Agrarminister müssen Öko-Landbau besser fördern

Mehr tun für Bodenschutz

Agrarminister müssen Öko-Landbau besser fördern

17.03.2015
Demeter-Bauern auf einem Feld
Der ökologischer Landbau muss als wirkungsvollste Methode für dauerhaft fruchtbaren Boden gezielt gefördert werden (Foto: Hof Medewege)

Das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr der Böden und das Treffen der Länderagrarminister ist für Demeter Anlass zu klaren Forderungen an die Politik: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass ökologischer Landbau als wirkungsvollste Methode für dauerhaft fruchtbaren Boden gezielt gefördert wird. Dafür gilt es, umstellungswillige Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen. Außerdem muss der Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen mit seiner boden- und umweltschädigenden Praxis für ganz Deutschland ausgeschlossen werden.

„Der ökologische Landbau und dabei vor allem die Biodynamische Wirtschaftsweise von Demeter sind die besten Methoden, um Bodenschutz aktiv umzusetzen. Deshalb muss die Politik bessere Rahmenbedingungen für die Umstellung auf Ökolandbau schaffen. Wenn wir weitere Bäuerinnen und Bauern für diese Wirtschaftsweise gewinnen wollen, dürfen ihnen nicht noch zusätzliche Bürden auferlegt werden, wie sie durch eine komplette Neufassung der EU Öko-Verordnung drohen. Die Regeln und Kontrollen für den ökologischen Landbau müssen schrittweise verbessert werden. Eine totale Revision der Ökoverordnung produziert nur zusätzlichen bürokratischen Aufwand“, betont Demeter-Vorstand Alexander Gerber.

„Gentechnikfreiheit ist nicht nur existentielle Bedingung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft. Der Anbau von Gentechnikpflanzen geht immer mit einer boden- und umweltschädigenden Praxis einher. Deshalb fordern wir von Minister Schmidt und seinen Länderkollegen das klare Bekenntnis für ein bundesweites Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen. Deutschland muss diese Möglichkeit der EU-Gesetzgebung nutzen, um dem Gentechanbau einen Riegel vorzuschieben“, fordert Antje Kölling, bei Demeter verantwortlich für die politische Arbeit.

Hintergrund

Die Länderagrarministerkonferenz findet vom 18. bis 20. März 2015 in Bad Homburg statt. Neben einer Aussprache zum Jahr des Bodens stehen unter anderem die Novelle der EU-Ökoverordnung und die nationale Umsetzung der GVO-Anbauverbote auf der Tagesordnung. 2015 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Damit will die UN die Aufmerksamkeit auf dieses für das natürliche Ökosystem wie die Landwirtschaft bedeutsame Element lenken. Für Demeter-Landwirte ist der Boden wichtige Grundlage für die Entwicklung des Hoforganismus, in dem alle Bereiche (Minerale, Pflanzen, Tiere und Menschen) miteinander in Wechselbeziehung stehen.

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Boden
Gentechnik
17.03.2015
Agrarminister müssen Öko-Landbau besser fördern
Mehr tun für Bodenschutz

Das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr der Böden und das Treffen der Länderagrarminister ist für Demeter Anlass zu klaren Forderungen an die Politik: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass ökologischer Landbau als wirkungsvollste Methode für dauerhaft fruchtbaren Boden gezielt gefördert wird. Dafür gilt es, umstellungswillige Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen. Außerdem muss der Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen mit seiner boden- und umweltschädigenden Praxis für ganz Deutschland ausgeschlossen werden.

„Der ökologische Landbau und dabei vor allem die Biodynamische Wirtschaftsweise von Demeter sind die besten Methoden, um Bodenschutz aktiv umzusetzen. Deshalb muss die Politik bessere Rahmenbedingungen für die Umstellung auf Ökolandbau schaffen. Wenn wir weitere Bäuerinnen und Bauern für diese Wirtschaftsweise gewinnen wollen, dürfen ihnen nicht noch zusätzliche Bürden auferlegt werden, wie sie durch eine komplette Neufassung der EU Öko-Verordnung drohen. Die Regeln und Kontrollen für den ökologischen Landbau müssen schrittweise verbessert werden. Eine totale Revision der Ökoverordnung produziert nur zusätzlichen bürokratischen Aufwand“, betont Demeter-Vorstand Alexander Gerber.

„Gentechnikfreiheit ist nicht nur existentielle Bedingung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft. Der Anbau von Gentechnikpflanzen geht immer mit einer boden- und umweltschädigenden Praxis einher. Deshalb fordern wir von Minister Schmidt und seinen Länderkollegen das klare Bekenntnis für ein bundesweites Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen. Deutschland muss diese Möglichkeit der EU-Gesetzgebung nutzen, um dem Gentechanbau einen Riegel vorzuschieben“, fordert Antje Kölling, bei Demeter verantwortlich für die politische Arbeit.

Hintergrund

Die Länderagrarministerkonferenz findet vom 18. bis 20. März 2015 in Bad Homburg statt. Neben einer Aussprache zum Jahr des Bodens stehen unter anderem die Novelle der EU-Ökoverordnung und die nationale Umsetzung der GVO-Anbauverbote auf der Tagesordnung. 2015 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Damit will die UN die Aufmerksamkeit auf dieses für das natürliche Ökosystem wie die Landwirtschaft bedeutsame Element lenken. Für Demeter-Landwirte ist der Boden wichtige Grundlage für die Entwicklung des Hoforganismus, in dem alle Bereiche (Minerale, Pflanzen, Tiere und Menschen) miteinander in Wechselbeziehung stehen.