„Anonyme CO2-Zertifikate reichen uns nicht“

Demeter-Partner Holle baby food setzt Zeichen für nachhaltig erzeugte Kindernahrung

„Anonyme CO2-Zertifikate reichen uns nicht“

04.02.2015
Klimaneutrale Produkte von Holle: Bio-Babybrei Dinkel, Bio-Milchbrei und Bio-Folgemilch
Nachhaltig erzeugte Babykost hat die Kunden überzeugt - deshalb werden jetzt auch die Babybreie und die Milchbreie klimaneutral produziert

Wenn es um hochwertige Babykost geht, entscheiden sich Eltern im Fachhandel gern für Produkte aus biologisch-dynamischem Anbau. Das Demeter-Siegel steht nicht nur für Qualität, die weit über die EU-Biostandards hinausgeht. Es garantiert auch, dass u.a. die Tiere artgerecht gehalten und die Böden schonend bearbeitet werden. Demeter-Partner Holle baby food produziert jetzt einen beachtlichen Teil seines Sortiments auch klimaneutral.

Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Erdatmosphäre hat laut Weltorganisation für Meteorologie einen Höchststand erreicht. Allen voran der CO2-Gehalt. Der Demeter-Verarbeiter Holle baby food zeigt, dass nicht nur Industriekonzerne gefragt sind, sich für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen einzusetzen. Als erster biologisch-dynamischer Babykost-Hersteller produziert das mittelständische Unternehmen einen nennenswerten Teil seines Sortiments klimaneutral: die Milch- und Getreidebreie seit November 2014, die Säuglingsmilchnahrungen bereits seit 2013.

„Die starke Nachfrage nach unseren CO2-neutralen Säuglingsmilchnahrungen hat gezeigt, dass junge Eltern im Bio-Fachhandel Wert auf wirklich nachhaltig erzeugte Babykost legen. Diesem Anspruch werden wir jetzt mit zwei weiteren Produktkategorien gerecht“, erklärt die Holle Geschäftsleitung. Für Tobias Bandel, Klimaexperte und Geschäftsführer von Soil & More International, ist das Engagement von Holle außergewöhnlich: „Das Unternehmen ist eines der wenigen, die konsequent Schritt für Schritt auf eine klimaneutrale Produktion umsteigen.” Damit sei Holle baby food auch Vorbild, um weitere kleine und mittelständische Firmen zu mehr Klimaschutz zu bewegen.

CO2-neutral – vom Acker bis ins Ladenregal

Soil and More berechnet für Holle die CO2e-Emissionen der Produkte und berücksichtigt dabei alle Wertschöpfungsstufen vom Acker bis ins Ladenregal. CO2e steht für das Treibhausgaspotenzial. Es gibt an, wie viel eine festgelegte Masse eines Treibhausgases zur globalen Erwärmung beiträgt. Im normalen Sprachgebrauch spricht man auch oft vereinfacht von CO2. Je nach Produkt werden durch Anbau, Produktion und Transport unterschiedlich viele CO2-Emissionen freigesetzt. In die Berechnung mit einbezogen werden beispielsweise der Getreideanbau, das Futter für die Milchkühe, der Energieverbrauch bei der Verarbeitung oder dem Transport. Bei der Ermittlung der Emissionen werden alle relevanten Treibhausgase wie z.B. Methan, Lachgas, Kohlenstoffdioxid und weitere berücksichtigt.

Im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft werden bei der Herstellung von Produkten aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft grundsätzlich weniger Treibhausgase freigesetzt. Bei den Holle Säuglingsmilchnahrungen in Demeter-Qualität liegt das vor allem daran, dass das Futter für die Milchkühe aus hofeigener Erzeugung stammt. Auch dass die Äcker bei der biologisch-dynamischen Landwirtschaft bodenschonend bearbeitet werden und auf synthetische Düngemittel verzichtet wird, trägt zu den vergleichsweise geringen CO2-Werten bei.

