Ökolandbau unterstützen

Attraktive Beteiligungsmöglichkeiten

Ökolandbau unterstützen

15.05.2015
Eine Landwirtin auf dem Feld
Foto: Andreashof www.lichtyam.de

Der Ökolandbau wäre ohne Freunde und Förderer nicht da, wo er heute steht. Auch künftig braucht er Unterstützer, vor allem bei nachhaltigen Innovationen. Der Demeter e.V. ermöglicht es VerbraucherInnen, mit einer Fördermitgliedschaft die Qualitätssicherung und -entwicklung im Verband finanziell und ideell zu unterstützen. Häufig müssen Höfe und Flächen – oft nur gepachtet – für die ökologische Bewirtschaftung gesichert werden und es entwickeln sich Träger für ökologische Regionalentwicklung. Wie und wo kann ich außerdem sinnvoll in biodynamische Landwirtschaft investieren? Verschiedene Modelle und Formen sind im Folgenden aufgeführt:

Land verpachten

Wer Land besitzt, kann es bevorzugt Ökobauern verpachten. Wer Einfluss auf Entscheidungen von Kommune oder Kirche hat, kann dazu beitragen. Demeter hat sogar dazu aufgerufen, damit nicht alles an Biogasbauern geht, die wegen der staatlichen Förderung mehr zahlen können. Pachtpreise sind je Hektar regional und nach Nutzungstauglichkeit (Gemüseland, Acker, Grünland) unterschiedlich.


Leihgeld

Vorfinanzieren gegen Verbrauchsanteil

Menschen tun sich zusammen und finanzieren den Aufwand bis zur Ernte vor, werden so zu Co-Bauern. Das heißt solidarische oder gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft (in den USA: CSA). Die monatliche Summe wird auf einer Jahresversammlung gemäß Anbauplan, Kosten und Teilnehmern ermittelt. Diese bekommen dafür alle Ernteprodukte und verteilen sie unter sich, ernten manchmal auch mit. Hier sind viele Varianten möglich. www.solidarische-landwirtschaft.org

Landkauf

Viele Bio-Höfe kaufen inzwischen Land, um ihre Zukunft zu sichern. Die Ansätze zur Finanzierung sind unterschiedlich: Manche übertragen das Eigentum an Land und z.T. auch Gebäuden und Inventar an einen gemeinnützigen Träger – an dem man sich dann beteiligen kann. 

Inzwischen gibt es hier auch organisierte Modelle bzw. Vermittler:

• Bodenfonds der GLS-Bank
Kulturland Genossenschaft:
BioBodenGesellschaft mbH & Co. KG

Genussscheine

Wer investiert, hilft bei einer kleineren oder größeren Investition, z.B. Kauf von Kühen, Maschinen oder Bau eines Stalls in einem klar definierten Rahmen: Genussscheine sind Wertpapiere. Abzinsung meist in Naturalien, Rückzahlung je nach Vereinbarung: in der Regel gibt es einen Prospekt, der Investition und Gegenleistung beschreibt.
Manchmal auch in Form von zum Beispiel:  „Kuh-Aktien“

"Genussinvest" beispielsweise vermittelt zwischen potenziellen Geldgebern und Bauern: Rosenstrasse 8, 83209 Prien, Stephan Illi: si[ / at \ ]stephanilli [ / dot \ ] de, 0170-9396288

Aktien

Manche Höfe bzw. daraus entstandene Initiativen sind Aktiengesellschaften, um ihrem ideellen Anliegen eine finanzielle Startbasis zu geben. Sie sind allerdings nicht börsennotiert; das heißt Verkauf geht nur unter Bekannten, manchmal nur mit Mitsprache der AG: Dividende ist mal Cash, mal gesellschaftlicher Mehrwert, je nachdem. Überregional aktiv sind:
www.bingenheimersaatgut.de
www.regionalwert-ag.de


Schenkgeld 

Stiftungen

Um ökologische Bewirtschaftung unabhängig von den der familiären Situation bzw. Zukunft zu sichern bzw. auch bei Neugründungen führen manche Betriebe das immobile Eigentum in eine i.d.R. gemeinnützige Stiftung. Das ist Schenkgeld für den, der es gibt.

Spenden für Forschung, Züchtung, Bildung

Ökolandbau ist eine Frage der Bildung, weniger der technischen Mittel. Nach wie vor müssen Forschungsfragen von Bauern und freien Wissenschaftlern bzw. Züchtern gelöst werden, die dazu finanzielle Unterstützung brauchen. Biodynamische Forschung gar erhält bislang keine staatlichen Fördermittel. Es sind die in den Bio-Verbänden organisierten Pioniere und ihre Förderer, die den Ökolandbau so weit entwickelt haben:

www.forschungsring.de
www.demeter.de
www.saatgutfonds.de
www.tierzuchtfonds.de

Wie finde ich einen Hof, einen Bauern?

Eine Übersicht zu Projekten und Ansprechpartner in Baden-Württemberg finden Sie hier


Ausarbeitung: Michael Olbrich-Majer, Zeitschrift und Verlag Lebendige Erde
Leitung Abteilung Agrar- und Ernährungskultur Demeter e.V.

