Demeter Journal | 23 | Herbst 2014

Leistungen für die Gesellschaft

Der weitsichtige Vordenker Rudolf Steiner ist wohl der spirituelle Lehrer, dessen Impulse am nachhaltigsten in die alltägliche Realität des 21. Jahrhunderts wirken. Steiners Anregungen leben in eigenständigen Modellen wie Waldorfpädagogik, anthroposophischer Medizin oder Demeter-Agrarkultur. Für die biodynamischen Akteure sind sie Herausforderung und Leitstern in der eigenen Arbeit – auch über das Landwirtschaftliche hinaus. Steiners kritischer Blick auf eine Wirtschaftsordnung, die das Geld selbst zur Ware erhebt und damit eine Trennung von Arbeit und Produkt herbeiführt, inspiriert die Demeter-Markengemeinschaft zu eigenen Ansätzen für ein geschwisterliches Wirtschaften. Demeter-Mitglieder erproben Elemente des assoziativen Wirtschaftens. Sie sind überzeugt: Transparenz  auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette verwandelt sie in eine  Wertschätzungskette. Kriterien fairer Zusammenarbeit sollen Bestandteil der Betriebsentwicklungsgespräche bei Erzeugern, Herstellern und Händlern werden. Und über die Partnerschaft mit Erzeugern, Herstellern und Händlern hinaus bietet Demeter den Konsumenten Partizipation an. Demeter ist der einzige Bio-Verband, der Verbrauchern Mitarbeit ermöglicht. In der Delegiertenversammlung sind neben Erzeugern, Verarbeitern und Händlern Konsumenten vertreten. Verbraucher, die Fördermitglied werden, können im Fachbeirat Verbraucher mitreden. All das klingt auch im neuen Demeter Journal Nr. 23 an. Das Herbstheft erscheint jetzt und stellt unter anderem Bäuerinnen vor, die ihre Kühe homöopathisch behandeln. Im Rezeptteil wird mit aromatischen samenfesten Gemüsesorten gekocht – genau richtig zur Erntezeit.

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