Tierhaltung ohne Tierethik ist unserer Gesellschaft nicht würdig

Agrarwende muss bei der Tierhaltung ansetzen

Tierhaltung ohne Tierethik ist unserer Gesellschaft nicht würdig

16.01.2014

Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin stellte das AgrarBündnis – ein Bündnis von 24 Verbänden aus Landwirtschaft, Umweltschutz, Tierschutz und Entwicklungsarbeit – heute den Kritischen Agrarbericht 2014 vor und nahm Stellung zu aktuellen agrarpolitischen Themen. Schwerpunkt des 300-Seiten starken Jahrbuches ist diesmal die Tierhaltung.

Demeter-Vorstand Alexander Gerber betonte in der Pressekonferenz: Bio-Landbau ohne Tiere geht nicht. Es kommt auf das Wie an. Denn eine Tierhaltung ohne Tierethik ist unserer Gesellschaft nicht würdig.

Er unterstrich: Für die Haltung von Tieren gibt es gute Gründe: Nur tierischer Dung sichert dauerhaft hohe und stabile Erträge in einem System, das auf mineralischen Dünger verzichtet. Zurückgehende Erträge auf Bio-Marktfruchtbetrieben ohne Tierhaltung verdeutlichen diesen Zusammenhang.

Gerade die Milchvieh haltenden Betriebe sind besonders klimafreundlich, weil sie Humus im Boden aufbauen und damit über 200 kg Kohlenstoff pro Hektar und Jahr anreichern. Im Mittel der ökologischen Marktfruchtbetriebe ist hingegen von gleichbleibenden Humusgehalten auszugehen. Konventionelle Marktfruchtbetriebe weisen negative Humussalden von minus 150 kg Kohlenstoff je Hektar und Jahr aus. Das sind aktuellste Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Klimawirkungen des Bio-Landbaus unter Leitung von Prof. Hülsbergen (TU München).

Weltweit ist der Großteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche Grünland. Nur Wiederkäuer können seinen vom Menschen nicht verdaubaren Aufwuchs in wertvolles Fett und Eiweiß verwandeln.

Neben den Mineralien als stoffliche Grundlage bringen Pflanzen das Lebendige und Tiere die seelische Qualität in den landwirtschaftlichen Betrieb und damit auch in die Landschaft. Der Mensch fügt, indem er Landwirtschaft betreibt, dies alles ordnend zusammen. Dabei trägt er eine hohe ethische Verantwortung. Höchste Ansprüche an eine artgerechte, wesensgemäße Tierhaltung bilden hier den Maßstab für die Bio-Bauern. Zu unserem Ideal gehört eine Tierethik – die fehlt in unserer Gesellschaft.

Die vollständige Pressemeldung des Agrarbündnisses lesen Sie hier: http://bit.ly/1fB01Vz

16.01.2014
Tierhaltung ohne Tierethik ist unserer Gesellschaft nicht würdig
Agrarwende muss bei der Tierhaltung ansetzen

Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin stellte das AgrarBündnis – ein Bündnis von 24 Verbänden aus Landwirtschaft, Umweltschutz, Tierschutz und Entwicklungsarbeit – heute den Kritischen Agrarbericht 2014 vor und nahm Stellung zu aktuellen agrarpolitischen Themen. Schwerpunkt des 300-Seiten starken Jahrbuches ist diesmal die Tierhaltung.

Demeter-Vorstand Alexander Gerber betonte in der Pressekonferenz: Bio-Landbau ohne Tiere geht nicht. Es kommt auf das Wie an. Denn eine Tierhaltung ohne Tierethik ist unserer Gesellschaft nicht würdig.

Er unterstrich: Für die Haltung von Tieren gibt es gute Gründe: Nur tierischer Dung sichert dauerhaft hohe und stabile Erträge in einem System, das auf mineralischen Dünger verzichtet. Zurückgehende Erträge auf Bio-Marktfruchtbetrieben ohne Tierhaltung verdeutlichen diesen Zusammenhang.

Gerade die Milchvieh haltenden Betriebe sind besonders klimafreundlich, weil sie Humus im Boden aufbauen und damit über 200 kg Kohlenstoff pro Hektar und Jahr anreichern. Im Mittel der ökologischen Marktfruchtbetriebe ist hingegen von gleichbleibenden Humusgehalten auszugehen. Konventionelle Marktfruchtbetriebe weisen negative Humussalden von minus 150 kg Kohlenstoff je Hektar und Jahr aus. Das sind aktuellste Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu Klimawirkungen des Bio-Landbaus unter Leitung von Prof. Hülsbergen (TU München).

Weltweit ist der Großteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche Grünland. Nur Wiederkäuer können seinen vom Menschen nicht verdaubaren Aufwuchs in wertvolles Fett und Eiweiß verwandeln.

Neben den Mineralien als stoffliche Grundlage bringen Pflanzen das Lebendige und Tiere die seelische Qualität in den landwirtschaftlichen Betrieb und damit auch in die Landschaft. Der Mensch fügt, indem er Landwirtschaft betreibt, dies alles ordnend zusammen. Dabei trägt er eine hohe ethische Verantwortung. Höchste Ansprüche an eine artgerechte, wesensgemäße Tierhaltung bilden hier den Maßstab für die Bio-Bauern. Zu unserem Ideal gehört eine Tierethik – die fehlt in unserer Gesellschaft.

Die vollständige Pressemeldung des Agrarbündnisses lesen Sie hier: http://bit.ly/1fB01Vz