Tierortung im Stall? Technik als Selbstzweck?

MittwochsBlog

Tierortung im Stall? Technik als Selbstzweck?

25.11.2015
Tastatur mit Einblicken in die Landwirtschaft

Unkrauthacken mit GPS  und Fotozellen, demnächst  jäten vielleicht Roboter, handyvernetzt misst der Imker das Gewicht des entfernten Bienenstocks  – die Informationstechnik strebt stark in die Landwirtschaft. Eine Drohne mit Infrarotsensor über die Wiese zu schicken, bevor sie gemäht wird, ist  sogar sinnvoll, um Kitze zu schonen, wenn man sie dann noch findet. Aber Tierortung im Stall – das hört sich im ersten Moment an wie Kabarett. Und zeigt, wo und wie Landwirtschaft heute gedacht wird. Als digital vernetzter industrieller Prozess in immer größer werdenden Betrieben: Landwirtschaft 4.0 analog zu Industrie 4.0.  Das wiederum hat mit dem Bild der Landwirtschaft, so wie es die Demeter-Bauern haben, wenig zu tun, auch wenn sie sinnvolle Technik schätzen. Denn gute Lebensmittel brauchen die Aufmerksamkeit des Menschen und nicht allein die Ratio von Algorithmen.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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Unkrauthacken mit GPS  und Fotozellen, demnächst  jäten vielleicht Roboter, handyvernetzt misst der Imker das Gewicht des entfernten Bienenstocks  – die Informationstechnik strebt stark in die Landwirtschaft. Eine Drohne mit Infrarotsensor über die Wiese zu schicken, bevor sie gemäht wird, ist  sogar sinnvoll, um Kitze zu schonen, wenn man sie dann noch findet. Aber Tierortung im Stall – das hört sich im ersten Moment an wie Kabarett. Und zeigt, wo und wie Landwirtschaft heute gedacht wird. Als digital vernetzter industrieller Prozess in immer größer werdenden Betrieben: Landwirtschaft 4.0 analog zu Industrie 4.0.  Das wiederum hat mit dem Bild der Landwirtschaft, so wie es die Demeter-Bauern haben, wenig zu tun, auch wenn sie sinnvolle Technik schätzen. Denn gute Lebensmittel brauchen die Aufmerksamkeit des Menschen und nicht allein die Ratio von Algorithmen.

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