Kapstadt, Kompost, Klimaschutz

Die Emissionen, die dennoch enstehen, kompensiert Holle baby food „nicht einfach über den anonymen Markt für CO2-Zertifkatehandel, sondern über biodynamische Kompostprojekte von Soil & More in Ägypten und Südafrika”, so die Holle Geschäftsleitung. Soil & More engagiert sich unter anderem für biologisch nachhaltige Landwirtschaft und betreibt mit Partnern in Entwicklungs- und Schwellenländern Anlagen, die organische Abfälle wie Ernterückstände, Grünschnitt und Mist in hochwertigen Kompost umwandeln. Verglichen mit einer herkömmlichen Entsorgung durch unkontrolliertes Verrotten oder Verbrennen entsteht dabei nur ein Bruchteil der Treibhausgasemissionen. Dieser Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffekts wird mit handelsfähigen Emissionszertifikaten vergütet. Die beiden CO2-Minderungsprojekte bzw. die dort generierten Emissions-Zertifikate sind von der TÜV Nord Cert GmbH zertifiziert und entsprechen den Anforderungen der Vereinten Nationen.

Die Holle Geschäftsleitung betont, dass für Holle die Kompensation der CO2-Emissionen über den anonymen Markt für Emissions-Zertifikate keine zufriedenstellende Option darstellen würde: „Unseren Partnerprojekten Sekem in Ägypten und Reliance in Südafrika liegt ein nachhaltiger Kreislaufgedanke zugrunde. Neben der Nähe zur Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung war uns dies bei der Auswahl der CO2-Kompensationsprojekte besonders wichtig.” Auf der Sekem-Farm in Ägypten werden jährlich 350.000 Quadratmeter Wüste für die Bio-Landwirtschaft nutzbar gemacht, eine Fläche von etwa 45 Fußballfeldern. Seit Mitte 2013 erwirbt Holle seine CO2-Kompensationszertifikate zudem aus Südafrika von der Reliance-Initiative. Aus Grünabfällen in Kapstadt entsteht dort hochwertige Pflanzenerde. Auch Arbeitsplätze und ein bewussterer Umgang mit der Natur werden durch das Holle Engagement in den beiden Projektländern gefördert. „Wir sehen uns in einer grossen ökologischen und sozialen Verantwortung, die unserer Unternehmensphilosophie als Demeter-Produzent entspringt“, so die Holle Geschäftsführung.

Der Babykosthersteller möchte sich auf seiner bisherigen Leistung in puncto Klimaschutz nicht ausruhen. Zwar wird aktuell bereits ein respektabler Teil des Holle Babykost-Sortiments klimatneutral angeboten. Holle möchte aber auch in den nächsten Jahren weitere Produktionspartnerbetriebe und Rohwarenlieferanten für den Klimaschutz gewinnen und die CO2-Emissionen für weitere Sortimentsbereiche analysieren und kompensieren.

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„Anonyme CO2-Zertifikate reichen uns nicht“
Demeter-Partner Holle baby food setzt Zeichen für nachhaltig erzeugte Kindernahrung

Wenn es um hochwertige Babykost geht, entscheiden sich Eltern im Fachhandel gern für Produkte aus biologisch-dynamischem Anbau. Das Demeter-Siegel steht nicht nur für Qualität, die weit über die EU-Biostandards hinausgeht. Es garantiert auch, dass u.a. die Tiere artgerecht gehalten und die Böden schonend bearbeitet werden. Demeter-Partner Holle baby food produziert jetzt einen beachtlichen Teil seines Sortiments auch klimaneutral.

Die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Erdatmosphäre hat laut Weltorganisation für Meteorologie einen Höchststand erreicht. Allen voran der CO2-Gehalt. Der Demeter-Verarbeiter Holle baby food zeigt, dass nicht nur Industriekonzerne gefragt sind, sich für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen einzusetzen. Als erster biologisch-dynamischer Babykost-Hersteller produziert das mittelständische Unternehmen einen nennenswerten Teil seines Sortiments klimaneutral: die Milch- und Getreidebreie seit November 2014, die Säuglingsmilchnahrungen bereits seit 2013.

„Die starke Nachfrage nach unseren CO2-neutralen Säuglingsmilchnahrungen hat gezeigt, dass junge Eltern im Bio-Fachhandel Wert auf wirklich nachhaltig erzeugte Babykost legen. Diesem Anspruch werden wir jetzt mit zwei weiteren Produktkategorien gerecht“, erklärt die Holle Geschäftsleitung. Für Tobias Bandel, Klimaexperte und Geschäftsführer von Soil & More International, ist das Engagement von Holle außergewöhnlich: „Das Unternehmen ist eines der wenigen, die konsequent Schritt für Schritt auf eine klimaneutrale Produktion umsteigen.” Damit sei Holle baby food auch Vorbild, um weitere kleine und mittelständische Firmen zu mehr Klimaschutz zu bewegen.

