Mitmachaktionen

Nature & More möchte Zukunft säen

Mitmachaktionen

24.09.2012
Aktion www.natureandmore.com

Im Oktober nehmen die Niederlande zum ersten Mal an der internationalen Aktion 'Zukunft säen' teil, die 2006 in der Schweiz und in Deutschland initiiert wurde. Dafür laden acht biodynamische Bauern niederländische Bürger auf ihre Höfe ein, um gemeinsam die Aussaat von Winterweizen vorzunehmen. In Deutschland nehmen bereits mehr als 30 Landwirte an dieser Aktion teil, die zum Ziel hat, die Verbraucher mit der Landwirtschaft zu verbinden und ihr Bewusstsein über den Ursprung der Nahrung - das Saatgut - zu stärken. In den Niederlanden wird weniger biodynamisches Saatgut verwendet als in Deutschland. Nature & More, das Rückverfolgungssystem des europäischen Bioobst- und Gemüsevertreibers Eosta, legt viel Wert auf Bewusstseinsstärkung in der Bevölkerung für die Landwirtschaft und sponsert daher die Veranstaltung.

'Zukunft säen' begann im Jahr 2006 auf dem Bauernhof l'Aubier in der Schweiz. Der Demeter-Bauer Ueli Hurter und der biodynamische Getreidezüchter Peter Kunz organisierten ein Samenfest und luden hunderte von Menschen ein, um zu helfen, ein Gerstenfeld einzusäen. Die Initiative sollte den Bürgern die Landwirtschaft näher bringen und gleichzeitig die öffentliche Aufmerksamkeit auf die globalen Probleme mit Saatgut und gentechnisch veränderten Pflanzen lenken. Die Initiative war erfolgreich und wurde daraufhin ausgeweitet. In diesem Jahr findet die Aussaat von Getreide mit Beteiligung der Bevölkerung bereits in zwölf Ländern, darunter neben Deutschland und den Niederlanden auch England, Norwegen, die USA und Südkorea, statt.

"Saatgut ist ein kulturelles Erbe, das älter ist als die Akropolis oder die Pyramiden von Gizeh", sagt Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Die Stiftung fördert im deutschsprachigen Raum die ökologische und gentechnikfreie Züchtung von Gemüse und Getreide und unterstützte bereits mehrfach die Aktion 'Zukunft säen'. Willing: "In der Geschichte der Menschheit wurden Samen als Grundlage der Nahrung immer von Bäuerinnen und Bauern gezüchtet und vermehrt. Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich das jedoch dramatisch verändert. Aktuell liegen 75 % des kommerziellen Saatguts weltweit in den Händen von zehn multinationalen Unternehmen. Gentechnik, Patente und Machtstrukturen haben zu einem starken Rückgang der Vielfalt von Saatgut geführt."

Der Anbau von biodynamisch gezüchtetem Getreide steigt Dank der Förderung der Stiftung in Deutschland und in der Schweiz kontinuierlich an: Von 2007 bis 2011 stieg die Aussaatmenge von 18 auf 684 Tonnen. In den Niederlanden ist die Situation anders, sagt René Groenen vom Bauernhof 'De Groenen Hof' aus Esbeek. Er ist einer der Bauern, die an der Aktion 'Zukunft säen' in den Niederlanden teilnehmen. Laut Groenen verwenden niederländische Demeter-Bauern viel weniger biodynamisches Saatgut als in Deutschland. "Aufgrund der Modernisierung der Landwirtschaft in den 50er-Jahren verschwand die Samenaufzucht seitens der Bauern in den Niederlanden fast vollständig. Auch während der Ökowelle in den 70er Jahren etablierte sich das nicht wieder. Daraus resultiert ein immer noch sehr großer Unterschied zwischen niederländischer, deutscher und belgischer biodynamischer Landwirtschaft."

Nature & More hofft, dass die Aktion 'Zukunft säen' das Bewusstsein der niederländischen Bürger über den Wert der Vielfalt von Samen stärkt. Die Rückverfolgungsmarke Nature & More wurde von Eosta ins Leben gerufen, um eine direkte Beziehung zwischen Bauer und Konsument zu ermöglichen, so dass letzterer eine bewusste Kaufentscheidung treffen kann.

'Zukunft säen' wird in den Niederlanden von der Stiftung Demeter und der Stiftung 'Zaadgoed' organisiert. Die festlichen und unterhaltsamen Veranstaltungen finden an allen Wochenenden im Oktober statt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.natureandmore.com (Nature & More) und www.avenirsem.ch (Zukunft säen).

