Kochen ist das Schlüsselwort

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick im neuen Demeter Journal

Kochen ist das Schlüsselwort

09.02.2015
Alexander Gerber und Dieter Kosslick
Demeter-Vorstand Alexander Gerber (rechts) erklärt Berlinale-Chef Dieter Kosslick die Funktion von Kuhhörnern

Wenn Berlinale-Direktor Dieter Kosslick über gutes Essen, die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln oder seine Leidenschaft für Backen und Kochen spricht, ist das schon richtig großes Kino. Das zeigte sich im Gespräch mit Demeter-Vorstand Alexander Gerber – nachzulesen und mit zu erleben im aktuellen Demeter Journal, das jetzt ganz passend zum internationalen Filmfestival in Berlin erscheint.   

Der Politik- und Kommunikationswissenschaftler Kosslick hat nicht nur das wache Auge für cineastische Leckerbissen, er gilt als ausgesprochener Genussmensch, ist bekennender Vegetarier und Fan von Demeter-Bäcker Weichardt. Wie weit seine Begeisterung für biodynamische Lebensmittel geht, überraschte dann aber auch Demeter-Vorstand Alexander Gerber. Das Kulinarische Kino innerhalb der Berlinale hat Kosslick initiiert, um zu sensibilisieren für Qualität, Genuss und Verantwortung. Darum geht es filmisch und kulinarisch. Das Kulinarische Kino, so Kosslick im Gespräch mit Alexander Gerber, riecht übrigens nach Weichardt-Brot: „Wir fangen immer mit Weichardt-Brot an und stellen nur Öl und Salz dazu auf den Tisch. Ohnehin würden wir am allerliebsten nur Demeter anbieten, aber das ist ein Prozess. Wir nähern uns dem. Irgendwann in fünf Jahren wird es so sein, dass alles dem Standard entspricht, den wir wollen.“ Sein Anspruch an das Kulinarische Kino (KuKi) geht weit über die gezeigten Filme hinaus. „In Wahrheit wollen wir, dass in Schulgärten Kinder ihr Gemüse anbauen und das dann in der Schule kochen und essen.“ Mehr persönliche und politische Aussagen von Dieter Kosslick im Demeter Journal Nr. 25.

Neben all diesen Visionen für die Zukunft geht es jetzt in Berlin um Filme für mehr Genuss. Auftaktfilm ist der Dokumentarfilm „Good Things Await“ –  "Viel Gutes erwartet uns" über einen dänischen Demeter-Landwirt. Sein Gemüse und Fleisch werden im Spitzen-Restaurant NOMA in Kopenhagen hoch geschätzt, viele dänische Küchenchefs von Weltrang kaufen bei ihm ein. Trotzdem hat der engagierte Bauer Probleme durch EU-Vorschriften und Tierschutz-Kontrollen, sogar die Schließung des Hofs droht. Kinostart ist am 19. März. Insgesamt laufen im Kulinarischen Kino 13 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, ausschließlich deutsche Erstaufführungen. Nach den Vorführungen kreiert jeweils ein Spitzenkoch ein Menü, das vom Film des Abends inspiriert ist. Entscheidend für das "Kulinarische Kino" waren auch Impulse von Slow-Food-Präsident Carlo Petrini und Alice Waters, Chefköchin aus Kalifornien und Begründerin von „Edible-Schoolyard“, einem Bildungsprogramm, das sich dafür einsetzt, dass Kinder und Jugendliche als Teil des Lehrplans im Schulgarten Zutaten anbauen, ernten und gemeinsam zubereiten. Diese beiden Pioniere wurden am 8. Februar 2015 mit der „Berlinale Kamera“ ausgezeichnet.

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Kochen ist das Schlüsselwort
Berlinale-Direktor Dieter Kosslick im neuen Demeter Journal

Wenn Berlinale-Direktor Dieter Kosslick über gutes Essen, die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln oder seine Leidenschaft für Backen und Kochen spricht, ist das schon richtig großes Kino. Das zeigte sich im Gespräch mit Demeter-Vorstand Alexander Gerber – nachzulesen und mit zu erleben im aktuellen Demeter Journal, das jetzt ganz passend zum internationalen Filmfestival in Berlin erscheint.   

Der Politik- und Kommunikationswissenschaftler Kosslick hat nicht nur das wache Auge für cineastische Leckerbissen, er gilt als ausgesprochener Genussmensch, ist bekennender Vegetarier und Fan von Demeter-Bäcker Weichardt. Wie weit seine Begeisterung für biodynamische Lebensmittel geht, überraschte dann aber auch Demeter-Vorstand Alexander Gerber. Das Kulinarische Kino innerhalb der Berlinale hat Kosslick initiiert, um zu sensibilisieren für Qualität, Genuss und Verantwortung. Darum geht es filmisch und kulinarisch. Das Kulinarische Kino, so Kosslick im Gespräch mit Alexander Gerber, riecht übrigens nach Weichardt-Brot: „Wir fangen immer mit Weichardt-Brot an und stellen nur Öl und Salz dazu auf den Tisch. Ohnehin würden wir am allerliebsten nur Demeter anbieten, aber das ist ein Prozess. Wir nähern uns dem. Irgendwann in fünf Jahren wird es so sein, dass alles dem Standard entspricht, den wir wollen.“ Sein Anspruch an das Kulinarische Kino (KuKi) geht weit über die gezeigten Filme hinaus. „In Wahrheit wollen wir, dass in Schulgärten Kinder ihr Gemüse anbauen und das dann in der Schule kochen und essen.“ Mehr persönliche und politische Aussagen von Dieter Kosslick im Demeter Journal Nr. 25.

Neben all diesen Visionen für die Zukunft geht es jetzt in Berlin um Filme für mehr Genuss. Auftaktfilm ist der Dokumentarfilm „Good Things Await“ –  "Viel Gutes erwartet uns" über einen dänischen Demeter-Landwirt. Sein Gemüse und Fleisch werden im Spitzen-Restaurant NOMA in Kopenhagen hoch geschätzt, viele dänische Küchenchefs von Weltrang kaufen bei ihm ein. Trotzdem hat der engagierte Bauer Probleme durch EU-Vorschriften und Tierschutz-Kontrollen, sogar die Schließung des Hofs droht. Kinostart ist am 19. März. Insgesamt laufen im Kulinarischen Kino 13 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, ausschließlich deutsche Erstaufführungen. Nach den Vorführungen kreiert jeweils ein Spitzenkoch ein Menü, das vom Film des Abends inspiriert ist. Entscheidend für das "Kulinarische Kino" waren auch Impulse von Slow-Food-Präsident Carlo Petrini und Alice Waters, Chefköchin aus Kalifornien und Begründerin von „Edible-Schoolyard“, einem Bildungsprogramm, das sich dafür einsetzt, dass Kinder und Jugendliche als Teil des Lehrplans im Schulgarten Zutaten anbauen, ernten und gemeinsam zubereiten. Diese beiden Pioniere wurden am 8. Februar 2015 mit der „Berlinale Kamera“ ausgezeichnet.