EU Lebensmittel-Informations-Verordnung vorgesehen.

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Demeter fordert transparentere Mengenkennzeichnung für Speiseeis
Wettbewerbsnachteil für Qualitätseiscremes

Die Fertigverpackungsverordnung wird derzeit an die EU Verordnung zur Information der Verbraucher über Lebensmittel (EU/1169/2011) angepasst. Im Zuge dieser Anpassung wird auch die Kennzeichnung der Nettofüllmenge von Speiseeis diskutiert. Die Füllmenge bei Speiseeis wird bisher in Deutschland nach Volumen gekennzeichnet, eine Kennzeichnung nach Gewicht wäre jedoch wünschenswert und konform mit der EU Verordnung.

Eiscreme wird gefroren, also in fester Form verkauft und konsumiert. Daher muss die Angabe der Nettofüllmenge laut Artikel 23 der EU Verordnung in Gewichtseinheiten erfolgen, denn ausschließlich bei flüssigen Erzeugnissen darf die Angabe in Volumeneinheiten erfolgen.

Für Luft bezahlen?

Demeter-Eis (gibt es von den Firmen Rachelli, Schrozberger und Helador sowie einigen Hof-Herstellern) ist ein qualitativ hochwertiges Eis mit relativ hoher Dichte. Bei vielen anderen Eismarken hingegen wird bei der Fertigung das Eis mit Stickstoff und stabilisierenden Zusatzstoffen stärker aufgeschlagen. Der dadurch in der Packung entstehende Luftaufschlag führt bei einer Kennzeichnung pro Liter dazu, dass der Verbraucher bei einem Liter Eis in vielen Fällen zur Hälfte für Luft bezahlt, ohne es zu wissen. Dies bedeutet einen Wettbewerbsnachteil für Qualitätseiscremes, weil diese dem Verbraucher bei einer Preis-pro-Menge- Kennzeichnung pro Liter unverhältnismäßig teurer erscheinen, während eine Kennzeichnung nach Gewicht einen faireren Wettbewerb herstellen würde. Deshalb fordert Demeter das Wirtschaftsministerium auf, bei der Füllmengenkennzeichnung keine Ausnahmeregelung für Speiseeis zu erwirken, sondern die Kennzeichnung nach Gewicht durchzusetzen, wie von der EU Lebensmittel-Informations-Verordnung vorgesehen.