Seminar zur Wirksensorik von Lebensmitteln

Begeisterung im direkten Erleben der Wirkebene

Seminar zur Wirksensorik von Lebensmitteln

19.04.2016
Teilnehmer kosten rote Bete

Weit über den Geschmack hinaus - mit gezielten Übungen zur Selbstwahrnehmung führten Lebensmittelforscher Uwe Geier und Ernährungswissenschaftlerin Maike Ehrlichmann die Teilnehmenden des Demeter Akademie-Seminars „Qualität von Demeter-Lebensmitteln“ an die vielschichtigen Wirkungen auf Emotionen bzw. Befinden von Lebensmitteln heran. Die Teilnehmenden waren erstaunt über die breite Palette von Wirkungen, die sie direkt an sich selbst erfahren haben. Im theoretischen Teil wurde die gesundheitliche Relevanz solcher Sinneswahrnehmung im Kontext der aktuellen Ernährungswissenschaft gezeigt.

Lebensmittel regen den Geschmacks- und Geruchssinn an. Dies zu beschreiben, ist den meisten Menschen vertraut. Wirkungen von Lebensmitteln auf das eigene Befinden genauso differenziert wahrnehmen und beschreiben zu können, ist den meisten Menschen – so auch den Seminarteilnehmern - dann doch eine neue Erfahrung. Schon die Begriffe sind anders. In der Verkostung von zwei verschiedenen rote Beten wurde der Geschmack als süß, aromatisch oder nussig beschrieben. Die gleichen Proben in der Wirkung entfalteten sich in Begriffen wie voluminöser, stabilisierend, energetisch, straffend oder öffnend. Während der Geschmack uns eher zufällt, bedarf die Wahrnehmung der Wirkebene einer gewissen Aufmerksamkeit. Uwe Geier führte die Teilnehmenden daher mit Achtsamkeitsübungen an die Proben heran. In ruhiger Atmosphäre erfolgt die Verkostung, in den sich daran anschließenden Reflektionen staunten die Teilnehmenden immer wieder über ihre eigene Fähigkeit, ganz differenzierte Begriffe für das eigene Erleben zu finden. Verkostet und miteinander verglichen wurden Kartoffel, Möhre und Lichtyam. Kaffee und Schwarztee, verschiedene rote Beten, sowie verschiedene Zuckerproben.

Demeter Akademie: Wirkung

Eingeordnet wurden die Erfahrungen der Selbstschulung durch Maike Ehrlichmann in die aktuelle Suche nach der gesunden Ernährung. Ernüchternde Informationen aus der Wissenschaft waren etwa, dass die gesunde Ernährung momentan nicht evidenzbasiert zu benennen, ihr Einfluss auf die Gesundheit nicht quantifizierbar ist. In der Biodynamischen Landwirtschaft, der Gastronomie, dem Handel und der Demeter-Verarbeitung befassen wir uns intensiv mit dem Lebendigen und mit der Qualität von Lebensmitteln. Ist dies ein Widerspruch? Maike Ehrlichmann setzt der Vielfalt der Empfehlungen wie wir uns ernähren sollen bzw. der Verbote, wie wir uns nicht ernähren sollen, die Frage entgegen, wie Menschen tatsächlich selbstbestimmt essen können. Wahrnehmungsübungen, wie die der Wirksensorik, aber auch eine hochwertige Lebensmittelqualität sind Grundlage für das selbstbestimmte Essen. Uwe Geier spannte gekonnt den Bogen von der Selbstschulung der Teilnehmenden zu den aktuellen Forschungsergebnissen in diesem Bereich.

Die seelisch-körperliche Dimension gaben die Teilnehmenden durch ein überaus positives Feedback weiter. Für die meisten war es ein ganz neues Erleben und ein Erleben, dass den Respekt vor der Erzeugungsweise neu ins Bewusstsein genommen hat. Stärkend empfunden die Einsicht, sich beim Essen auf sich selbst zu verlassen zu können: selbstbestimmt und in Gelassenheit.

