Traditionelle Handwerksbäcker spenden erneut 25.000 € an den Saatgutfonds

Gemeinschaftsaktion SAAT GUT BROT

Traditionelle Handwerksbäcker spenden erneut 25.000 € an den Saatgutfonds

08.07.2014
Übergabe des Spende an den Saatgutfond
Demeter-Bäckermeister Christian Lecht (Mitte rechts) überreichte 25.000 Einkorn-Samen an den Geschäftsführer des Saatgutfonds Oliver Willing (Mitte links). Jedes Korn steht für einen gespendeten Euro.

Mit der Gemeinschaftsaktion SAAT GUT BROT. haben erneut 44 Bäckereien, darunter auch zwölf Demeter-Bäckereien, in sechs Tagen über 25.000 € für die ökologischen Züchtungsinitiativen aufgebracht. Demeter-Bäcker Christian Lecht übergab die Spende an den Geschäftsführer des Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Oliver Willing.

Die Aktion wurde durch die Organisation Die Bäcker. Zeit für Geschmack e.V. initiiert und organisiert. Ernst Köhler, Inhaber der Vollkornbäckerei Köhler in Würzburg, formuliert als Resümee: „Das Thema Saatgut und Saatgutsouveränität, auch wenn die meisten Kunden diesen Begriff nicht direkt verwenden, rückt langsam stärker in die öffentliche Wahrnehmung. Wer darüber informiert ist, dass heute nur wenige Großkonzerne die globale Saatgutproduktion bestimmen, kommt schnell zu der Einsicht, dass kommerzielle Züchtungspraktiken zur Herstellung öffentlicher Güter kein optimaler Weg sind.“

Die Unterstützung durch Demeter-Bäckerein war groß. Zwölf biodynamische Bäckereien engagierten sich für die Vielfalt: Troll Ökologische Backwaren GmbH, Märkisches Landbrot, Bäckerei Mirlach, Backstube Bremen, Ährensache Vollkornbäckerei GmbH, Vollkornbäckerei Rasche, Biobäckerei Schomaker, Bio-Backhaus Wüst, Bäckerei Vollkern,Bäckerei Schubert Augsburg, Backwerk Hannover und Weichardt Brot GmbH.

Neben der Spende an den Saatgutfonds kamen bei der Auftaktveranstaltung zur SAAT GUT BROT. Aktion in Berlin knapp 2.000 € zusammen, die direkt einer Organisation von Kleinbauern und -Bäuerinnen aus sechs Dörfern in Nordmosambik zu Gute kommt. Saatgut droht weltweit von einem Gemeinschaftsgut der Bauern und Bäuerinnen in einen Rohstoff verwandelt zu werden, dessen Handel und Nutzen von einigen wenigen Konzernen dominiert wird. Das Aussterben unzähliger Kulturpflanzenarten und Sorten gefährdet die Zukunft des Saatgutes und die Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln. Mit der Freiheit des Saatgutes ist der freie Austausch von Wissen, Kultur, Traditionen und Ideenreichtum verbunden.

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Traditionelle Handwerksbäcker spenden erneut 25.000 € an den Saatgutfonds
Gemeinschaftsaktion SAAT GUT BROT

Mit der Gemeinschaftsaktion SAAT GUT BROT. haben erneut 44 Bäckereien, darunter auch zwölf Demeter-Bäckereien, in sechs Tagen über 25.000 € für die ökologischen Züchtungsinitiativen aufgebracht. Demeter-Bäcker Christian Lecht übergab die Spende an den Geschäftsführer des Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Oliver Willing.

Die Aktion wurde durch die Organisation Die Bäcker. Zeit für Geschmack e.V. initiiert und organisiert. Ernst Köhler, Inhaber der Vollkornbäckerei Köhler in Würzburg, formuliert als Resümee: „Das Thema Saatgut und Saatgutsouveränität, auch wenn die meisten Kunden diesen Begriff nicht direkt verwenden, rückt langsam stärker in die öffentliche Wahrnehmung. Wer darüber informiert ist, dass heute nur wenige Großkonzerne die globale Saatgutproduktion bestimmen, kommt schnell zu der Einsicht, dass kommerzielle Züchtungspraktiken zur Herstellung öffentlicher Güter kein optimaler Weg sind.“

Die Unterstützung durch Demeter-Bäckerein war groß. Zwölf biodynamische Bäckereien engagierten sich für die Vielfalt: Troll Ökologische Backwaren GmbH, Märkisches Landbrot, Bäckerei Mirlach, Backstube Bremen, Ährensache Vollkornbäckerei GmbH, Vollkornbäckerei Rasche, Biobäckerei Schomaker, Bio-Backhaus Wüst, Bäckerei Vollkern,Bäckerei Schubert Augsburg, Backwerk Hannover und Weichardt Brot GmbH.

Neben der Spende an den Saatgutfonds kamen bei der Auftaktveranstaltung zur SAAT GUT BROT. Aktion in Berlin knapp 2.000 € zusammen, die direkt einer Organisation von Kleinbauern und -Bäuerinnen aus sechs Dörfern in Nordmosambik zu Gute kommt. Saatgut droht weltweit von einem Gemeinschaftsgut der Bauern und Bäuerinnen in einen Rohstoff verwandelt zu werden, dessen Handel und Nutzen von einigen wenigen Konzernen dominiert wird. Das Aussterben unzähliger Kulturpflanzenarten und Sorten gefährdet die Zukunft des Saatgutes und die Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln. Mit der Freiheit des Saatgutes ist der freie Austausch von Wissen, Kultur, Traditionen und Ideenreichtum verbunden.