Bürger-Aktien für ökologische Landwirtschaft und gute Lebensmittel aus der Region

Neue Wirtschaftsmodell für Hamburg und Schleswig-Holstein

Bürger-Aktien für ökologische Landwirtschaft und gute Lebensmittel aus der Region

16.03.2015
Die Regionalwert AG schafft die Basis für Netzwerk-Produkte - wie diesen Demeter-Käse

Die Regionalwert AG Hamburg gibt ab dem 18.3.2015 öffentlich neue Bürger-Aktien aus. Die Aktiengesellschaft will bis zu fünf Millionen Euro in die Land- und Lebensmittelwirtschaft Schleswig-Holsteins und der Metropolregion Hamburg investieren – vom Bauernhof bis zum Einzelhändler. Ihre Investitionen richten sich dabei nach ökologischen und sozialen Kriterien. Ziel ist ein regionaler, unternehmerischer Verbund vom Acker bis zum Teller, in dem die Betriebe eng zusammenarbeiten.

Vorstand Ulf Schönheim: „Wir wollen die Land- und Lebensmittelwirtschaft in der Region auf gesunde Füße stellen. Kleine, nachhaltig wirtschaftende Betriebe sollen wieder eine Perspektive bekommen.“ Die Regionalwert AG Hamburg will ihre künftigen Partnerbetriebe zu einem Verbund vernetzen, indem sie sich untereinander möglichst viel Produkte abnehmen. Schönheim: „Unser Ziel: Kooperation statt Kostendruck. Dafür wollen wir einen regionalen Verbund vom Acker bis zum Teller aufbauen, in dem alle dieselben Interessen haben – vom Aktionär bis zum Verbraucher.“

Es müsse Schluss sein mit Schuldzuweisungen, so Schönheim: „Der Verbraucher zeigt mit dem Finger auf die Landwirte und die Lebensmittelbranche. Die Landwirte beschweren sich über den Handel, der die Preise drückt. Und der Handel sagt, der Verbraucher will es aber billig. Da wollen wir raus.“

Ulf Schönheim weiter: „Dazu kommt: Das Geld der Aktionäre bleibt in der Region. Und es wirkt langfristig: Denn wir wollen die Betriebe so aufstellen, dass sie auch in fünfzig Jahren noch vernünftig wirtschaften können.“ Vorbild ist die Regionalwert AG Freiburg, die von  Demeter-Gärtner Christian Hiß gegründet wurde und bereits seit 2006 existiert.

Der Regionalwert AG Hamburg liegen bereits zahlreiche Anfragen von Investoren und Betrieben vor. Unter den Betrieben sind mehrere Bio-Höfe, Weiterverarbeiter und Händler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Ulf Schönheim: „Die Nachfrage ist erfreulich hoch – sowohl bei Aktienkäufern als auch bei Betrieben. Die regionale Land- und Lebensmittelwirtschaft hat einen großen Eigenkapitalbedarf. Dazu kommen die Vorteile, die die Regionalwert-Idee den Betrieben bietet: enge Zusammenarbeit und ein direkter Marktzugang. Denn die Regionalwert-Aktionäre sind gleichzeitig auch Kunden, die ein großes Interesse daran haben, dass es den Regionalwert-Betrieben gut geht.“ Sobald absehbar ist, wie viel Eigenkapital der Regionalwert AG Hamburg zur Verfügung steht, will die Bürger-Aktiengesellschaft erste Investitionen beschließen und so den Wertschöpfungsverbund aufbauen.

Der von der Bafin gebilligte Wertpapierprospekt steht unter www.regionalwert-hamburg.de/aktien zur Verfügung. Eine Aktie kostet 500 Euro plus fünf Prozent Agio für die Prospektierungskosten. Die Aktien sind ausschließlich bei der Regionalwert AG Hamburg selbst erhältlich. Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert. Neue Aktionäre können ab dem 18. März Aktien zeichnen. Zuvor haben die bestehenden Aktionäre die Gelegenheit, ihre Anteile zu erhöhen. Die Regionalwert AG Hamburg gibt vinkulierte Namensaktien aus. Das heißt, die Aktionäre sind der AG namentlich bekannt. Sie können ihre Aktien nur verkaufen, wenn die Regionalwert AG Hamburg zustimmt. Für die Gesellschaft ist das ein Schutz, um nicht von Dritten übernommen zu werden. Darüber hinaus ist das Stimmrecht einzelner Aktionäre in der Hauptversammlung satzungsgemäß auf maximal 20 Prozent der Stimmen beschränkt.

Neben der sozialen und ökologischen Rendite strebt Regionalwert AG Hamburg mittelfristig auch finanzielle Rückflüsse für die Aktionäre an. Vorstand Ulf Schönheim: „Wir wollen eine Rendite, die auf sozialer und ökologischer Basis erwirtschaftet wird – und nicht auf dem Rücken von Dritten. Das heißt aber auch: Die Regionalwert-Aktien sind nichts für Renditejäger. Den regionalen Verbund aufzubauen kostet erst einmal Geld, bevor es Früchte trägt.“ Die Regionalwert AG Hamburg wird ihr Konzept in den nächsten Wochen in der Region vorstellen. Erste Termine stehen bereits fest.

