Wachstum & Qualität – Chance oder Widerspruch?

10. Öko-Junglandwirte-Tagung in Fulda

Wachstum & Qualität – Chance oder Widerspruch?

06.10.2015
Junge Frau mit Tomatensträuchern
Bild: Hof Medewege

Vom 13. bis 15. November 2015 treffen sich erneut über 150 Öko-Junglandwirte sowie Landwirtschaftsschüler, Lehrlinge und Studierende mit Interesse am Ökolandbau in Fulda zur mittlerweile zehnten „Öko-Junglandwirte-Tagung“, die Demeter als Kooperationspartner unterstützt. Der Titel der diesjährigen Tagung lautet: „Wachstum vs Qualität?“.

Es geht um die entscheidenden Fragen im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Qualität. Die Ansprüche der Verbraucher an ökologisch und fair erzeugte Lebensmittel steigen, das Wohl der landwirtschaftlichen Nutztiere steht dabei im Fokus und so finden „Kükentöten“ und „überflüssige“ Bullenkälber kaum noch Akzeptanz. In verschiedenen Arbeitsgruppen sollen Themen wie Nischenproduktion und Innovationen, Bio 3.0 - Zukunft des Ökolandbaus und die Ess- und Einkaufsgewohnheiten einer ganzen Generation aufgegriffen werden. Weitere Fragen sind:

  • Wie steht es mit der Weiterentwicklung der ökologischen Tierzucht im Bezug auf eine nachhaltigere Einbindung der Tiere in landwirtschaftliche Kreisläufe (Zweinutzung)?
  • Wie entwickelt sich bei immer weiter wachsenden Erzeugungs- und Verarbeitungsstrukturen die innere Qualität der Lebensmittel?
  • Können z.B. bildschaffende Methoden hier Aufschluss geben?
  • Wie steht es um die Diskrepanz zwischen heimischer Produktion und ständig wachsender Nachfrage nach Biolebensmitteln sowie daraus resultierender steigender Importe?
  • Können ganze Regionen daran arbeiten, den Ökolandbau quantitativ und qualitativ weiter zu entwickeln?

Zusammen mit außergewöhnlichen konventionellen Landwirten wollen wir uns auch die Frage stellen: „Muss man ‚Bio sein‘, um Qualität zu erzeugen?“

Eingeleitet wird die Tagung mit einem Eröffnungsvortrag von Karl Ludwig Schweisfurth (Begründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten und der Schweisfurth Stiftung), der als einer der prägenden Pioniere unserer heutigen Biobewegung eine spannende Biographie vorzuweisen hat. Dabei greifen wir sein Motto auf: „Lieber halb so viel, aber doppelt so gut!“.

Abgerundet wird das Wochenende wieder mit einer spannenden und fachlich kompetenten Diskussionsrunde. Bei der Tagung geht es aber nicht nur um die Meinung der Experten – vor allem die Gedanken und Ideen der Junglandwirte selbst sind in Gruppenarbeiten und diversen Workshops gefragt.

Die Öko-Junglandwirte-Tagung wird von der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) veranstaltet und in Zusammenarbeit mit dem FiBL Deutschland e.V. organisiert. Verschiedene Bioanbauverbände und Unternehmen unterstützen die Veranstaltung tatkräftig. Die Tagung wird seit 2006 jährlich weitgehend ehrenamtlich von Junglandwirten organisiert, um der kommenden Generation des Ökolandbaus eine Plattform für Fortbildung, Austausch, Diskussion und Vernetzung zu bieten.

Anmeldeschluss ist der 2. November 2015

Nähere Informationen hier.

Seminar für Junglandwirte bei der Demeter Akademie

Direkt vor der Öko-Junglandwirte-Tagung findet in Fulda ein Seminar der Demeter Akademie statt. Ein Workshop für alle jungen Menschen die in Demeter-Betrieben arbeiten, für Menschen, die in Demeter-Betriebe einsteigen möchten bzw. einen Demeter-Betrieb jetzt oder bald übernehmen. Das zweitägige Seminar startet am Donnerstag, den 12. November. Mit dabei sind Simone Helmle, Clemens Gabriel, Michael Olbrich-Majer und Alexander Gerber. Mehr Informationen hier.

