Rettet die Böden: Amsterdam Erklärung

MittwochsBlog

Rettet die Böden: Amsterdam Erklärung

09.09.2015
Tastatur mit Einblicken in die Landwirtschaft

2015 - Jahr des Bodens, haben Sie das schon mitbekommen? Oder Ihre Kinder im Schulunterricht? Ich wette, nein, wenn Sie nicht vom Fach sind. So geht es dem Boden immer. Wir stehen drauf und befahren ihn, kaufen oder verkaufen Baugrund, verlegen Rohre und Erdkabel etc., doch dass es sich um die lebendige Grundlage unserer Existenz handelt, ist wenig im Bewusstsein. Und während wir Deutschen immer noch zu viel zubetonieren, wird weltweit mit dem Bodenschatz durch schlechte Nutzung geschlampt: Erosion und Degradation sind die Folge, 10 Millionen Hektar Ackerfläche gehen jährlich verloren, auf einem Fünftel der Weltlandwirtschaftsfläche ist der Boden chronisch krank. Dabei ist Boden endlich, bzw. dauert es in unserem Klima 100-300 Jahre, um einen Zentimeter Humusschicht aufzubauen. Längst an der Zeit also etwas zu tun, z.B. mit Ökolandbau oder Kompost, wie das biodynamische Beispiel Sekem erfolgreich zeigt.  Eine Reihe von Organisationen und Prominenten hat  im August mit der Amsterdam Erklärung Politiker und Entscheidungsträger zum Handeln aufgefordert, und dazu, Ökolandbau als Lösung anzuerkennen. Boden des Jahres ist übrigens der Gley, ein Stauwasserboden.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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2015 - Jahr des Bodens, haben Sie das schon mitbekommen? Oder Ihre Kinder im Schulunterricht? Ich wette, nein, wenn Sie nicht vom Fach sind. So geht es dem Boden immer. Wir stehen drauf und befahren ihn, kaufen oder verkaufen Baugrund, verlegen Rohre und Erdkabel etc., doch dass es sich um die lebendige Grundlage unserer Existenz handelt, ist wenig im Bewusstsein. Und während wir Deutschen immer noch zu viel zubetonieren, wird weltweit mit dem Bodenschatz durch schlechte Nutzung geschlampt: Erosion und Degradation sind die Folge, 10 Millionen Hektar Ackerfläche gehen jährlich verloren, auf einem Fünftel der Weltlandwirtschaftsfläche ist der Boden chronisch krank. Dabei ist Boden endlich, bzw. dauert es in unserem Klima 100-300 Jahre, um einen Zentimeter Humusschicht aufzubauen. Längst an der Zeit also etwas zu tun, z.B. mit Ökolandbau oder Kompost, wie das biodynamische Beispiel Sekem erfolgreich zeigt.  Eine Reihe von Organisationen und Prominenten hat  im August mit der Amsterdam Erklärung Politiker und Entscheidungsträger zum Handeln aufgefordert, und dazu, Ökolandbau als Lösung anzuerkennen. Boden des Jahres ist übrigens der Gley, ein Stauwasserboden.

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