24.09.2012
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Nature & More möchte Zukunft säen

Im Oktober nehmen die Niederlande zum ersten Mal an der internationalen Aktion 'Zukunft säen' teil, die 2006 in der Schweiz und in Deutschland initiiert wurde. Dafür laden acht biodynamische Bauern niederländische Bürger auf ihre Höfe ein, um gemeinsam die Aussaat von Winterweizen vorzunehmen. In Deutschland nehmen bereits mehr als 30 Landwirte an dieser Aktion teil, die zum Ziel hat, die Verbraucher mit der Landwirtschaft zu verbinden und ihr Bewusstsein über den Ursprung der Nahrung - das Saatgut - zu stärken. In den Niederlanden wird weniger biodynamisches Saatgut verwendet als in Deutschland. Nature & More, das Rückverfolgungssystem des europäischen Bioobst- und Gemüsevertreibers Eosta, legt viel Wert auf Bewusstseinsstärkung in der Bevölkerung für die Landwirtschaft und sponsert daher die Veranstaltung.

'Zukunft säen' begann im Jahr 2006 auf dem Bauernhof l'Aubier in der Schweiz. Der Demeter-Bauer Ueli Hurter und der biodynamische Getreidezüchter Peter Kunz organisierten ein Samenfest und luden hunderte von Menschen ein, um zu helfen, ein Gerstenfeld einzusäen. Die Initiative sollte den Bürgern die Landwirtschaft näher bringen und gleichzeitig die öffentliche Aufmerksamkeit auf die globalen Probleme mit Saatgut und gentechnisch veränderten Pflanzen lenken. Die Initiative war erfolgreich und wurde daraufhin ausgeweitet. In diesem Jahr findet die Aussaat von Getreide mit Beteiligung der Bevölkerung bereits in zwölf Ländern, darunter neben Deutschland und den Niederlanden auch England, Norwegen, die USA und Südkorea, statt.

"Saatgut ist ein kulturelles Erbe, das älter ist als die Akropolis oder die Pyramiden von Gizeh", sagt Oliver Willing, Geschäftsführer der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Die Stiftung fördert im deutschsprachigen Raum die ökologische und gentechnikfreie Züchtung von Gemüse und Getreide und unterstützte bereits mehrfach die Aktion 'Zukunft säen'. Willing: "In der Geschichte der Menschheit wurden Samen als Grundlage der Nahrung immer von Bäuerinnen und Bauern gezüchtet und vermehrt. Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich das jedoch dramatisch verändert. Aktuell liegen 75 % des kommerziellen Saatguts weltweit in den Händen von zehn multinationalen Unternehmen. Gentechnik, Patente und Machtstrukturen haben zu einem starken Rückgang der Vielfalt von Saatgut geführt."

Der Anbau von biodynamisch gezüchtetem Getreide steigt Dank der Förderung der Stiftung in Deutschland und in der Schweiz kontinuierlich an: Von 2007 bis 2011 stieg die Aussaatmenge von 18 auf 684 Tonnen. In den Niederlanden ist die Situation anders, sagt René Groenen vom Bauernhof 'De Groenen Hof' aus Esbeek. Er ist einer der Bauern, die an der Aktion 'Zukunft säen' in den Niederlanden teilnehmen. Laut Groenen verwenden niederländische Demeter-Bauern viel weniger biodynamisches Saatgut als in Deutschland. "Aufgrund der Modernisierung der Landwirtschaft in den 50er-Jahren verschwand die Samenaufzucht seitens der Bauern in den Niederlanden fast vollständig. Auch während der Ökowelle in den 70er Jahren etablierte sich das nicht wieder. Daraus resultiert ein immer noch sehr großer Unterschied zwischen niederländischer, deutscher und belgischer biodynamischer Landwirtschaft."

Nature & More hofft, dass die Aktion 'Zukunft säen' das Bewusstsein der niederländischen Bürger über den Wert der Vielfalt von Samen stärkt. Die Rückverfolgungsmarke Nature & More wurde von Eosta ins Leben gerufen, um eine direkte Beziehung zwischen Bauer und Konsument zu ermöglichen, so dass letzterer eine bewusste Kaufentscheidung treffen kann.

'Zukunft säen' wird in den Niederlanden von der Stiftung Demeter und der Stiftung 'Zaadgoed' organisiert. Die festlichen und unterhaltsamen Veranstaltungen finden an allen Wochenenden im Oktober statt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.natureandmore.com (Nature & More) und www.avenirsem.ch (Zukunft säen).