Vom Vergraben

MittwochsBlog

Vom Vergraben

22.07.2015
Tastatur mit Einblicken in die Landwirtschaft

Regelmäßig werde ich gefragt, ob das Vergraben von Hörnern im Biodynamischen nicht Hokuspokus sei. Kuh Kult Klan sozusagen. Mag sein, dass in einer Zivilisation der glatten Oberflächen das Graben von Löchern obskur wirkt. Und dann noch Kuh-Scheiße. (Früher hieß das Dung). Für die biodynamischen Landwirte aber sind es zunächst einmal Hausmittel: Hörner, Mist, Brennnessel und Schafgarbe etc. – die Zutaten für die Biodynamischen Präparate stammen im Prinzip alle vom Hof, auch die Hirschblase kann aus dem benachbarten Wald kommen. Diese Zutaten intelligent kombiniert und ausgewählten Naturprozessen anvertraut, ergeben eine Art Konstitutionsmittel für die Landwirtschaft, die in homöopathischer Dosierung ausgebracht Boden und Pflanze dazu anregen, ihre Eigenkräfte zu entwickeln. Harmonisches Gedeihen oder in einem neuen Begriff Resilienz ist das Ziel. Wenn also Demeter-Bauern spritzen, dann geben sie der Natur etwas davon zurück, was sie ihr an Kräften entziehen.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

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Regelmäßig werde ich gefragt, ob das Vergraben von Hörnern im Biodynamischen nicht Hokuspokus sei. Kuh Kult Klan sozusagen. Mag sein, dass in einer Zivilisation der glatten Oberflächen das Graben von Löchern obskur wirkt. Und dann noch Kuh-Scheiße. (Früher hieß das Dung). Für die biodynamischen Landwirte aber sind es zunächst einmal Hausmittel: Hörner, Mist, Brennnessel und Schafgarbe etc. – die Zutaten für die Biodynamischen Präparate stammen im Prinzip alle vom Hof, auch die Hirschblase kann aus dem benachbarten Wald kommen. Diese Zutaten intelligent kombiniert und ausgewählten Naturprozessen anvertraut, ergeben eine Art Konstitutionsmittel für die Landwirtschaft, die in homöopathischer Dosierung ausgebracht Boden und Pflanze dazu anregen, ihre Eigenkräfte zu entwickeln. Harmonisches Gedeihen oder in einem neuen Begriff Resilienz ist das Ziel. Wenn also Demeter-Bauern spritzen, dann geben sie der Natur etwas davon zurück, was sie ihr an Kräften entziehen.

Den Mittwochsblog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.