Raw war gestern: Smoothies am High-End

MittwochsBlog

Raw war gestern: Smoothies am High-End

30.03.2016
Tastatur mit Einblicken in die Landwirtschaft

Der technische Möchtegern-Fortschritt macht weder vor der Biobranche noch vor eigentlich gesunden Produkten halt. Seit kurzem gibt es Smoothies auch als Eis, in Pralines, als Pulver oder Gefrierwürfel. Ich bin hier konservativ und erwähne nochmal den morgendlichen Apfel. Der hat den Vorteil, dass ich erstens seinen Duft und seine Farbe einsauge, ihn zweitens schneidend betaste, gelegentlich dabei die Harmonie des Kerngehäuses bewundere und drittens ihn kaue  - knackig oder schon mehlig spüre, und somit leicht entschleunigt ganz andere Eindrücke aufnehme, als bei einem rasch geschlürften „Apple to go“, in welcher Kombination, ob „fresh“ oder „ready to stir“ auch immer. Vielfalt gibt es dann durch Sorten nicht durch exotische Beigaben. Dieser Superfood-Anteil fehlt, aber schlapp fühle ich mich deshalb nicht. Und Plastikmüll sparen Apfel, Orange oder Banane in frischer Form in der Regel auch noch. Smoothies mit Pfand? Fehlanzeige, das Einsammeln macht für die Ökobilanz wohl nur regional Sinn.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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Der technische Möchtegern-Fortschritt macht weder vor der Biobranche noch vor eigentlich gesunden Produkten halt. Seit kurzem gibt es Smoothies auch als Eis, in Pralines, als Pulver oder Gefrierwürfel. Ich bin hier konservativ und erwähne nochmal den morgendlichen Apfel. Der hat den Vorteil, dass ich erstens seinen Duft und seine Farbe einsauge, ihn zweitens schneidend betaste, gelegentlich dabei die Harmonie des Kerngehäuses bewundere und drittens ihn kaue  - knackig oder schon mehlig spüre, und somit leicht entschleunigt ganz andere Eindrücke aufnehme, als bei einem rasch geschlürften „Apple to go“, in welcher Kombination, ob „fresh“ oder „ready to stir“ auch immer. Vielfalt gibt es dann durch Sorten nicht durch exotische Beigaben. Dieser Superfood-Anteil fehlt, aber schlapp fühle ich mich deshalb nicht. Und Plastikmüll sparen Apfel, Orange oder Banane in frischer Form in der Regel auch noch. Smoothies mit Pfand? Fehlanzeige, das Einsammeln macht für die Ökobilanz wohl nur regional Sinn.

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