Albert Fink nimmt Karl‐Werner‐Kieffer‐Preis entgegen

Zukunft möglich gemacht

Albert Fink nimmt Karl‐Werner‐Kieffer‐Preis entgegen

04.12.2014
Albert Fink, Gründungsvater der GLS-Bank
Albert Fink, ein Gründungsvater der GLS-Bank, freut sich über den Karl-Werner-Kieffer-Preis des SÖL e.V.

Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) verlieh ihren diesjährigen Karl‐Werner‐Kieffer‐Preis an Albert Fink, einem der Gründungsväter der GLS Bank in Bochum. In einem Festakt im Hambacher Schloss (Neustadt an der Weinstraße) würdigte die Dürkheimer Stiftung Ökologie & Landbau die Verdienste von Bankgründer Albert Fink um die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus.

Seine Begrüßungsansprache vor knapp 200 Gästen begann Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland‐Pfalz, mit einem Zitat von Antoine de Saint‐Exupery: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Damit beschrieb er treffend die Leistungen Albert Finks: gemeinsam mit zwei Weggefährten erkannte der Vordenker bereits in den 1960er Jahren, in welchem Maße Geld, Land, Ökologie und soziale Gerechtigkeit zusammenhängen. Als notwenige Schlussfolgerung aus ihren Erkenntnissen gründeten die drei Freunde die GLS Bank in Bochum, die sich heute als „erste sozial‐ökologische Universalbank der Welt“ bezeichnet und seit Jahrzehnten zahlreiche Biobetriebe unterstützt.

Nikolai Fuchs, Vorstand der GLS Treuhand und langjähriger Weggefährte Finks, fragte in seiner Laudatio: „Wie kommt ein Industrieller zur Landwirtschaft?“. Die kurze und einleuchtende Antwort lautet: „Durch Einsicht!“. Denn Albert Fink habe etwas eingesehen, das sein Lebensmotto wurde: Industrie zehrt, Landwirtschaft mehrt. Und so half er beim Aufbau gemeinnütziger Trägerschaften, um Biobetreibe langfristig in ihrer Existenz zu sichern. Fink war derjenige, der die Zukunftsentwürfe der Visionäre auf den Boden holte und dafür sorgte, dass sie auch Wirklichkeit wurden.

Dankbar und gerührt nahm der heute 80jährige Fink den Preis auch im Namen seiner damaligen Mitstreiter entgegen und zeigte sich beeindruckt, wie viele Weggefährten auf das Hambacher Schloss gekommen waren. In seiner Dankesrede verwies er auf den Weltagrarbericht und mahnte, dass ein „Weiter wie bisher“ keine Option sei. Wenn er die heutigen Entwicklungen wie Urban Gardening oder Solidarische Landwirtschaft anschaue, dann freue er sich, dass aus passiven Konsumenten aktive Produzenten werden und sich ein gesamtgesellschaftlicher Aufbruch abzeichne.

Der Karl‐Werner Kieffer Preis

Zum Gedächtnis an ihren Gründer, Karl Werner Kieffer (1912‐1995), verleiht die Stiftung Ökologie & Landbau seit 1996 den Karl‐Werner‐Kieffer‐Preis. Mit diesem Preis werden Leistungen ausgezeichnet, die dem Schutz unserer Umwelt und der Förderung des Ökolandbaus dienen. Der Preis ist mit 10.000€ dotiert und somit einer der wichtigsten Umweltpreise in Rheinland‐Pfalz.

Die Stiftung Ökologie & Landbau

Die SÖL hat seit ihrer Gründung 1961 durch Karl Werner Kieffer viel Pionierarbeit geleistet, zunächst in den Bereichen Bildung und Gesundheit und später dann auf den Gebieten Ökologie und Landbau. Bereits in den 70er‐ und 80er‐Jahren des vergangenen Jahrhunderts etablierte die SÖL die erste Buchreihe zu Themenkomplexen rund um den Umweltschutz und den Biolandbau. Beispielhaft publizierte sie 1979 das erste Buch zum ökologischen Weinbau und widmete sich 1982 als erste Institution dem Thema Waldsterben. Seit 1977 gibt sie die Fachzeitschrift Ökologie & Landbau heraus und betreibt in der Südpfalz den Schul‐ und Seminarbauernhof Gut Hohenberg, der seit diesem Sommer den ersten Bauernhof‐Waldkindergarten betreibt.