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Bürger-Aktien für ökologische Landwirtschaft und gute Lebensmittel aus der Region
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Die Regionalwert AG Hamburg gibt ab dem 18.3.2015 öffentlich neue Bürger-Aktien aus. Die Aktiengesellschaft will bis zu fünf Millionen Euro in die Land- und Lebensmittelwirtschaft Schleswig-Holsteins und der Metropolregion Hamburg investieren – vom Bauernhof bis zum Einzelhändler. Ihre Investitionen richten sich dabei nach ökologischen und sozialen Kriterien. Ziel ist ein regionaler, unternehmerischer Verbund vom Acker bis zum Teller, in dem die Betriebe eng zusammenarbeiten.

Vorstand Ulf Schönheim: „Wir wollen die Land- und Lebensmittelwirtschaft in der Region auf gesunde Füße stellen. Kleine, nachhaltig wirtschaftende Betriebe sollen wieder eine Perspektive bekommen.“ Die Regionalwert AG Hamburg will ihre künftigen Partnerbetriebe zu einem Verbund vernetzen, indem sie sich untereinander möglichst viel Produkte abnehmen. Schönheim: „Unser Ziel: Kooperation statt Kostendruck. Dafür wollen wir einen regionalen Verbund vom Acker bis zum Teller aufbauen, in dem alle dieselben Interessen haben – vom Aktionär bis zum Verbraucher.“

Es müsse Schluss sein mit Schuldzuweisungen, so Schönheim: „Der Verbraucher zeigt mit dem Finger auf die Landwirte und die Lebensmittelbranche. Die Landwirte beschweren sich über den Handel, der die Preise drückt. Und der Handel sagt, der Verbraucher will es aber billig. Da wollen wir raus.“

Ulf Schönheim weiter: „Dazu kommt: Das Geld der Aktionäre bleibt in der Region. Und es wirkt langfristig: Denn wir wollen die Betriebe so aufstellen, dass sie auch in fünfzig Jahren noch vernünftig wirtschaften können.“ Vorbild ist die Regionalwert AG Freiburg, die von  Demeter-Gärtner Christian Hiß gegründet wurde und bereits seit 2006 existiert.

Der Regionalwert AG Hamburg liegen bereits zahlreiche Anfragen von Investoren und Betrieben vor. Unter den Betrieben sind mehrere Bio-Höfe, Weiterverarbeiter und Händler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Ulf Schönheim: „Die Nachfrage ist erfreulich hoch – sowohl bei Aktienkäufern als auch bei Betrieben. Die regionale Land- und Lebensmittelwirtschaft hat einen großen Eigenkapitalbedarf. Dazu kommen die Vorteile, die die Regionalwert-Idee den Betrieben bietet: enge Zusammenarbeit und ein direkter Marktzugang. Denn die Regionalwert-Aktionäre sind gleichzeitig auch Kunden, die ein großes Interesse daran haben, dass es den Regionalwert-Betrieben gut geht.“ Sobald absehbar ist, wie viel Eigenkapital der Regionalwert AG Hamburg zur Verfügung steht, will die Bürger-Aktiengesellschaft erste Investitionen beschließen und so den Wertschöpfungsverbund aufbauen.

Der von der Bafin gebilligte Wertpapierprospekt steht unter www.regionalwert-hamburg.de/aktien zur Verfügung. Eine Aktie kostet 500 Euro plus fünf Prozent Agio für die Prospektierungskosten. Die Aktien sind ausschließlich bei der Regionalwert AG Hamburg selbst erhältlich. Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert. Neue Aktionäre können ab dem 18. März Aktien zeichnen. Zuvor haben die bestehenden Aktionäre die Gelegenheit, ihre Anteile zu erhöhen. Die Regionalwert AG Hamburg gibt vinkulierte Namensaktien aus. Das heißt, die Aktionäre sind der AG namentlich bekannt. Sie können ihre Aktien nur verkaufen, wenn die Regionalwert AG Hamburg zustimmt. Für die Gesellschaft ist das ein Schutz, um nicht von Dritten übernommen zu werden. Darüber hinaus ist das Stimmrecht einzelner Aktionäre in der Hauptversammlung satzungsgemäß auf maximal 20 Prozent der Stimmen beschränkt.

Neben der sozialen und ökologischen Rendite strebt Regionalwert AG Hamburg mittelfristig auch finanzielle Rückflüsse für die Aktionäre an. Vorstand Ulf Schönheim: „Wir wollen eine Rendite, die auf sozialer und ökologischer Basis erwirtschaftet wird – und nicht auf dem Rücken von Dritten. Das heißt aber auch: Die Regionalwert-Aktien sind nichts für Renditejäger. Den regionalen Verbund aufzubauen kostet erst einmal Geld, bevor es Früchte trägt.“ Die Regionalwert AG Hamburg wird ihr Konzept in den nächsten Wochen in der Region vorstellen. Erste Termine stehen bereits fest.