Diese Meldung beruht auf einer Presseerklärung der Öko-Junglandwirte-Tagung, die Demeter als Kooperationspartner unterstützt.

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10. Öko-Junglandwirte-Tagung in Fulda

Vom 13. bis 15. November 2015 treffen sich erneut über 150 Öko-Junglandwirte sowie Landwirtschaftsschüler, Lehrlinge und Studierende mit Interesse am Ökolandbau in Fulda zur mittlerweile zehnten „Öko-Junglandwirte-Tagung“, die Demeter als Kooperationspartner unterstützt. Der Titel der diesjährigen Tagung lautet: „Wachstum vs Qualität?“.

Es geht um die entscheidenden Fragen im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Qualität. Die Ansprüche der Verbraucher an ökologisch und fair erzeugte Lebensmittel steigen, das Wohl der landwirtschaftlichen Nutztiere steht dabei im Fokus und so finden „Kükentöten“ und „überflüssige“ Bullenkälber kaum noch Akzeptanz. In verschiedenen Arbeitsgruppen sollen Themen wie Nischenproduktion und Innovationen, Bio 3.0 - Zukunft des Ökolandbaus und die Ess- und Einkaufsgewohnheiten einer ganzen Generation aufgegriffen werden. Weitere Fragen sind:

  • Wie steht es mit der Weiterentwicklung der ökologischen Tierzucht im Bezug auf eine nachhaltigere Einbindung der Tiere in landwirtschaftliche Kreisläufe (Zweinutzung)?
  • Wie entwickelt sich bei immer weiter wachsenden Erzeugungs- und Verarbeitungsstrukturen die innere Qualität der Lebensmittel?
  • Können z.B. bildschaffende Methoden hier Aufschluss geben?
  • Wie steht es um die Diskrepanz zwischen heimischer Produktion und ständig wachsender Nachfrage nach Biolebensmitteln sowie daraus resultierender steigender Importe?
  • Können ganze Regionen daran arbeiten, den Ökolandbau quantitativ und qualitativ weiter zu entwickeln?

Zusammen mit außergewöhnlichen konventionellen Landwirten wollen wir uns auch die Frage stellen: „Muss man ‚Bio sein‘, um Qualität zu erzeugen?“

Eingeleitet wird die Tagung mit einem Eröffnungsvortrag von Karl Ludwig Schweisfurth (Begründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten und der Schweisfurth Stiftung), der als einer der prägenden Pioniere unserer heutigen Biobewegung eine spannende Biographie vorzuweisen hat. Dabei greifen wir sein Motto auf: „Lieber halb so viel, aber doppelt so gut!“.

Abgerundet wird das Wochenende wieder mit einer spannenden und fachlich kompetenten Diskussionsrunde. Bei der Tagung geht es aber nicht nur um die Meinung der Experten – vor allem die Gedanken und Ideen der Junglandwirte selbst sind in Gruppenarbeiten und diversen Workshops gefragt.

Die Öko-Junglandwirte-Tagung wird von der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) veranstaltet und in Zusammenarbeit mit dem FiBL Deutschland e.V. organisiert. Verschiedene Bioanbauverbände und Unternehmen unterstützen die Veranstaltung tatkräftig. Die Tagung wird seit 2006 jährlich weitgehend ehrenamtlich von Junglandwirten organisiert, um der kommenden Generation des Ökolandbaus eine Plattform für Fortbildung, Austausch, Diskussion und Vernetzung zu bieten.

Anmeldeschluss ist der 2. November 2015

Nähere Informationen hier.

Seminar für Junglandwirte bei der Demeter Akademie

Direkt vor der Öko-Junglandwirte-Tagung findet in Fulda ein Seminar der Demeter Akademie statt. Ein Workshop für alle jungen Menschen die in Demeter-Betrieben arbeiten, für Menschen, die in Demeter-Betriebe einsteigen möchten bzw. einen Demeter-Betrieb jetzt oder bald übernehmen. Das zweitägige Seminar startet am Donnerstag, den 12. November. Mit dabei sind Simone Helmle, Clemens Gabriel, Michael Olbrich-Majer und Alexander Gerber. Mehr Informationen hier.