Anthropozän: Der Zahn des Menschen nagt an der Erde

MittwochsBlog

Anthropozän: Der Zahn des Menschen nagt an der Erde

07.09.2016
Tastatur mit Einblicken in die Landwirtschaft

Es bezweifelt ja im Ernst niemand mehr, aber dennoch kann ich mir die Dimension kaum vorstellen: Der Mensch als Wesen, das nicht mehr nur potenziell archäologische Ausgrabungsstätten hinterlässt sondern gleich ganze Schichten der Erde unumkehrbar prägt. Wir leben ungefähr seit dem Atombombenfallout in einer neuen Phase der Erde, so der internationale Geologenkongress, der im August in Kapstadt tagte. Plastik, Aluminium, Beton-Partikel, Flugasche und radioaktiver Fallout, veränderte Kreisläufe von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor, beispiellose globale Monokulturen verbunden mit Artensterben, menschengemachter Klimawandel, das sind die Einflussfaktoren, die wir anderen Epochen hinterlassen. Erde und Boden haben ein genaueres und länger währendes Gedächtnis als wir Menschen. Wenn wir uns dem stellen, dann wäre der Mensch als empathischer Gärtner und die Erde als Garten Eden im Weltall wohl das richtige Leitbild, nicht das industriell-distanzierte des Kampfes gegen die Natur, das in ihrer Ausbeutung resultiert. Eine klare Aufforderung zur ökologischen Landwirtschaft und zur Pflege des Bodens: das geht am besten biodynamisch.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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Es bezweifelt ja im Ernst niemand mehr, aber dennoch kann ich mir die Dimension kaum vorstellen: Der Mensch als Wesen, das nicht mehr nur potenziell archäologische Ausgrabungsstätten hinterlässt sondern gleich ganze Schichten der Erde unumkehrbar prägt. Wir leben ungefähr seit dem Atombombenfallout in einer neuen Phase der Erde, so der internationale Geologenkongress, der im August in Kapstadt tagte. Plastik, Aluminium, Beton-Partikel, Flugasche und radioaktiver Fallout, veränderte Kreisläufe von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor, beispiellose globale Monokulturen verbunden mit Artensterben, menschengemachter Klimawandel, das sind die Einflussfaktoren, die wir anderen Epochen hinterlassen. Erde und Boden haben ein genaueres und länger währendes Gedächtnis als wir Menschen. Wenn wir uns dem stellen, dann wäre der Mensch als empathischer Gärtner und die Erde als Garten Eden im Weltall wohl das richtige Leitbild, nicht das industriell-distanzierte des Kampfes gegen die Natur, das in ihrer Ausbeutung resultiert. Eine klare Aufforderung zur ökologischen Landwirtschaft und zur Pflege des Bodens: das geht am besten biodynamisch.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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