Solidarische Landwirtschaft – ein Konzept auch für bayerische Höfe?

Partnerschaft zwischen Landwirt und Verbraucher

Solidarische Landwirtschaft – ein Konzept auch für bayerische Höfe?

02.03.2015
Verbraucher ernten auf dem Feld
Hand in Hand mit dem Landwirt: Die Solidarische Landwirtschaft knüpft Beziehungen zwischen Landwirt und Verbraucher

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi oder auch CSA, von community-supported agriculture) ist ein Konzept für gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft. Dabei gründen Verbraucher und Landwirte auf lokaler, persönlicher Ebene eine Partnerschaft. Die Verbraucher ermöglichen dem Landwirt oder Gärtner z.B. durch Abnahmegarantien oder zinsgünstige Darlehen eine nachhaltige, von Marktzwängen befreite Bewirtschaftung seiner Flächen, werden vom Konsumenten zum Mit-Produzenten und sichern sich damit auch langfristig hochwertige Lebensmittel.

Offensichtlich interessieren sich jetzt auch in Bayern immer mehr Menschen für dieses seit den 80ern in den USA entwickelte Konzept. Treibende Kraft sind dabei die bewussten Verbraucher, die mehr Einblick in und Einfluss auf die Erzeugung ihrer Lebensmittel haben wollen und gleichzeitig die nicht-industrielle, biodynamische oder zumindest ökologische Landwirtschaft vor Ort unterstützen wollen. Während die bayerischen (Familien-)Betriebe dem Konzept bis vor wenigen Jahren noch mit Zurückhaltung begegnet sind, beteiligen sich nun mehr und mehr Höfe an dieser gesellschaftlichen Entwicklung.

In Regensburg und Nürnberg hat Demeter Bayern daher bereits im vergangenen November Infoveranstaltungen mit dem SoLaWi-erfahrenen Demeter-Landwirt Klaus Strüber angeboten. Dort haben jeweils über 30 Personen intensiv daran gearbeitet, wie die Praxis aussehen könnte. In Nürnberg wurden im letzten Jahr bereits vier SoLaWi (davon ein Demeter-Betrieb) gegründet, so dass man das Treffen auch zur Vernetzung der Alternativen nutzen konnte. In Regensburg hat sich noch während der Veranstaltung ein EU-Bio-Landwirt für einen SoLaWi-Probelauf in 2015 entschieden.

Anfang März finden nun in Schwaben und im Chiemgau die nächsten Veranstaltungen unter dem Motto „Make CSA – Grundlagen für den Start einer Wirtschaftsgemeinschaft“ statt. Dort wird es zuerst einen Impulsvortrag geben, warum SoLaWi so wichtig ist und wie das Konzept in der Praxis aussehen kann. Am Nachmittag ist dann Raum für die individuellen Fragen der Teilnehmenden.

Jeweils von 9:30-16:30 Uhr sind am 06.03. in Aichach bei Augsburg und am 07.03. in Prien am Chiemsee alle Interessierten – Verbraucher, Landwirte und Gärtner herzlich eingeladen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter www.demeter-bayern.de oder telefonisch unter 08167/95758-0.

Der Öko-Verband Demeter Bayern - Biologisch dynamische Vereinigung Bayern e.V. ist ein Zusammenschluss von 440 biologisch-dynamisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieben. Der Verein bietet seinen Mitgliedern Betreuung und Beratung in Theorie und Praxis der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise, fördert ihren Erfahrungsaustausch sowie Aus- und Fortbildung und Forschung. Die Betriebe wirtschaften nach den Demeter-Richtlinien, die erheblich über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen. Beispielsweise ist auf Demeter-Höfen nicht nur die Enthornung verboten, sondern auch die Zucht auf genetische Hornlosigkeit; Tierhaltung und 100% Bio-Fütterung sowie die Anwendung der Präparate sind verpflichtend.

Solidarische Landwirtschaft – ein Konzept auch für bayerische Höfe?
Partnerschaft zwischen Landwirt und Verbraucher

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi oder auch CSA, von community-supported agriculture) ist ein Konzept für gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft. Dabei gründen Verbraucher und Landwirte auf lokaler, persönlicher Ebene eine Partnerschaft. Die Verbraucher ermöglichen dem Landwirt oder Gärtner z.B. durch Abnahmegarantien oder zinsgünstige Darlehen eine nachhaltige, von Marktzwängen befreite Bewirtschaftung seiner Flächen, werden vom Konsumenten zum Mit-Produzenten und sichern sich damit auch langfristig hochwertige Lebensmittel.

Offensichtlich interessieren sich jetzt auch in Bayern immer mehr Menschen für dieses seit den 80ern in den USA entwickelte Konzept. Treibende Kraft sind dabei die bewussten Verbraucher, die mehr Einblick in und Einfluss auf die Erzeugung ihrer Lebensmittel haben wollen und gleichzeitig die nicht-industrielle, biodynamische oder zumindest ökologische Landwirtschaft vor Ort unterstützen wollen. Während die bayerischen (Familien-)Betriebe dem Konzept bis vor wenigen Jahren noch mit Zurückhaltung begegnet sind, beteiligen sich nun mehr und mehr Höfe an dieser gesellschaftlichen Entwicklung.

In Regensburg und Nürnberg hat Demeter Bayern daher bereits im vergangenen November Infoveranstaltungen mit dem SoLaWi-erfahrenen Demeter-Landwirt Klaus Strüber angeboten. Dort haben jeweils über 30 Personen intensiv daran gearbeitet, wie die Praxis aussehen könnte. In Nürnberg wurden im letzten Jahr bereits vier SoLaWi (davon ein Demeter-Betrieb) gegründet, so dass man das Treffen auch zur Vernetzung der Alternativen nutzen konnte. In Regensburg hat sich noch während der Veranstaltung ein EU-Bio-Landwirt für einen SoLaWi-Probelauf in 2015 entschieden.

Anfang März finden nun in Schwaben und im Chiemgau die nächsten Veranstaltungen unter dem Motto „Make CSA – Grundlagen für den Start einer Wirtschaftsgemeinschaft“ statt. Dort wird es zuerst einen Impulsvortrag geben, warum SoLaWi so wichtig ist und wie das Konzept in der Praxis aussehen kann. Am Nachmittag ist dann Raum für die individuellen Fragen der Teilnehmenden.

Jeweils von 9:30-16:30 Uhr sind am 06.03. in Aichach bei Augsburg und am 07.03. in Prien am Chiemsee alle Interessierten – Verbraucher, Landwirte und Gärtner herzlich eingeladen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter www.demeter-bayern.de oder telefonisch unter 08167/95758-0.

Der Öko-Verband Demeter Bayern - Biologisch dynamische Vereinigung Bayern e.V. ist ein Zusammenschluss von 440 biologisch-dynamisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieben. Der Verein bietet seinen Mitgliedern Betreuung und Beratung in Theorie und Praxis der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise, fördert ihren Erfahrungsaustausch sowie Aus- und Fortbildung und Forschung. Die Betriebe wirtschaften nach den Demeter-Richtlinien, die erheblich über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen. Beispielsweise ist auf Demeter-Höfen nicht nur die Enthornung verboten, sondern auch die Zucht auf genetische Hornlosigkeit; Tierhaltung und 100% Bio-Fütterung sowie die Anwendung der Präparate sind verpflichtend.