Nachhaltige Bodennutzung

Mit Ökolandbau Böden weltweit schützen

Nachhaltige Bodennutzung

29.11.2012

„Wer sich mit nachhaltiger Bodennutzung beschäftigt, muss über ökologischen Landbau sprechen“, betont der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Felix Prinz zu Löwenstein anlässlich der 1. Welt-Boden-Woche (Global Soil Week), die kürzlich in Berlin zu Ende ging „Der Ökologische Landbau schützt Ackerböden und verbessert die Bodenfruchtbarkeit – in Deutschland und weltweit. Und nur intakte Böden können dauerhaft stabile Erträge liefern und CO2 speichern.“

Boden ist nicht nur eine lebensnotwendige sondern gleichzeitig eine äußerst stiefmütterlich behandelte Ressource. Weltweit gehen pro Jahr mehr als 24 Mio. Tonnen durch Erosion, Wüstenbildung oder Versiegelung verloren; allein in Deutschland sind ein Siebtel der Ackerflächen von Erosion betroffen – zu viel, um dauerhaft die Herausforderungen der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und des Klimawandels zu meistern.

Der Erhalt und die Verbesserung des fruchtbaren Bodens stellt die Grundlage des ökologischen Anbausystems dar. Ökolandbau fördert aktiv die Regeneration der organischen Bodensubstanz durch Ausbringen von organischem Dünger und durch Fruchtfolgen mit einem hohen Anteil an Fruchtbarkeit mehrenden Pflanzenarten. Das führt zu einer höheren biologischen Bodenaktivität und einem stabileren Bodengefüge und hilft daher Erosion zu verringern. Verstärkt wird das durch die für den Ökolandbau typische Bodenbedeckung (Zwischenfruchtanbau, Untersaaten, mehrjähriger Feldfutterbau). „Die aktive Verbesserung der Bodenqualität, der Schutz vor Erosion und die verbesserte Wasserspeicherung sind der Schlüssel für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Landnutzung und damit Voraussetzung für die Bekämpfung von Hunger und Klimawandel – bei uns aber auch in den ärmeren Ländern des Südens“, sagt Löwenstein.

In der industriellen Landwirtschaft wird mit dem Einsatz von mineralischem Stickstoffdünger und dem Anbau von Monokulturen immer noch auf das falsche Pferd gesetzt. Zwar können so kurzfristig höhere Erträge erzielt oder durch den Umbruch von Grünland und Mooren mehr Ackerflächen geschaffen werden, die langfristig resultierende Verminderung der Bodenqualität durch Verlust an organisch aktiver Substanz und das Freisetzen von klimaschädlichen CO2 aus den umgebrochenen Flächen wirken jedoch sowohl der Sicherung stabiler Erträge als auch der Vermeidung von landwirtschaftlichen Emissionen entgegen.

Hintergrund:
Mehr als 300 internationale Akteure aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren während der Welt-Boden-Woche über Wege zu nachhaltigem Bodenmanagement und zukunftsfähiger Landbewirtschaftung. Die Experten – darunter Vertreter der Welternährungsorganisation (FAO), der UN-Entwicklungshilfeorganisation (UNEP), EU-Kommission und Umweltbundesamt – die auf Einladung des Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) zusammen kommen, erarbeiten einen Aktionsplan, der als Grundlagenpapier für einen zukunftsfähigen Umgang mit der Ressource Boden genutzt werden und auf die Verhandlungen der anstehenden Klimakonferenz in Doha einwirken soll.

www.boelw.de

29.11.2012
Nachhaltige Bodennutzung
Mit Ökolandbau Böden weltweit schützen

„Wer sich mit nachhaltiger Bodennutzung beschäftigt, muss über ökologischen Landbau sprechen“, betont der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Felix Prinz zu Löwenstein anlässlich der 1. Welt-Boden-Woche (Global Soil Week), die kürzlich in Berlin zu Ende ging „Der Ökologische Landbau schützt Ackerböden und verbessert die Bodenfruchtbarkeit – in Deutschland und weltweit. Und nur intakte Böden können dauerhaft stabile Erträge liefern und CO2 speichern.“

Boden ist nicht nur eine lebensnotwendige sondern gleichzeitig eine äußerst stiefmütterlich behandelte Ressource. Weltweit gehen pro Jahr mehr als 24 Mio. Tonnen durch Erosion, Wüstenbildung oder Versiegelung verloren; allein in Deutschland sind ein Siebtel der Ackerflächen von Erosion betroffen – zu viel, um dauerhaft die Herausforderungen der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und des Klimawandels zu meistern.

Der Erhalt und die Verbesserung des fruchtbaren Bodens stellt die Grundlage des ökologischen Anbausystems dar. Ökolandbau fördert aktiv die Regeneration der organischen Bodensubstanz durch Ausbringen von organischem Dünger und durch Fruchtfolgen mit einem hohen Anteil an Fruchtbarkeit mehrenden Pflanzenarten. Das führt zu einer höheren biologischen Bodenaktivität und einem stabileren Bodengefüge und hilft daher Erosion zu verringern. Verstärkt wird das durch die für den Ökolandbau typische Bodenbedeckung (Zwischenfruchtanbau, Untersaaten, mehrjähriger Feldfutterbau). „Die aktive Verbesserung der Bodenqualität, der Schutz vor Erosion und die verbesserte Wasserspeicherung sind der Schlüssel für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Landnutzung und damit Voraussetzung für die Bekämpfung von Hunger und Klimawandel – bei uns aber auch in den ärmeren Ländern des Südens“, sagt Löwenstein.

In der industriellen Landwirtschaft wird mit dem Einsatz von mineralischem Stickstoffdünger und dem Anbau von Monokulturen immer noch auf das falsche Pferd gesetzt. Zwar können so kurzfristig höhere Erträge erzielt oder durch den Umbruch von Grünland und Mooren mehr Ackerflächen geschaffen werden, die langfristig resultierende Verminderung der Bodenqualität durch Verlust an organisch aktiver Substanz und das Freisetzen von klimaschädlichen CO2 aus den umgebrochenen Flächen wirken jedoch sowohl der Sicherung stabiler Erträge als auch der Vermeidung von landwirtschaftlichen Emissionen entgegen.

Hintergrund:
Mehr als 300 internationale Akteure aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren während der Welt-Boden-Woche über Wege zu nachhaltigem Bodenmanagement und zukunftsfähiger Landbewirtschaftung. Die Experten – darunter Vertreter der Welternährungsorganisation (FAO), der UN-Entwicklungshilfeorganisation (UNEP), EU-Kommission und Umweltbundesamt – die auf Einladung des Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) zusammen kommen, erarbeiten einen Aktionsplan, der als Grundlagenpapier für einen zukunftsfähigen Umgang mit der Ressource Boden genutzt werden und auf die Verhandlungen der anstehenden Klimakonferenz in Doha einwirken soll.

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