Wie gehen wir würdig mit den Tieren in die Zukunft?

Landwirtschaftliche Tagung am Goetheanum vom 4. – 7. Februar 2015

Wie gehen wir würdig mit den Tieren in die Zukunft?

26.11.2014
Bauer mit Kuh
Die Landwirtschaftliche Tagung 2015 beschäftigt sich intensiv mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier

Die Landwirtschaftliche Tagung am Goetheanum/ Dornach/ CH ist die jährliche internationale Zusammenkunft der biodynamischen Landwirte, Gärtner und aller die an einer aus der Anthroposophie impulsierten Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft interessiert sind. An der kommenden Tagung vom 4. bis 7. Februar 2015 stehen Fragen über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier thematisch im Mittelpunkt.

Die Tiere in der Landwirtschaft erbringen in vieler Hinsicht eine beispiellose Leistung. Die Tierhaltung steht heute jedoch vor großen Herausforderungen. Dies betrifft erstens das ethische Verhältnis zu den Tieren, zweitens die Erkenntnis des Wesens und der Aufgabe der Tiere und drittens den betrieblichen Alltag.

Vor dem Hintergrund der Massentierhaltung wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, eine gesellschaftliche Akzeptanz für eine vernünftige Nutztierhaltung zu finden. Jede Nutzung der Tiere wird als Ausnutzung empfunden. Bedenken wir aber die Jahrtausende währende Partnerschaft von Mensch und Tier, bedeutet dies eine Abwendung gegenüber dem kulturtragenden Bilde „Bruder Tier“. Wir stehen vor der Frage: Wie gehen wir würdig mit den Tieren in die Zukunft?

Um dies zu beantworten, müssen wir uns fragen: Was für Wesen sind die Tiere? Was ist ihre Aufgabe? In vieler Hinsicht dem Menschen verwandt, evolutiv mit uns verschwistert, hat das Tierreich in seiner ungeheuren Vielfalt und gleichzeitig Spezialisierung die leibliche Grundlage für den Menschen vorgebildet. Dieser hat als geistig entwicklungsfähiges Wesen die Verantwortung für die Tiere. „Bitte zähme mich“ sagt der Fuchs zum kleinen Prinzen, was so viel heißt wie: Nimm mich in deine Kulturentwicklung auf. Sind wir fähig dies heute landwirtschaftlich und gesellschaftlich zu realisieren?

In der Natur und auf den Höfen schaffen die Tiere Lebensräume. Jede Tierart fordert und fördert ihr Habitat. Wie können wir das Zusammenleben auf den Höfen so realisieren, dass die Landwirtschaft ein „Kulturbiotop“ für die Tiere wird? Konkret: Wie schaffen wir die 24-Stunden/7-Tage-Betreuung? Wie rechnet sich eine Kuhhaltung? Gibt es züchterische Möglichkeiten, eine Hof-Herde zu entwickeln?

Das sind die Fragen, die wir an der Landwirtschaftlichen Tagung in Vorträgen, dialogischen Workshops, in Forschungsberichten und Erlebnisskizzen gemeinsam bearbeiten werden. Dabei werden neueste Entwickelungen aus aller Welt vorgestellt, die Inspiration für unser Leben und unsere Arbeit mit den Tieren sein können.

Die Tagung ist öffentlich; wir heißen alle Interessierten willkommen. Alle Beiträge werden in die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch simultan übersetzt. Das Programm finden Sie hier, anmelden können Sie sich auf der Seite des Goetheanum oder mit folgendem Anmeldeformular.

Tags: 
Landwirtschaftliche Tagung
Goetheanum
Dornach
Sektion
Landwirtschaft
Wie gehen wir würdig mit den Tieren in die Zukunft?
Landwirtschaftliche Tagung am Goetheanum vom 4. – 7. Februar 2015

Die Landwirtschaftliche Tagung am Goetheanum/ Dornach/ CH ist die jährliche internationale Zusammenkunft der biodynamischen Landwirte, Gärtner und aller die an einer aus der Anthroposophie impulsierten Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft interessiert sind. An der kommenden Tagung vom 4. bis 7. Februar 2015 stehen Fragen über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier thematisch im Mittelpunkt.

Die Tiere in der Landwirtschaft erbringen in vieler Hinsicht eine beispiellose Leistung. Die Tierhaltung steht heute jedoch vor großen Herausforderungen. Dies betrifft erstens das ethische Verhältnis zu den Tieren, zweitens die Erkenntnis des Wesens und der Aufgabe der Tiere und drittens den betrieblichen Alltag.

Vor dem Hintergrund der Massentierhaltung wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, eine gesellschaftliche Akzeptanz für eine vernünftige Nutztierhaltung zu finden. Jede Nutzung der Tiere wird als Ausnutzung empfunden. Bedenken wir aber die Jahrtausende währende Partnerschaft von Mensch und Tier, bedeutet dies eine Abwendung gegenüber dem kulturtragenden Bilde „Bruder Tier“. Wir stehen vor der Frage: Wie gehen wir würdig mit den Tieren in die Zukunft?

Um dies zu beantworten, müssen wir uns fragen: Was für Wesen sind die Tiere? Was ist ihre Aufgabe? In vieler Hinsicht dem Menschen verwandt, evolutiv mit uns verschwistert, hat das Tierreich in seiner ungeheuren Vielfalt und gleichzeitig Spezialisierung die leibliche Grundlage für den Menschen vorgebildet. Dieser hat als geistig entwicklungsfähiges Wesen die Verantwortung für die Tiere. „Bitte zähme mich“ sagt der Fuchs zum kleinen Prinzen, was so viel heißt wie: Nimm mich in deine Kulturentwicklung auf. Sind wir fähig dies heute landwirtschaftlich und gesellschaftlich zu realisieren?

In der Natur und auf den Höfen schaffen die Tiere Lebensräume. Jede Tierart fordert und fördert ihr Habitat. Wie können wir das Zusammenleben auf den Höfen so realisieren, dass die Landwirtschaft ein „Kulturbiotop“ für die Tiere wird? Konkret: Wie schaffen wir die 24-Stunden/7-Tage-Betreuung? Wie rechnet sich eine Kuhhaltung? Gibt es züchterische Möglichkeiten, eine Hof-Herde zu entwickeln?

Das sind die Fragen, die wir an der Landwirtschaftlichen Tagung in Vorträgen, dialogischen Workshops, in Forschungsberichten und Erlebnisskizzen gemeinsam bearbeiten werden. Dabei werden neueste Entwickelungen aus aller Welt vorgestellt, die Inspiration für unser Leben und unsere Arbeit mit den Tieren sein können.

Die Tagung ist öffentlich; wir heißen alle Interessierten willkommen. Alle Beiträge werden in die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch simultan übersetzt. Das Programm finden Sie hier, anmelden können Sie sich auf der Seite des Goetheanum oder mit folgendem Anmeldeformular.