Der richtige Name für eine Kuh

20 Drittklässler besuchen mit der Sarah Wiener Stiftung den Demeter-Bornwiesenhof

Der richtige Name für eine Kuh

15.07.2016
Kinder mit Kalb "Muffin"
Foto: Sarah Wiener Stiftung

Muffin, das sei kein respektabler Name für eine Milchkuh, meint Andreas Jaschok, Demeter-Landwirt und Betriebsleiter des Bornwiesenhofs in Wilzenberg-Hußweiler im Hunsrück. Muffin ist anderthalb Wochen alt und die Tochter von Motte. Sie erhielt ihren – vorübergehenden – Kälbernamen von Kindern, die den Hof ein paar Tage zuvor besucht hatten. Die Drittklässler der Matthias-Grundschule aus Trier, die am 14. Juli im Rahmen einer Hoffahrt der Sarah Wiener Stiftung auf dem Bornwiesenhof zu Gast sind, wollen wissen, wie denn ein richtiger Kuh-Name sein muss. Andreas Jaschok überlegt. Ein Kuh-Name müsse eine gewisse Ernsthaftigkeit ausstrahlen und in diesem Namen müsse der Respekt, den die Menschen auf diesem Hof ihren Arbeitstieren gegenüber haben, zum Ausdruck kommen. Die 45 Milchkühe sind die wichtigsten Arbeiterinnen auf dem Demeter-Hof. Sie geben die Milch, aus der in der hofeigenen Käserei die Produkte des Hofs hergestellt werden.

Respekt für handwerklich hergestellte Lebensmittel will auch Meike Jaschok gegenüber den Kindern, die ihren Hof besuchen, vermitteln. Nachdem die Kinder mit Bauer Jaschok den Hof erkundet haben, geht es in die Joghurt-Werkstatt. Hier erleben die Kinder, die an ihrer Schule an einem dreimonatigen Kochkurs der Sarah Wiener Stiftung teilgenommen haben, wie man einen abgetropften Joghurt herstellt. Voller Andacht verschöpfen die Kinder unter Anleitung von Meike Jaschok den Joghurt, indem sie die Molke mit viel Geduld vermittels eines gitterartigen Siebes abtropfen lassen. Am Ende des Mini-Workshops darf jedes Kind den selbst hergestellten Joghurt zusammen mit seiner Lieblingsmarmelade mit nach Hause nehmen. Vorher aber haben sich die Kinder darauf geeinigt, dass Mira ein respektabler Name für das Kälbchen wäre. Andreas Jaschok ist mit der neuen Namenswahl einverstanden.

In diesem Jahr finden im Rahmen Koch- und Ernährungskurse der Sarah Wiener Stiftung bundesweit insgesamt 150 Fahrten zu Bauernhöfen statt. Der Demeter-Bornwiesenhof ist einer von 25 Partnerhöfen der Sarah Wiener Stiftung.

Mehr über die Hoffahrten der Sarah Wiener Stiftung

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20 Drittklässler besuchen mit der Sarah Wiener Stiftung den Demeter-Bornwiesenhof

Muffin, das sei kein respektabler Name für eine Milchkuh, meint Andreas Jaschok, Demeter-Landwirt und Betriebsleiter des Bornwiesenhofs in Wilzenberg-Hußweiler im Hunsrück. Muffin ist anderthalb Wochen alt und die Tochter von Motte. Sie erhielt ihren – vorübergehenden – Kälbernamen von Kindern, die den Hof ein paar Tage zuvor besucht hatten. Die Drittklässler der Matthias-Grundschule aus Trier, die am 14. Juli im Rahmen einer Hoffahrt der Sarah Wiener Stiftung auf dem Bornwiesenhof zu Gast sind, wollen wissen, wie denn ein richtiger Kuh-Name sein muss. Andreas Jaschok überlegt. Ein Kuh-Name müsse eine gewisse Ernsthaftigkeit ausstrahlen und in diesem Namen müsse der Respekt, den die Menschen auf diesem Hof ihren Arbeitstieren gegenüber haben, zum Ausdruck kommen. Die 45 Milchkühe sind die wichtigsten Arbeiterinnen auf dem Demeter-Hof. Sie geben die Milch, aus der in der hofeigenen Käserei die Produkte des Hofs hergestellt werden.

Respekt für handwerklich hergestellte Lebensmittel will auch Meike Jaschok gegenüber den Kindern, die ihren Hof besuchen, vermitteln. Nachdem die Kinder mit Bauer Jaschok den Hof erkundet haben, geht es in die Joghurt-Werkstatt. Hier erleben die Kinder, die an ihrer Schule an einem dreimonatigen Kochkurs der Sarah Wiener Stiftung teilgenommen haben, wie man einen abgetropften Joghurt herstellt. Voller Andacht verschöpfen die Kinder unter Anleitung von Meike Jaschok den Joghurt, indem sie die Molke mit viel Geduld vermittels eines gitterartigen Siebes abtropfen lassen. Am Ende des Mini-Workshops darf jedes Kind den selbst hergestellten Joghurt zusammen mit seiner Lieblingsmarmelade mit nach Hause nehmen. Vorher aber haben sich die Kinder darauf geeinigt, dass Mira ein respektabler Name für das Kälbchen wäre. Andreas Jaschok ist mit der neuen Namenswahl einverstanden.

In diesem Jahr finden im Rahmen Koch- und Ernährungskurse der Sarah Wiener Stiftung bundesweit insgesamt 150 Fahrten zu Bauernhöfen statt. Der Demeter-Bornwiesenhof ist einer von 25 Partnerhöfen der Sarah Wiener Stiftung.

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