Demonstration für bäuerliche Landwirtschaft und Forderung nach Gentech-Anbauverbot

Agrarministerkonferenz in Cottbus

Demonstration für bäuerliche Landwirtschaft und Forderung nach Gentech-Anbauverbot

03.04.2014

Vom 2. bis 4. April findet im Cottbusser Radisson Blu Hotel die Frühjahrs-Agrarministerkonferenz des Bundes und der Länder statt. Die Fachkonferenz für Agrar- und Forstwirtschaft wird zweimal im Jahr abgehalten. Im Zuge der Konferenz werden in Cottbus Forderungen nach Verboten von Massentierhaltung und Gentechnik laut.

Demonstration gegen Massentierhaltung

Seit 10.30 Uhr haben sich vor dem Hotel zahlreiche Demonstranten des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg versammelt. Auch Demeter ist ein Träger des Aktionsbündnisses und fordert mit den Demonstranten eine bäuerliche, tier- und umweltgerechte Landwirtschaft.

Mit der Demonstration richten sich die teilnehmenden Bauern, Imker, Schäfer und Bürger insbesondere gegen die Genehmigungen überdimensionierter Massentierhaltungsanlagen, die damit einhergehende immense Nitrat-Belastung von Seen, Flüssen und Böden und den Verlust der land- und naturtouristischen Schätze. Gemeinsam wollen sie gegen diese Negativentwicklungen vorgehen und verlangen unter anderem von den anwesenden Ministern und Amtschefs die Beendigung der Massentierhaltung, die naturverträgliche Ausrichtung der Agrar- und Förderpolitik, eine Novellierung der Düngemittelverordnung und die Reduktion des Antibiotikaeinsätze in der Tierhaltung.

Gentech-Anbauverbote sichern Land- und Lebensmittelwirtschaft wichtigen Standortvorteil

Auch die Diskussion um die nationalen Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen steht bei der Agrarministerkonferenz auf der Agenda. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), sieht in einem Gentechnik-Anbauverbot einen Standortvorteil für Deutschland:

„Bund und Länder müssen mit einem nationalen Anbauverbot dafür sorgen, dass deutsche Landwirte, Verarbeiter und Händler gentechnikfrei produzieren können. Im Interesse der Verbraucher, die gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmitteln ablehnen und unsere Unternehmen, die verpflichtet sind ohne GVO zu arbeiten, erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie endlich ein praxistaugliches Konzept für die Anbauverbote vorlegt.“

Felix Prinz zu Löwenstein verweist auf das Europäische Parlament, das bereits 2011 einen konkreten Vorschlag für eine nationale Ausstiegsregelung erarbeitet hat. Dieser sollte Grundlage für die Verhandlungen auf der Agrarministerkonferenz und schließlich für die Position der Bundesregierung sein.

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Agrarministerkonferenz in Cottbus

Vom 2. bis 4. April findet im Cottbusser Radisson Blu Hotel die Frühjahrs-Agrarministerkonferenz des Bundes und der Länder statt. Die Fachkonferenz für Agrar- und Forstwirtschaft wird zweimal im Jahr abgehalten. Im Zuge der Konferenz werden in Cottbus Forderungen nach Verboten von Massentierhaltung und Gentechnik laut.

Demonstration gegen Massentierhaltung

Seit 10.30 Uhr haben sich vor dem Hotel zahlreiche Demonstranten des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg versammelt. Auch Demeter ist ein Träger des Aktionsbündnisses und fordert mit den Demonstranten eine bäuerliche, tier- und umweltgerechte Landwirtschaft.

Mit der Demonstration richten sich die teilnehmenden Bauern, Imker, Schäfer und Bürger insbesondere gegen die Genehmigungen überdimensionierter Massentierhaltungsanlagen, die damit einhergehende immense Nitrat-Belastung von Seen, Flüssen und Böden und den Verlust der land- und naturtouristischen Schätze. Gemeinsam wollen sie gegen diese Negativentwicklungen vorgehen und verlangen unter anderem von den anwesenden Ministern und Amtschefs die Beendigung der Massentierhaltung, die naturverträgliche Ausrichtung der Agrar- und Förderpolitik, eine Novellierung der Düngemittelverordnung und die Reduktion des Antibiotikaeinsätze in der Tierhaltung.

Gentech-Anbauverbote sichern Land- und Lebensmittelwirtschaft wichtigen Standortvorteil

Auch die Diskussion um die nationalen Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen steht bei der Agrarministerkonferenz auf der Agenda. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), sieht in einem Gentechnik-Anbauverbot einen Standortvorteil für Deutschland:

„Bund und Länder müssen mit einem nationalen Anbauverbot dafür sorgen, dass deutsche Landwirte, Verarbeiter und Händler gentechnikfrei produzieren können. Im Interesse der Verbraucher, die gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebensmitteln ablehnen und unsere Unternehmen, die verpflichtet sind ohne GVO zu arbeiten, erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie endlich ein praxistaugliches Konzept für die Anbauverbote vorlegt.“

Felix Prinz zu Löwenstein verweist auf das Europäische Parlament, das bereits 2011 einen konkreten Vorschlag für eine nationale Ausstiegsregelung erarbeitet hat. Dieser sollte Grundlage für die Verhandlungen auf der Agrarministerkonferenz und schließlich für die Position der Bundesregierung sein.