EU-Kommission will Bio in Europa stärken, schafft aber neue Hürden

Revision der EU-Öko-Verordnung

EU-Kommission will Bio in Europa stärken, schafft aber neue Hürden

25.03.2014
Ökologisch bvewirtschafteter Acker
Neue Hürden für die ökologische Landwirtschaft in der EU-Öko-Verordnung?

Heute hat die EU-Kommission ihren Entwurf zur Revision der EU-Öko-Verordnung vorgelegt. Die zentralen Ziele der EU-Kommission: Hindernisse in der Entwicklung der Bio-Branche sollen beseitigt, das hohe Verbrauchervertrauen erhalten und ein fairer Wettbewerb sichergestellt werden.

Doch nicht alles an dem Kommissionsentwurf klingt so rosig. „Obwohl der Revisions-Entwurf wichtige Ansatzpunkte enthält, diese Ziele zu erreichen, schafft er gleichzeitig neue Hürden“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem auch Demeter angehört.

„Es kann nicht sein, dass Bio-Landwirte für mehr Umweltschutz bestraft werden. Genau dies schlägt die EU-Kommission vor“, so Löwenstein. „In Deutschland werden auf über 90 Prozent der Ackerflächen chemisch-synthetische Pestizide angewendet. Nun sollen die Bauern, die solche Stoffe nicht einsetzen wollen, dafür verantwortlich gemacht werden, dass ihre Ernte durch die Anwendung der Nachbarn belastet wird. Das stellt das Verursacherprinzip komplett auf den Kopf!“ Die Bio-Branche hat zudem eine Reihe von praxisgerechten Maßnahmen zur Weiterentwickelung der Bio-Kontrolle und des Importverfahrens vorgeschlagen, die noch in den Entwurf eingearbeitet werden sollten.

Der BÖLW fordert Landwirtschaftsminister Schmidt auf sich im Agrarrat für einen Rechtsrahmen stark zu machen, der keine neuen Hürden für mehr heimische Bio-Produktion schafft.

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EU-Kommission will Bio in Europa stärken, schafft aber neue Hürden
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Heute hat die EU-Kommission ihren Entwurf zur Revision der EU-Öko-Verordnung vorgelegt. Die zentralen Ziele der EU-Kommission: Hindernisse in der Entwicklung der Bio-Branche sollen beseitigt, das hohe Verbrauchervertrauen erhalten und ein fairer Wettbewerb sichergestellt werden.

Doch nicht alles an dem Kommissionsentwurf klingt so rosig. „Obwohl der Revisions-Entwurf wichtige Ansatzpunkte enthält, diese Ziele zu erreichen, schafft er gleichzeitig neue Hürden“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem auch Demeter angehört.

„Es kann nicht sein, dass Bio-Landwirte für mehr Umweltschutz bestraft werden. Genau dies schlägt die EU-Kommission vor“, so Löwenstein. „In Deutschland werden auf über 90 Prozent der Ackerflächen chemisch-synthetische Pestizide angewendet. Nun sollen die Bauern, die solche Stoffe nicht einsetzen wollen, dafür verantwortlich gemacht werden, dass ihre Ernte durch die Anwendung der Nachbarn belastet wird. Das stellt das Verursacherprinzip komplett auf den Kopf!“ Die Bio-Branche hat zudem eine Reihe von praxisgerechten Maßnahmen zur Weiterentwickelung der Bio-Kontrolle und des Importverfahrens vorgeschlagen, die noch in den Entwurf eingearbeitet werden sollten.

Der BÖLW fordert Landwirtschaftsminister Schmidt auf sich im Agrarrat für einen Rechtsrahmen stark zu machen, der keine neuen Hürden für mehr heimische Bio-Produktion schafft.