Die Farbe der Halme und Ähren

MittwochsBlog

Die Farbe der Halme und Ähren

13.07.2016
Tastatur mit Einblicken in die Landwirtschaft

Die ersten Gerstenfelder sind gedroschen, Weizen und Roggen leuchten reifend in der Landschaft, bevor auch sie in den stumpfen Ockerton der Totreife fallen. Bis 2014 durften viele Felder gar nicht mehr richtig reif werden, ein Teil der Bauern nutzte Glyphosat-haltige Mittel, um das Getreide erntereif zu spritzen. Die noch zulässige Abtötung von Unkraut im reifen Getreidebestand weist auf die Probleme konventionellen Pflanzenbaus hin: kurzhalmig gezüchtete Sorten (die dadurch pilzanfälliger sind), vom Bauern zusätzlich kurzgepritzt mit chemischem Halmverkürzer, werden nunmal eher vom Unkraut überwuchert, was dann die Ernte stört. Biodynamische Züchter legen dagegen Wert auf langstrohige Sorten, denn Demeter-Bauern brauchen viel Stroh zur Einstreu im Stall. Und die Bio-Züchter haben nicht nur vielfältige Sorten, die sich unter anderem im Farbton unterscheiden, sie haben auch beobachtet, dass so gezüchtete und angebaute Sorten kräftigere Reifefarben zeigen, wenn man ihnen die Zeit läßt. Also: mal hingucken bei Spaziergang über die Felder.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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Glyphosat
Vielfalt
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Die ersten Gerstenfelder sind gedroschen, Weizen und Roggen leuchten reifend in der Landschaft, bevor auch sie in den stumpfen Ockerton der Totreife fallen. Bis 2014 durften viele Felder gar nicht mehr richtig reif werden, ein Teil der Bauern nutzte Glyphosat-haltige Mittel, um das Getreide erntereif zu spritzen. Die noch zulässige Abtötung von Unkraut im reifen Getreidebestand weist auf die Probleme konventionellen Pflanzenbaus hin: kurzhalmig gezüchtete Sorten (die dadurch pilzanfälliger sind), vom Bauern zusätzlich kurzgepritzt mit chemischem Halmverkürzer, werden nunmal eher vom Unkraut überwuchert, was dann die Ernte stört. Biodynamische Züchter legen dagegen Wert auf langstrohige Sorten, denn Demeter-Bauern brauchen viel Stroh zur Einstreu im Stall. Und die Bio-Züchter haben nicht nur vielfältige Sorten, die sich unter anderem im Farbton unterscheiden, sie haben auch beobachtet, dass so gezüchtete und angebaute Sorten kräftigere Reifefarben zeigen, wenn man ihnen die Zeit läßt. Also: mal hingucken bei Spaziergang über die Felder.

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