Seminar zur Wirksensorik von Lebensmitteln
Begeisterung im direkten Erleben der Wirkebene

Weit über den Geschmack hinaus - mit gezielten Übungen zur Selbstwahrnehmung führten Lebensmittelforscher Uwe Geier und Ernährungswissenschaftlerin Maike Ehrlichmann die Teilnehmenden des Demeter Akademie-Seminars „Qualität von Demeter-Lebensmitteln“ an die vielschichtigen Wirkungen auf Emotionen bzw. Befinden von Lebensmitteln heran. Die Teilnehmenden waren erstaunt über die breite Palette von Wirkungen, die sie direkt an sich selbst erfahren haben. Im theoretischen Teil wurde die gesundheitliche Relevanz solcher Sinneswahrnehmung im Kontext der aktuellen Ernährungswissenschaft gezeigt.

Lebensmittel regen den Geschmacks- und Geruchssinn an. Dies zu beschreiben, ist den meisten Menschen vertraut. Wirkungen von Lebensmitteln auf das eigene Befinden genauso differenziert wahrnehmen und beschreiben zu können, ist den meisten Menschen – so auch den Seminarteilnehmern - dann doch eine neue Erfahrung. Schon die Begriffe sind anders. In der Verkostung von zwei verschiedenen rote Beten wurde der Geschmack als süß, aromatisch oder nussig beschrieben. Die gleichen Proben in der Wirkung entfalteten sich in Begriffen wie voluminöser, stabilisierend, energetisch, straffend oder öffnend. Während der Geschmack uns eher zufällt, bedarf die Wahrnehmung der Wirkebene einer gewissen Aufmerksamkeit. Uwe Geier führte die Teilnehmenden daher mit Achtsamkeitsübungen an die Proben heran. In ruhiger Atmosphäre erfolgt die Verkostung, in den sich daran anschließenden Reflektionen staunten die Teilnehmenden immer wieder über ihre eigene Fähigkeit, ganz differenzierte Begriffe für das eigene Erleben zu finden. Verkostet und miteinander verglichen wurden Kartoffel, Möhre und Lichtyam. Kaffee und Schwarztee, verschiedene rote Beten, sowie verschiedene Zuckerproben.

Demeter Akademie: Wirkung

Eingeordnet wurden die Erfahrungen der Selbstschulung durch Maike Ehrlichmann in die aktuelle Suche nach der gesunden Ernährung. Ernüchternde Informationen aus der Wissenschaft waren etwa, dass die gesunde Ernährung momentan nicht evidenzbasiert zu benennen, ihr Einfluss auf die Gesundheit nicht quantifizierbar ist. In der Biodynamischen Landwirtschaft, der Gastronomie, dem Handel und der Demeter-Verarbeitung befassen wir uns intensiv mit dem Lebendigen und mit der Qualität von Lebensmitteln. Ist dies ein Widerspruch? Maike Ehrlichmann setzt der Vielfalt der Empfehlungen wie wir uns ernähren sollen bzw. der Verbote, wie wir uns nicht ernähren sollen, die Frage entgegen, wie Menschen tatsächlich selbstbestimmt essen können. Wahrnehmungsübungen, wie die der Wirksensorik, aber auch eine hochwertige Lebensmittelqualität sind Grundlage für das selbstbestimmte Essen. Uwe Geier spannte gekonnt den Bogen von der Selbstschulung der Teilnehmenden zu den aktuellen Forschungsergebnissen in diesem Bereich.

Die seelisch-körperliche Dimension gaben die Teilnehmenden durch ein überaus positives Feedback weiter. Für die meisten war es ein ganz neues Erleben und ein Erleben, dass den Respekt vor der Erzeugungsweise neu ins Bewusstsein genommen hat. Stärkend empfunden die Einsicht, sich beim Essen auf sich selbst zu verlassen zu können: selbstbestimmt und in Gelassenheit.