Eigentum am Boden als Aufgabe für die gesamte Gesellschaft

Die neue Frage von Haben oder Sein

Eigentum am Boden als Aufgabe für die gesamte Gesellschaft

26.04.2013

Demeter Hessen e. V. lädt ein zu einem Dialog mit Bürger/innen, Bankern und Bauern am Sonntag, dem 28. April 2013 ab 11.15 Uhr in der Waggonhalle Marburg (Ende gegen 16.00 Uhr)

Weltweit gibt es eine historische Entwicklung von der gemeinschaftlichen Nutzung von Grund und Boden hin zu einer Privatisierung. Aber sind damit alle Fragen gelöst? In unserer Gesellschaft betreiben heute nur noch wenige Menschen Ackerbau und Tierhaltung, und sie besitzen nur einen Teil des Lands, das sie bewirtschaften. Weil viele Höfe in den letzten Jahrzehnten aufgegeben und ihr Land verpachtet haben, sind die heutigen Eigentümer selbst keine Bauern mehr. Im Zuge dieser Entwicklung haben Spezialisierung und Arbeitsteilung auch in der Landwirtschaft enorm zugenommen, und Futter- wie Nahrungsmittel werden weltweit gehandelt. Jeder Mensch ist für seine existenziellen Bedürfnisse abhängig von anderen - eine Entwicklung die sowohl im Hinblick auf die Qualität der Nahrungsmittel, als auch auf die soziale Gerechtigkeit und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen hinterfragt werden muss.

Wie könnten neue, gemeinschaftlich getragene Formen des Eigentums an Land und ganzen Höfen aussehen, in denen an Stelle von Abhängigkeiten eine gemeinsame Verantwortung aller entsteht? Denn Lebensmittel nicht nur billig haben zu wollen, sondern gemeinsam verantwortlich zu sein für das Land und die Menschen, die Pflanzen und Tiere und die Erde insgesamt – das ist eine Frage, die im Grunde jeden betrifft.

Gregor Kaiser, Forstwirt und Sozialwissenschaftler aus dem Sauerland, hat sich mit der Frage der Gemeingüter („commons“) beschäftigt und stellt aktuelle Modelle vor, wie Menschen heute gemeinsam ökonomisch, sozial und ökologisch Verantwortung für sie übernehmen können. Uwe Greff ist verantwortlich für die Entwicklung der Bio-Boden-Gesellschaft der GLS Bank in Berlin. In Impulsvorträgen werden sie aus ihrer Arbeit berichten und dann mit den Gästen über Zukunftsfragen unserer Landwirtschaft diskutieren.

Information & Anmeldung: Demeter Hessen e.V., Tel: 06635-918591, info[ / at \ ]demeter-hessen [ / dot \ ] de; die Veranstaltung ist kostenlos, um einen Beitrag für Getränke und Verpflegung wird gebeten.

26.04.2013
Eigentum am Boden als Aufgabe für die gesamte Gesellschaft
Die neue Frage von Haben oder Sein

Demeter Hessen e. V. lädt ein zu einem Dialog mit Bürger/innen, Bankern und Bauern am Sonntag, dem 28. April 2013 ab 11.15 Uhr in der Waggonhalle Marburg (Ende gegen 16.00 Uhr)

Weltweit gibt es eine historische Entwicklung von der gemeinschaftlichen Nutzung von Grund und Boden hin zu einer Privatisierung. Aber sind damit alle Fragen gelöst? In unserer Gesellschaft betreiben heute nur noch wenige Menschen Ackerbau und Tierhaltung, und sie besitzen nur einen Teil des Lands, das sie bewirtschaften. Weil viele Höfe in den letzten Jahrzehnten aufgegeben und ihr Land verpachtet haben, sind die heutigen Eigentümer selbst keine Bauern mehr. Im Zuge dieser Entwicklung haben Spezialisierung und Arbeitsteilung auch in der Landwirtschaft enorm zugenommen, und Futter- wie Nahrungsmittel werden weltweit gehandelt. Jeder Mensch ist für seine existenziellen Bedürfnisse abhängig von anderen - eine Entwicklung die sowohl im Hinblick auf die Qualität der Nahrungsmittel, als auch auf die soziale Gerechtigkeit und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen hinterfragt werden muss.

Wie könnten neue, gemeinschaftlich getragene Formen des Eigentums an Land und ganzen Höfen aussehen, in denen an Stelle von Abhängigkeiten eine gemeinsame Verantwortung aller entsteht? Denn Lebensmittel nicht nur billig haben zu wollen, sondern gemeinsam verantwortlich zu sein für das Land und die Menschen, die Pflanzen und Tiere und die Erde insgesamt – das ist eine Frage, die im Grunde jeden betrifft.

Gregor Kaiser, Forstwirt und Sozialwissenschaftler aus dem Sauerland, hat sich mit der Frage der Gemeingüter („commons“) beschäftigt und stellt aktuelle Modelle vor, wie Menschen heute gemeinsam ökonomisch, sozial und ökologisch Verantwortung für sie übernehmen können. Uwe Greff ist verantwortlich für die Entwicklung der Bio-Boden-Gesellschaft der GLS Bank in Berlin. In Impulsvorträgen werden sie aus ihrer Arbeit berichten und dann mit den Gästen über Zukunftsfragen unserer Landwirtschaft diskutieren.

Information & Anmeldung: Demeter Hessen e.V., Tel: 06635-918591, info@demeter-hessen [ / dot \ ] de; die Veranstaltung ist kostenlos, um einen Beitrag für Getränke und Verpflegung wird gebeten.