CO2-neutral – vom Acker bis ins Ladenregal

Soil and More berechnet für Holle die CO2e-Emissionen der Produkte und berücksichtigt dabei alle Wertschöpfungsstufen vom Acker bis ins Ladenregal. CO2e steht für das Treibhausgaspotenzial. Es gibt an, wie viel eine festgelegte Masse eines Treibhausgases zur globalen Erwärmung beiträgt. Im normalen Sprachgebrauch spricht man auch oft vereinfacht von CO2. Je nach Produkt werden durch Anbau, Produktion und Transport unterschiedlich viele CO2-Emissionen freigesetzt. In die Berechnung mit einbezogen werden beispielsweise der Getreideanbau, das Futter für die Milchkühe, der Energieverbrauch bei der Verarbeitung oder dem Transport. Bei der Ermittlung der Emissionen werden alle relevanten Treibhausgase wie z.B. Methan, Lachgas, Kohlenstoffdioxid und weitere berücksichtigt.

Im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft werden bei der Herstellung von Produkten aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft grundsätzlich weniger Treibhausgase freigesetzt. Bei den Holle Säuglingsmilchnahrungen in Demeter-Qualität liegt das vor allem daran, dass das Futter für die Milchkühe aus hofeigener Erzeugung stammt. Auch dass die Äcker bei der biologisch-dynamischen Landwirtschaft bodenschonend bearbeitet werden und auf synthetische Düngemittel verzichtet wird, trägt zu den vergleichsweise geringen CO2-Werten bei.

Kapstadt, Kompost, Klimaschutz

Die Emissionen, die dennoch enstehen, kompensiert Holle baby food „nicht einfach über den anonymen Markt für CO2-Zertifkatehandel, sondern über biodynamische Kompostprojekte von Soil & More in Ägypten und Südafrika”, so die Holle Geschäftsleitung. Soil & More engagiert sich unter anderem für biologisch nachhaltige Landwirtschaft und betreibt mit Partnern in Entwicklungs- und Schwellenländern Anlagen, die organische Abfälle wie Ernterückstände, Grünschnitt und Mist in hochwertigen Kompost umwandeln. Verglichen mit einer herkömmlichen Entsorgung durch unkontrolliertes Verrotten oder Verbrennen entsteht dabei nur ein Bruchteil der Treibhausgasemissionen. Dieser Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffekts wird mit handelsfähigen Emissionszertifikaten vergütet. Die beiden CO2-Minderungsprojekte bzw. die dort generierten Emissions-Zertifikate sind von der TÜV Nord Cert GmbH zertifiziert und entsprechen den Anforderungen der Vereinten Nationen.

Die Holle Geschäftsleitung betont, dass für Holle die Kompensation der CO2-Emissionen über den anonymen Markt für Emissions-Zertifikate keine zufriedenstellende Option darstellen würde: „Unseren Partnerprojekten Sekem in Ägypten und Reliance in Südafrika liegt ein nachhaltiger Kreislaufgedanke zugrunde. Neben der Nähe zur Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung war uns dies bei der Auswahl der CO2-Kompensationsprojekte besonders wichtig.” Auf der Sekem-Farm in Ägypten werden jährlich 350.000 Quadratmeter Wüste für die Bio-Landwirtschaft nutzbar gemacht, eine Fläche von etwa 45 Fußballfeldern. Seit Mitte 2013 erwirbt Holle seine CO2-Kompensationszertifikate zudem aus Südafrika von der Reliance-Initiative. Aus Grünabfällen in Kapstadt entsteht dort hochwertige Pflanzenerde. Auch Arbeitsplätze und ein bewussterer Umgang mit der Natur werden durch das Holle Engagement in den beiden Projektländern gefördert. „Wir sehen uns in einer grossen ökologischen und sozialen Verantwortung, die unserer Unternehmensphilosophie als Demeter-Produzent entspringt“, so die Holle Geschäftsführung.

Der Babykosthersteller möchte sich auf seiner bisherigen Leistung in puncto Klimaschutz nicht ausruhen. Zwar wird aktuell bereits ein respektabler Teil des Holle Babykost-Sortiments klimatneutral angeboten. Holle möchte aber auch in den nächsten Jahren weitere Produktionspartnerbetriebe und Rohwarenlieferanten für den Klimaschutz gewinnen und die CO2-Emissionen für weitere Sortimentsbereiche analysieren und kompensieren.