Lebensbaum Azubis entkusseln Diepholzer Moor

Demeter-Partner seit Jahrzehnten

Lebensbaum Azubis entkusseln Diepholzer Moor

10.04.2012

13 Auszubildende und Praktikanten der Firma Lebensbaum – Demeter-Partner seit Jahrzehnten - haben gemeinsam mit ihrem Chef Ulrich Walter das Diepholzer Moor entkusselt: mit Astscheren, Äxten und Sägen wurden Birken gefällt und Gestrüpp entfernt. Beim Entkusseln wird das aufkommende Gehölz beseitigt, um die Moorflächen offen zu halten.

"Nur wenn das Moor nicht verbuscht und der Wasserhaushalt stimmt, wächst das Torfmoos, der Stoff aus dem das Moor gemacht ist", erklärte Detlef Tänzer, der 1. Vorsitzende des "Fördervereins europäisches Fachzentrum Moor und Klima e.V.". Er hat die Azubis ins Moor begleitet und über den Zusammenhang von Moor- und Klimaschutz aufgeklärt.

Denen gefiel die Mischung aus Arbeit an der frischen Luft und Informationen zum Moorschutz. "Das war Infotainment vom Feinsten", erzählt Michael Schneider begeistert. Der duale Student arbeitet seit eineinhalb Jahren bei Lebensbaum.

"Wir verstehen uns als Ausbildungsbetrieb mit einem ganzheitlichen Bildungsauftrag. Bei uns werden mittlerweile im Schnitt 15 junge Menschen zeitgleich ausgebildet. Und die sollen bei Lebensbaum nicht nur Buchführung lernen, sondern auch zum verantwortlichen Denken und Handeln in größeren Zusammenhängen geschult werden", erklärt Ulrich Walter. Das gemeinsame Hacken und Sägen im Moor fördert nicht nur den Zusammenhalt der Azubis, sondern schärft auch das Bewusstsein für die Schönheit und Nützlichkeit intakter Moore. In der wöchentlich stattfindenden Azubi-Schulstunde wird das Thema regionaler Moorschutz dann nochmals vertieft. Dazu Ulrich Walter: "Theorie und Praxis müssen ineinander greifen, sonst hat alles Bücherwissen keinen Wert".

Die Moor-Aktion fand im Rahmen der Patenschaft für das Diepholzer Moor statt, die Lebensbaum im vergangenen Herbst übernommen hat. Das betreffende Moor befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Unternehmensstandort und bildet zusammen mit 14 anderen Mooren ein ca. 24000 Hektar großes Areal, von dem rund 7300 Hektar renaturiert sind. Die Renaturierung weiterer Flächen ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn trockengelegte Moore geben große Mengen Kohlendioxid an die Umwelt ab. Im Fall der Diepholzer Moore geht man von 900.000 Tonnen im Jahr aus. Für Natur- und Klimaschutzmaßnahmen im Diepholzer Moor stellt der Lebensbaum in den nächsten drei Jahren insgesamt 70.000 Euro zur Verfügung.

10.04.2012
Lebensbaum Azubis entkusseln Diepholzer Moor
Demeter-Partner seit Jahrzehnten

13 Auszubildende und Praktikanten der Firma Lebensbaum – Demeter-Partner seit Jahrzehnten - haben gemeinsam mit ihrem Chef Ulrich Walter das Diepholzer Moor entkusselt: mit Astscheren, Äxten und Sägen wurden Birken gefällt und Gestrüpp entfernt. Beim Entkusseln wird das aufkommende Gehölz beseitigt, um die Moorflächen offen zu halten.

"Nur wenn das Moor nicht verbuscht und der Wasserhaushalt stimmt, wächst das Torfmoos, der Stoff aus dem das Moor gemacht ist", erklärte Detlef Tänzer, der 1. Vorsitzende des "Fördervereins europäisches Fachzentrum Moor und Klima e.V.". Er hat die Azubis ins Moor begleitet und über den Zusammenhang von Moor- und Klimaschutz aufgeklärt.

Denen gefiel die Mischung aus Arbeit an der frischen Luft und Informationen zum Moorschutz. "Das war Infotainment vom Feinsten", erzählt Michael Schneider begeistert. Der duale Student arbeitet seit eineinhalb Jahren bei Lebensbaum.

"Wir verstehen uns als Ausbildungsbetrieb mit einem ganzheitlichen Bildungsauftrag. Bei uns werden mittlerweile im Schnitt 15 junge Menschen zeitgleich ausgebildet. Und die sollen bei Lebensbaum nicht nur Buchführung lernen, sondern auch zum verantwortlichen Denken und Handeln in größeren Zusammenhängen geschult werden", erklärt Ulrich Walter. Das gemeinsame Hacken und Sägen im Moor fördert nicht nur den Zusammenhalt der Azubis, sondern schärft auch das Bewusstsein für die Schönheit und Nützlichkeit intakter Moore. In der wöchentlich stattfindenden Azubi-Schulstunde wird das Thema regionaler Moorschutz dann nochmals vertieft. Dazu Ulrich Walter: "Theorie und Praxis müssen ineinander greifen, sonst hat alles Bücherwissen keinen Wert".

Die Moor-Aktion fand im Rahmen der Patenschaft für das Diepholzer Moor statt, die Lebensbaum im vergangenen Herbst übernommen hat. Das betreffende Moor befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Unternehmensstandort und bildet zusammen mit 14 anderen Mooren ein ca. 24000 Hektar großes Areal, von dem rund 7300 Hektar renaturiert sind. Die Renaturierung weiterer Flächen ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn trockengelegte Moore geben große Mengen Kohlendioxid an die Umwelt ab. Im Fall der Diepholzer Moore geht man von 900.000 Tonnen im Jahr aus. Für Natur- und Klimaschutzmaßnahmen im Diepholzer Moor stellt der Lebensbaum in den nächsten drei Jahren insgesamt 70.000 Euro zur Verfügung.