Für mehr Bio aus Europa, gegen eine Totalrevision der EU-Öko-Verordnung!

Bio-Branche stellt „Nürnberger Erklärung“ zum Stopp der Kommissionspläne vor

Für mehr Bio aus Europa, gegen eine Totalrevision der EU-Öko-Verordnung!

10.02.2015
Landwirtinnen pflanzen Setzlinge ein
Den Weg bereiten für mehr biodynamische und biologische Landwirtschaft

Mit der „Nürnberger Erklärung“ fordern die Bio-Verbände zum Auftakt der internationalen Bio-Messe, BIOFACH, von der EU-Kommission, -Ministerrat und -Parlament eine Abkehr von der Totalrevision der EU-Öko-Verordnung. Demeter ist Erstunterzeichner der „Nürnberger Erklärung

Europas Bürger wollen immer mehr Bio. Doch die deutschen Öko-Flächen wachsen längst nicht so stark wie die Nachfrage. Dennoch hält EU-Agrarkommissar Phil Hogan an den Kommissionsplänen für eine komplett neue EU-Öko-Verordnung fest, die den Ökolandbau in Europa massiv schrumpfen würde. „Wir sprechen uns dafür aus, dass das Öko-Recht auf Basis der bestehenden bewährten Verordnung weiterentwickelt wird. Die völlige Neufassung des Öko-Rechts, die zuletzt erst 2007 erfolgte, bringt nichts als Rechtsunsicherheit“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). „Die Bio-Branche ist nicht nur ein prosperierender Wirtschaftsbereich, der für viele Arbeitsplätze sorgt und zu einer Stärkung des ländlichen Raumes beiträgt. Die Bio-Sektor sorgt auch dafür, dass Lebensmittel umweltschonend hergestellt werden, Grundwasser sauber und Artenvielfalt erhalten bleiben“, so Löwenstein.

Für den BÖLW-Vorsitzenden, Demeter und die anderen Unterzeichner der „Nürnberger Erklärung“ sind die Pläne der EU-Kommission, spezielle Grenzwerte für Kontaminationen mit Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft einzuführen, ein K.O.-Kriterium. Löwenstein: „Mit Bio-Grenzwerten würden Öko-Produzenten für das Verhalten ihrer Nachbarn in Haftung genommen. Das stellt nicht nur das Verursacherprinzip auf den Kopf, sondern verhindert massiv Umstellungen. Denn ein solch hohes Risiko wird kaum ein Landwirt eingehen wollen!“

Die "Nürnberger Erklärung" können Sie hier unterzeichnen.

Diese Meldung berut auf einer Presseerklärung des BÖLW, dem Dachverband der Bio-Verbände zu dessen Gründungsmitgliedern Demeter zählt.

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EU-Öko-Verordnung
Für mehr Bio aus Europa, gegen eine Totalrevision der EU-Öko-Verordnung!
Bio-Branche stellt „Nürnberger Erklärung“ zum Stopp der Kommissionspläne vor

Mit der „Nürnberger Erklärung“ fordern die Bio-Verbände zum Auftakt der internationalen Bio-Messe, BIOFACH, von der EU-Kommission, -Ministerrat und -Parlament eine Abkehr von der Totalrevision der EU-Öko-Verordnung. Demeter ist Erstunterzeichner der „Nürnberger Erklärung

Europas Bürger wollen immer mehr Bio. Doch die deutschen Öko-Flächen wachsen längst nicht so stark wie die Nachfrage. Dennoch hält EU-Agrarkommissar Phil Hogan an den Kommissionsplänen für eine komplett neue EU-Öko-Verordnung fest, die den Ökolandbau in Europa massiv schrumpfen würde. „Wir sprechen uns dafür aus, dass das Öko-Recht auf Basis der bestehenden bewährten Verordnung weiterentwickelt wird. Die völlige Neufassung des Öko-Rechts, die zuletzt erst 2007 erfolgte, bringt nichts als Rechtsunsicherheit“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). „Die Bio-Branche ist nicht nur ein prosperierender Wirtschaftsbereich, der für viele Arbeitsplätze sorgt und zu einer Stärkung des ländlichen Raumes beiträgt. Die Bio-Sektor sorgt auch dafür, dass Lebensmittel umweltschonend hergestellt werden, Grundwasser sauber und Artenvielfalt erhalten bleiben“, so Löwenstein.

Für den BÖLW-Vorsitzenden, Demeter und die anderen Unterzeichner der „Nürnberger Erklärung“ sind die Pläne der EU-Kommission, spezielle Grenzwerte für Kontaminationen mit Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft einzuführen, ein K.O.-Kriterium. Löwenstein: „Mit Bio-Grenzwerten würden Öko-Produzenten für das Verhalten ihrer Nachbarn in Haftung genommen. Das stellt nicht nur das Verursacherprinzip auf den Kopf, sondern verhindert massiv Umstellungen. Denn ein solch hohes Risiko wird kaum ein Landwirt eingehen wollen!“

Die "Nürnberger Erklärung" können Sie hier unterzeichnen.

Diese Meldung berut auf einer Presseerklärung des BÖLW, dem Dachverband der Bio-Verbände zu dessen Gründungsmitgliedern Demeter zählt.