Tags: 
Ökolandbau
Beteiligung
solidarische Landwirtschaft
Solawi
CSA
Ökolandbau unterstützen
Attraktive Beteiligungsmöglichkeiten

Der Ökolandbau wäre ohne Freunde und Förderer nicht da, wo er heute steht. Auch künftig braucht er Unterstützer, vor allem bei nachhaltigen Innovationen. Der Demeter e.V. ermöglicht es VerbraucherInnen, mit einer Fördermitgliedschaft die Qualitätssicherung und -entwicklung im Verband finanziell und ideell zu unterstützen. Häufig müssen Höfe und Flächen – oft nur gepachtet – für die ökologische Bewirtschaftung gesichert werden und es entwickeln sich Träger für ökologische Regionalentwicklung. Wie und wo kann ich außerdem sinnvoll in biodynamische Landwirtschaft investieren? Verschiedene Modelle und Formen sind im Folgenden aufgeführt:

Land verpachten

Wer Land besitzt, kann es bevorzugt Ökobauern verpachten. Wer Einfluss auf Entscheidungen von Kommune oder Kirche hat, kann dazu beitragen. Demeter hat sogar dazu aufgerufen, damit nicht alles an Biogasbauern geht, die wegen der staatlichen Förderung mehr zahlen können. Pachtpreise sind je Hektar regional und nach Nutzungstauglichkeit (Gemüseland, Acker, Grünland) unterschiedlich.


Leihgeld

Vorfinanzieren gegen Verbrauchsanteil

Menschen tun sich zusammen und finanzieren den Aufwand bis zur Ernte vor, werden so zu Co-Bauern. Das heißt solidarische oder gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft (in den USA: CSA). Die monatliche Summe wird auf einer Jahresversammlung gemäß Anbauplan, Kosten und Teilnehmern ermittelt. Diese bekommen dafür alle Ernteprodukte und verteilen sie unter sich, ernten manchmal auch mit. Hier sind viele Varianten möglich. www.solidarische-landwirtschaft.org

Landkauf

Viele Bio-Höfe kaufen inzwischen Land, um ihre Zukunft zu sichern. Die Ansätze zur Finanzierung sind unterschiedlich: Manche übertragen das Eigentum an Land und z.T. auch Gebäuden und Inventar an einen gemeinnützigen Träger – an dem man sich dann beteiligen kann. 

Inzwischen gibt es hier auch organisierte Modelle bzw. Vermittler:

• Bodenfonds der GLS-Bank
Kulturland Genossenschaft:
BioBodenGesellschaft mbH & Co. KG

Genussscheine

Wer investiert, hilft bei einer kleineren oder größeren Investition, z.B. Kauf von Kühen, Maschinen oder Bau eines Stalls in einem klar definierten Rahmen: Genussscheine sind Wertpapiere. Abzinsung meist in Naturalien, Rückzahlung je nach Vereinbarung: in der Regel gibt es einen Prospekt, der Investition und Gegenleistung beschreibt.
Manchmal auch in Form von zum Beispiel:  „Kuh-Aktien“

"Genussinvest" beispielsweise vermittelt zwischen potenziellen Geldgebern und Bauern: Rosenstrasse 8, 83209 Prien, Stephan Illi: si@stephanilli [ / dot \ ] de, 0170-9396288

Aktien

Manche Höfe bzw. daraus entstandene Initiativen sind Aktiengesellschaften, um ihrem ideellen Anliegen eine finanzielle Startbasis zu geben. Sie sind allerdings nicht börsennotiert; das heißt Verkauf geht nur unter Bekannten, manchmal nur mit Mitsprache der AG: Dividende ist mal Cash, mal gesellschaftlicher Mehrwert, je nachdem. Überregional aktiv sind:
www.bingenheimersaatgut.de
www.regionalwert-ag.de


Schenkgeld 

Stiftungen

Um ökologische Bewirtschaftung unabhängig von den der familiären Situation bzw. Zukunft zu sichern bzw. auch bei Neugründungen führen manche Betriebe das immobile Eigentum in eine i.d.R. gemeinnützige Stiftung. Das ist Schenkgeld für den, der es gibt.

Spenden für Forschung, Züchtung, Bildung

Ökolandbau ist eine Frage der Bildung, weniger der technischen Mittel. Nach wie vor müssen Forschungsfragen von Bauern und freien Wissenschaftlern bzw. Züchtern gelöst werden, die dazu finanzielle Unterstützung brauchen. Biodynamische Forschung gar erhält bislang keine staatlichen Fördermittel. Es sind die in den Bio-Verbänden organisierten Pioniere und ihre Förderer, die den Ökolandbau so weit entwickelt haben:

www.forschungsring.de
www.demeter.de
www.saatgutfonds.de
www.tierzuchtfonds.de

Wie finde ich einen Hof, einen Bauern?

Eine Übersicht zu Projekten und Ansprechpartner in Baden-Württemberg finden Sie hier


Ausarbeitung: Michael Olbrich-Majer, Zeitschrift und Verlag Lebendige Erde
Leitung Abteilung Agrar- und Ernährungskultur Demeter e.V.