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Albert Fink nimmt Karl‐Werner‐Kieffer‐Preis entgegen
Zukunft möglich gemacht

Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) verlieh ihren diesjährigen Karl‐Werner‐Kieffer‐Preis an Albert Fink, einem der Gründungsväter der GLS Bank in Bochum. In einem Festakt im Hambacher Schloss (Neustadt an der Weinstraße) würdigte die Dürkheimer Stiftung Ökologie & Landbau die Verdienste von Bankgründer Albert Fink um die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus.

Seine Begrüßungsansprache vor knapp 200 Gästen begann Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland‐Pfalz, mit einem Zitat von Antoine de Saint‐Exupery: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Damit beschrieb er treffend die Leistungen Albert Finks: gemeinsam mit zwei Weggefährten erkannte der Vordenker bereits in den 1960er Jahren, in welchem Maße Geld, Land, Ökologie und soziale Gerechtigkeit zusammenhängen. Als notwenige Schlussfolgerung aus ihren Erkenntnissen gründeten die drei Freunde die GLS Bank in Bochum, die sich heute als „erste sozial‐ökologische Universalbank der Welt“ bezeichnet und seit Jahrzehnten zahlreiche Biobetriebe unterstützt.

Nikolai Fuchs, Vorstand der GLS Treuhand und langjähriger Weggefährte Finks, fragte in seiner Laudatio: „Wie kommt ein Industrieller zur Landwirtschaft?“. Die kurze und einleuchtende Antwort lautet: „Durch Einsicht!“. Denn Albert Fink habe etwas eingesehen, das sein Lebensmotto wurde: Industrie zehrt, Landwirtschaft mehrt. Und so half er beim Aufbau gemeinnütziger Trägerschaften, um Biobetreibe langfristig in ihrer Existenz zu sichern. Fink war derjenige, der die Zukunftsentwürfe der Visionäre auf den Boden holte und dafür sorgte, dass sie auch Wirklichkeit wurden.

Dankbar und gerührt nahm der heute 80jährige Fink den Preis auch im Namen seiner damaligen Mitstreiter entgegen und zeigte sich beeindruckt, wie viele Weggefährten auf das Hambacher Schloss gekommen waren. In seiner Dankesrede verwies er auf den Weltagrarbericht und mahnte, dass ein „Weiter wie bisher“ keine Option sei. Wenn er die heutigen Entwicklungen wie Urban Gardening oder Solidarische Landwirtschaft anschaue, dann freue er sich, dass aus passiven Konsumenten aktive Produzenten werden und sich ein gesamtgesellschaftlicher Aufbruch abzeichne.

Der Karl‐Werner Kieffer Preis

Zum Gedächtnis an ihren Gründer, Karl Werner Kieffer (1912‐1995), verleiht die Stiftung Ökologie & Landbau seit 1996 den Karl‐Werner‐Kieffer‐Preis. Mit diesem Preis werden Leistungen ausgezeichnet, die dem Schutz unserer Umwelt und der Förderung des Ökolandbaus dienen. Der Preis ist mit 10.000€ dotiert und somit einer der wichtigsten Umweltpreise in Rheinland‐Pfalz.

Die Stiftung Ökologie & Landbau

Die SÖL hat seit ihrer Gründung 1961 durch Karl Werner Kieffer viel Pionierarbeit geleistet, zunächst in den Bereichen Bildung und Gesundheit und später dann auf den Gebieten Ökologie und Landbau. Bereits in den 70er‐ und 80er‐Jahren des vergangenen Jahrhunderts etablierte die SÖL die erste Buchreihe zu Themenkomplexen rund um den Umweltschutz und den Biolandbau. Beispielhaft publizierte sie 1979 das erste Buch zum ökologischen Weinbau und widmete sich 1982 als erste Institution dem Thema Waldsterben. Seit 1977 gibt sie die Fachzeitschrift Ökologie & Landbau heraus und betreibt in der Südpfalz den Schul‐ und Seminarbauernhof Gut Hohenberg, der seit diesem Sommer den ersten Bauernhof‐Waldkindergarten betreibt.