EU-Kommission verfehlt eigene Ziele

Demeter beurteilt Entwurf der neuen EU-Öko-Verordnung

EU-Kommission verfehlt eigene Ziele

14.05.2014
Demeter-Vorstand Alexander Gerber
Fordert Unterstützung für eine ökologische Agrar- und Ernährungswende - Demeter-Vorstand Alexander Gerber

Die Bio-Branche beurteilt europaweit den Entwurf der EU-Kommission für eine neue EU-Öko-Verordnung als vollkommen ungeeignet, Bio in Qualität und Menge voranzubringen. „Die Ziele der Kommission, den Öko-Landbau noch besser zu machen, teilen wir“, so Demeter-Vorstand Alexander Gerber. Nur seien die vorgeschlagenen Maßnahmen völlig ungeeignet. „Die Kommission verfehlt ihre eigenen Ziele und ist drauf und dran den Bio-Anbau mit seinen über Jahre stetig verbesserten Standards zurückzudrängen anstatt auszudehnen“, so Gerber.

Demeter fordert daher gemeinsam mit den im BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) zusammengeschlossenen Verbänden das EU-Parlament und den EU-Rat auf, den jetzt von der EU-Kommission vorgelegten Vorschlag zur Neufassung der EU-Bio-Verordnung zurückzuweisen. Vielmehr gehe es darum, die jetzige Verordnung kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Dafür liegen bereits seit langem zahlreiche Vorschläge von Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern auf dem Tisch“, nimmt Gerber auf die Stellungnahme des BÖLW Bezug.

So würden wichtige Verbesserungen in den Bereichen Kontrolle und Import, die Experten seit langen fordern, von der EU-Kommission nicht aufgegriffen. Im Verordnungsentwurf fehlen wichtige Anhänge, entscheidende Definitionen und die für die Demeter-Landwirtschaft unverzichtbaren biologisch-dynamischen Präparate wurden gestrichen. In der BÖLW Stellungnahme heißt es weiter: „Der Verordnungsentwurf ist von handwerklichen Mängeln durchzogen. Viele der neu entworfenen Regelungen basieren auf falschen Annahmen und fehlenden Fakten. Anstatt Vorschläge für verbesserte Rahmenbedingungen und mehr Sicherheit zu machen, schafft die neue Verordnung Risiken für Öko-Betriebe und lastet allen Beteiligten mehr Bürokratie auf.“

In seiner Stellungnahme und einem Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt fordert der BÖLW die Bundesregierung sowie das EU-Parlament deshalb auf, den Entwurf in seiner jetzigen Form zurückzuweisen. Die Stellungnahme des BÖLW, in der eine Analyse und Bewertung des Entwurfes der EU-Kommission vorgenommen wird, lesen Sie hier.

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EU-Kommission verfehlt eigene Ziele
Demeter beurteilt Entwurf der neuen EU-Öko-Verordnung

Die Bio-Branche beurteilt europaweit den Entwurf der EU-Kommission für eine neue EU-Öko-Verordnung als vollkommen ungeeignet, Bio in Qualität und Menge voranzubringen. „Die Ziele der Kommission, den Öko-Landbau noch besser zu machen, teilen wir“, so Demeter-Vorstand Alexander Gerber. Nur seien die vorgeschlagenen Maßnahmen völlig ungeeignet. „Die Kommission verfehlt ihre eigenen Ziele und ist drauf und dran den Bio-Anbau mit seinen über Jahre stetig verbesserten Standards zurückzudrängen anstatt auszudehnen“, so Gerber.

Demeter fordert daher gemeinsam mit den im BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) zusammengeschlossenen Verbänden das EU-Parlament und den EU-Rat auf, den jetzt von der EU-Kommission vorgelegten Vorschlag zur Neufassung der EU-Bio-Verordnung zurückzuweisen. Vielmehr gehe es darum, die jetzige Verordnung kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Dafür liegen bereits seit langem zahlreiche Vorschläge von Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern auf dem Tisch“, nimmt Gerber auf die Stellungnahme des BÖLW Bezug.

So würden wichtige Verbesserungen in den Bereichen Kontrolle und Import, die Experten seit langen fordern, von der EU-Kommission nicht aufgegriffen. Im Verordnungsentwurf fehlen wichtige Anhänge, entscheidende Definitionen und die für die Demeter-Landwirtschaft unverzichtbaren biologisch-dynamischen Präparate wurden gestrichen. In der BÖLW Stellungnahme heißt es weiter: „Der Verordnungsentwurf ist von handwerklichen Mängeln durchzogen. Viele der neu entworfenen Regelungen basieren auf falschen Annahmen und fehlenden Fakten. Anstatt Vorschläge für verbesserte Rahmenbedingungen und mehr Sicherheit zu machen, schafft die neue Verordnung Risiken für Öko-Betriebe und lastet allen Beteiligten mehr Bürokratie auf.“

In seiner Stellungnahme und einem Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt fordert der BÖLW die Bundesregierung sowie das EU-Parlament deshalb auf, den Entwurf in seiner jetzigen Form zurückzuweisen. Die Stellungnahme des BÖLW, in der eine Analyse und Bewertung des Entwurfes der EU-Kommission vorgenommen wird, lesen Sie hier.