Solidarische Landwirtschaft – Jeder Hof ist anders

Planungshilfen für Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft – Jeder Hof ist anders

04.06.2014

Der Demeter-Hof Pente ist ein Gemeinschaftshof und wird seit Mai 2011 von einer solidarischen Landwirtschaft getragen. Langfristig kann der Hof so etwa 300 Menschen ernähren, die durch monatliche Beiträge die Landwirtschaft auf dem Hof finanzieren.  Diese Beiträge ermöglicht es den Bauern sich voll auf den biodynamischen Landbau zu konzentrieren. Der Verbraucher kann sich aktiv in die Landwirtschaft einbringen und einen transparenten Wirtschaftskreislauf mitgestalten.

Die aktiven und passiven Landwirte der Hofgemeinschaft Pente geben im folgenden Film eine kurze Einführung in die solidarische Landwirtschaft und erläutern, wie und warum sie zusammen Landwirtschaft betreiben.

CSA - Wie funktioniert das und wie lässt es sich planen?

CSA steht als Abkürzung für "Community Supported Agriculture", also gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft oder „Solidarische Landwirtschaft“.

Beim Aufbau eines CSA-Projektes gehen Erzeuger und Verbraucher ein Bündnis ein. Die Gemeinschaft ("Community") besteht aus  einer Gruppe von Verbrauchern, die besondere Ansprüche an die Erzeugung ihrer Lebensmittel stellen und aus einem Landwirt, der diese Ansprüch auf seinem Betrieb verwirklicht. Ein solcher Anspruch kann z.B. der Ökolandbau sein.

Die Verbraucher in einem CSA-Modell schließen mit dem Landwirt einen Vertrag ab. Mit ihrer Unterschrift unter den Kooperationsvertrag werden sie zu Mitgliedern der CSA-Gemeinschaft und beteiligen sich finanziell am Erfolg der Landwirtschaft. Üblich ist eine Bindung über ein Jahr, also für einen kompletten Zyklus von der Aussaat bis zur Ernte. Die Beiträge für die Gemeinschaft werden monatlich oder auch jährlich entrichtet. Ihre Höhe orientiert sich daran, welche Produkte und in welcher Menge auf dem gemeinschaftlich getragenen Betrieb erzeugt werden sollen.

Die Mitgliedsbeiträge aus der CSA-Gemeinschaft ermöglichen dem Landwirt, alle Produktionskosten des laufenden Wirtschaftsjahres vorzufinanzieren. Damit wird der Betrieb weitgehend unabhängig von Schwankungen der Marktpreise oder von Aufwendungen für den Kreditdienst. Auch das wirtschaftliche Risiko im Falle von Fehlernten verlagert sich von den Schultern des Landwirtes auf die gesamte CSA-Gemeinschaft. Die meisten CSA-Betriebe werden nach Kriterien des Ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Die Idee der nachhaltigen Landwirtschaft gehört mit zu den Gründungsgedanken der weltweiten CSA-Bewegung.

Planungshilfen für den Aufbau eines Gemeinschaftshofes

Jeder Hof ist anders und jede CSA-Gemeinschaft stellt unterschiedliche Ansprüche an das, was es gemeinsam zu Ernten gilt. Trotz aller Verschiedenheiten bei Bodenbeschaffenheit und Hofklima, der fachlichen Ausrichtung der aktiven Landwirte und den Ernährungsbedürfnissen der passiven Landwirte gilt eines doch immer: Es ist hilfreich, beim Start einer eigenen CSA-Gemeinschaft auf die Erfahrungen anderer Höfe zurück greifen zu können. Dies bietet die Internetseite www.makeCSA.org Dort findet man Planungshilfen und nützliche Vorlagen für eine solidarische Landwirtschaft.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

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CSA
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Solidarische Landwirtschaft – Jeder Hof ist anders
Planungshilfen für Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft

Der Demeter-Hof Pente ist ein Gemeinschaftshof und wird seit Mai 2011 von einer solidarischen Landwirtschaft getragen. Langfristig kann der Hof so etwa 300 Menschen ernähren, die durch monatliche Beiträge die Landwirtschaft auf dem Hof finanzieren.  Diese Beiträge ermöglicht es den Bauern sich voll auf den biodynamischen Landbau zu konzentrieren. Der Verbraucher kann sich aktiv in die Landwirtschaft einbringen und einen transparenten Wirtschaftskreislauf mitgestalten.

Die aktiven und passiven Landwirte der Hofgemeinschaft Pente geben im folgenden Film eine kurze Einführung in die solidarische Landwirtschaft und erläutern, wie und warum sie zusammen Landwirtschaft betreiben.

CSA - Wie funktioniert das und wie lässt es sich planen?

CSA steht als Abkürzung für "Community Supported Agriculture", also gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft oder „Solidarische Landwirtschaft“.

Beim Aufbau eines CSA-Projektes gehen Erzeuger und Verbraucher ein Bündnis ein. Die Gemeinschaft ("Community") besteht aus  einer Gruppe von Verbrauchern, die besondere Ansprüche an die Erzeugung ihrer Lebensmittel stellen und aus einem Landwirt, der diese Ansprüch auf seinem Betrieb verwirklicht. Ein solcher Anspruch kann z.B. der Ökolandbau sein.

Die Verbraucher in einem CSA-Modell schließen mit dem Landwirt einen Vertrag ab. Mit ihrer Unterschrift unter den Kooperationsvertrag werden sie zu Mitgliedern der CSA-Gemeinschaft und beteiligen sich finanziell am Erfolg der Landwirtschaft. Üblich ist eine Bindung über ein Jahr, also für einen kompletten Zyklus von der Aussaat bis zur Ernte. Die Beiträge für die Gemeinschaft werden monatlich oder auch jährlich entrichtet. Ihre Höhe orientiert sich daran, welche Produkte und in welcher Menge auf dem gemeinschaftlich getragenen Betrieb erzeugt werden sollen.

Die Mitgliedsbeiträge aus der CSA-Gemeinschaft ermöglichen dem Landwirt, alle Produktionskosten des laufenden Wirtschaftsjahres vorzufinanzieren. Damit wird der Betrieb weitgehend unabhängig von Schwankungen der Marktpreise oder von Aufwendungen für den Kreditdienst. Auch das wirtschaftliche Risiko im Falle von Fehlernten verlagert sich von den Schultern des Landwirtes auf die gesamte CSA-Gemeinschaft. Die meisten CSA-Betriebe werden nach Kriterien des Ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Die Idee der nachhaltigen Landwirtschaft gehört mit zu den Gründungsgedanken der weltweiten CSA-Bewegung.

Planungshilfen für den Aufbau eines Gemeinschaftshofes

Jeder Hof ist anders und jede CSA-Gemeinschaft stellt unterschiedliche Ansprüche an das, was es gemeinsam zu Ernten gilt. Trotz aller Verschiedenheiten bei Bodenbeschaffenheit und Hofklima, der fachlichen Ausrichtung der aktiven Landwirte und den Ernährungsbedürfnissen der passiven Landwirte gilt eines doch immer: Es ist hilfreich, beim Start einer eigenen CSA-Gemeinschaft auf die Erfahrungen anderer Höfe zurück greifen zu können. Dies bietet die Internetseite www.makeCSA.org Dort findet man Planungshilfen und nützliche Vorlagen für eine solidarische Landwirtschaft.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)