Erfreulicher Trend: Biodynamische Sorten gewinnen an Bedeutung

Erntedank: Demeter-Bauern ziehen Bilanz der Getreideernte

Erfreulicher Trend: Biodynamische Sorten gewinnen an Bedeutung

30.09.2015
Alexander Gerber mit den Landwirten von Hof Klostersee um und auf dem Mähdrescher
Demeter-Vorstand Alexander Gerber (auf dem Mähdrescher) mit Knut Ellenberg (unten links) und den weiteren Landwirten von Demeter-Hof Klostersee

Die rund 1500 deutschen Demeter-Bauern blicken passend zum bevorstehenden Erntedankfest zurück auf die Getreideernte und ziehen Bilanz. Auch auf den biodynamischen Feldern sind die Erträge angesichts der Wetterkapriolen regional unterschiedlich ausgefallen. Bei einem Besuch auf dem Demeter-Hof Klostersee in der Lübecker Bucht bekam Demeter-Vorstandssprecher Alexander Gerber von Landwirt Knut Ellenberg allerdings durchweg positive Informationen. Hier wird schon seit Jahren der biodynamisch gezüchtete Lichtkornroggen angebaut und auch bei Dinkel und Weizen werden erfolgreich eigene Sorten eingesetzt.

Demeter ist der erste Anbauverband, der Richtlinien für die Züchtung von Getreide und Gemüse eingeführt hat und die neuen Sorten entsprechend zertifiziert. Für Knut Ellenberg ist es besonders spannend nachzuvollziehen, was Züchter dabei entwickeln. Im direkten Kontakt kann er sogar nacherleben, was in den Zuchtgärten entsteht. Gerber, studierter Landwirt, konnte sich von der guten Gesundheit und der gleichmäßigen Qualität der biodynamischen Sorten auf Klostersee überzeugen.

In der Hof-Bäckerei bestätigte das Team, wie gut sich etwa Lichtkornroggen oder der hofeigene Dinkel verbacken lassen und wie sehr Kunden diese Backwaren bevorzugen. „Das Zusammenspiel von Zucht, Anbau, Ernte, Lagerung und Verarbeitung in bester Handwerkskunst ist bereichernd für unsere Arbeit“, waren sich alle einig. Alexander Gerber sieht für die besondere Qualität der Demeter-Getreide-Ernte gute Chancen am Markt.

Bei den Biodynamikern sind Hybridsorten für den Getreideanbau generell nicht zugelassen. Die Bewahrung alter Hof-Sorten und die Entwicklung biodynamischer Sorten, die sich durch beste Reifequalität und große Vitalität auszeichnen, stehen im Mittelpunkt der Bemühungen. Das Ergebnis – den charakteristischen Geschmack einer großen Vielfalt an Getreideprodukten – schätzen qualitätsbewusste Konsumenten besonders.

Gespräch zwischen Landwirt Knut Ellenberg (rechts) und Demeter-Vorstand Alexander Gerber (Mitte).
Links im Bild: Bäcker Dirk Öllerich

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Hof Klostersee
Sorten
Züchtung
Getreide
30.09.2015
Erfreulicher Trend: Biodynamische Sorten gewinnen an Bedeutung
Erntedank: Demeter-Bauern ziehen Bilanz der Getreideernte

Die rund 1500 deutschen Demeter-Bauern blicken passend zum bevorstehenden Erntedankfest zurück auf die Getreideernte und ziehen Bilanz. Auch auf den biodynamischen Feldern sind die Erträge angesichts der Wetterkapriolen regional unterschiedlich ausgefallen. Bei einem Besuch auf dem Demeter-Hof Klostersee in der Lübecker Bucht bekam Demeter-Vorstandssprecher Alexander Gerber von Landwirt Knut Ellenberg allerdings durchweg positive Informationen. Hier wird schon seit Jahren der biodynamisch gezüchtete Lichtkornroggen angebaut und auch bei Dinkel und Weizen werden erfolgreich eigene Sorten eingesetzt.

Demeter ist der erste Anbauverband, der Richtlinien für die Züchtung von Getreide und Gemüse eingeführt hat und die neuen Sorten entsprechend zertifiziert. Für Knut Ellenberg ist es besonders spannend nachzuvollziehen, was Züchter dabei entwickeln. Im direkten Kontakt kann er sogar nacherleben, was in den Zuchtgärten entsteht. Gerber, studierter Landwirt, konnte sich von der guten Gesundheit und der gleichmäßigen Qualität der biodynamischen Sorten auf Klostersee überzeugen.

In der Hof-Bäckerei bestätigte das Team, wie gut sich etwa Lichtkornroggen oder der hofeigene Dinkel verbacken lassen und wie sehr Kunden diese Backwaren bevorzugen. „Das Zusammenspiel von Zucht, Anbau, Ernte, Lagerung und Verarbeitung in bester Handwerkskunst ist bereichernd für unsere Arbeit“, waren sich alle einig. Alexander Gerber sieht für die besondere Qualität der Demeter-Getreide-Ernte gute Chancen am Markt.

Bei den Biodynamikern sind Hybridsorten für den Getreideanbau generell nicht zugelassen. Die Bewahrung alter Hof-Sorten und die Entwicklung biodynamischer Sorten, die sich durch beste Reifequalität und große Vitalität auszeichnen, stehen im Mittelpunkt der Bemühungen. Das Ergebnis – den charakteristischen Geschmack einer großen Vielfalt an Getreideprodukten – schätzen qualitätsbewusste Konsumenten besonders.

Gespräch zwischen Landwirt Knut Ellenberg (rechts) und Demeter-Vorstand Alexander Gerber (Mitte).
Links im Bild: Bäcker Dirk Öllerich