Demeter belegt Platz 1 in Sachen Tierwohl

Welttierschutzgesellschaft e.V. bringt Milchratgeber für Konsumenten heraus

Demeter belegt Platz 1 in Sachen Tierwohl

04.04.2014
Der Milchratgeber der Welttierschutzgesellschaft
Milchmarken im Vergleich: Laut Welttierschutzgesellschaft sind Demeter-Betriebe Vorreiter in Sachen Tierwohl

Die Welttierschutzgesellschaft hat im Rahmen ihrer KUH+DU-Kampagne verschiedene Milchmarken hinsichtlich der Haltungsbedingungen der Milchkühe verglichen, die biodynamische Milch von Demeter belegte den Spitzenplatz. Befragt wurden dazu Anbauverbände, Molkereien und Lebensmitteleinzelhändler. Das Ergebnis ist der erste Milchratgeber für einen kuhfreundlichen Konsum. Im Fokus stehen vier Aspekte der Kuhhaltung: Stallhaltung mit oder ohne Auslauf im Freien, Fütterung, Enthornung sowie Mutter-Kalb-Trennung.

Demeter schneidet am besten ab

Für alle Bio-Milchmarken mit dem deutschen bzw. europäischen Bio-Siegel gibt es gesetzliche Mindestanforderungen zur Haltung von Milchkühen wie beispielsweise Auslauf im Freien. Die Vorgaben der privaten Bio-Anbauverbände wie zum Beispiel Demeter, Bioland oder Naturland gehen darüber hinaus. Die von Demeter zertifizierten biodynamischen Milchmarken (unter anderem Ökodorf Brodowin oder Schrozberger Milchbauern) schneiden im Vergleich der Marken am besten ab. Denn zusätzlich zum garantierten Auslauf im Freien und zum hohen Grün- und Raufutteranteil behalten die Kühe ihre Hörner. Lediglich die muttergebundene Kälberaufzucht ist noch nicht in den Richtlinien festgelegt, einige Pioniere wie das Hofgut Rengoldshausen haben hier aber schon funktionierende Konzepte entwickelt. Die Arla Bio-Weidemilch wird durch die eigene vorgegebene Weidepflicht genauso gut bewertet wie die Bio-Milchmarken mit dem Bioland- oder Naturland-Siegel.

Keine gesetzlichen Vorgaben für konventionelle Milchviehhalter

Bei den meisten konventionellen Marken hingegen gibt es keine konkreten gesetzlichen Vorgaben zur Haltung von Milchkühen. Daher muss beim Kauf dieser Milch damit gerechnet werden, dass diese Kühe weniger kuhgerecht gehalten werden. Einige der Marken werben zwar mit einem hohen Grünfutteranteil (z. B. Sternenfair Milch) oder mit Laufställen (z. B. Oldenburger oder Osterland). Andere Aspekte wie Auslauf im Freien oder die Einschränkung der Enthornung spielen hingegen keine Rolle. Begriffe wie „artgerechte Tierhaltung“ oder Bilder von Kühen auf der Weide sagen nichts über die konkreten Haltungsbedingungen und das Wohl der Kühe aus.

Für den Milchratgeber der Welttierschutzgesellschaft wurden vor allem bekannte Milchmarken untersucht. Der Milchratgeber ist ab sofort online bestellbar und enthält eine herausnehmbare Vergleichstabelle im Taschenformat.

Tags: 
Welttierschutzgesellschaft
Milchratgeber
Tierwohl
Milch
Kuh
Kuh+Du
Demeter belegt Platz 1 in Sachen Tierwohl
Welttierschutzgesellschaft e.V. bringt Milchratgeber für Konsumenten heraus

Die Welttierschutzgesellschaft hat im Rahmen ihrer KUH+DU-Kampagne verschiedene Milchmarken hinsichtlich der Haltungsbedingungen der Milchkühe verglichen, die biodynamische Milch von Demeter belegte den Spitzenplatz. Befragt wurden dazu Anbauverbände, Molkereien und Lebensmitteleinzelhändler. Das Ergebnis ist der erste Milchratgeber für einen kuhfreundlichen Konsum. Im Fokus stehen vier Aspekte der Kuhhaltung: Stallhaltung mit oder ohne Auslauf im Freien, Fütterung, Enthornung sowie Mutter-Kalb-Trennung.

Demeter schneidet am besten ab

Für alle Bio-Milchmarken mit dem deutschen bzw. europäischen Bio-Siegel gibt es gesetzliche Mindestanforderungen zur Haltung von Milchkühen wie beispielsweise Auslauf im Freien. Die Vorgaben der privaten Bio-Anbauverbände wie zum Beispiel Demeter, Bioland oder Naturland gehen darüber hinaus. Die von Demeter zertifizierten biodynamischen Milchmarken (unter anderem Ökodorf Brodowin oder Schrozberger Milchbauern) schneiden im Vergleich der Marken am besten ab. Denn zusätzlich zum garantierten Auslauf im Freien und zum hohen Grün- und Raufutteranteil behalten die Kühe ihre Hörner. Lediglich die muttergebundene Kälberaufzucht ist noch nicht in den Richtlinien festgelegt, einige Pioniere wie das Hofgut Rengoldshausen haben hier aber schon funktionierende Konzepte entwickelt. Die Arla Bio-Weidemilch wird durch die eigene vorgegebene Weidepflicht genauso gut bewertet wie die Bio-Milchmarken mit dem Bioland- oder Naturland-Siegel.

Keine gesetzlichen Vorgaben für konventionelle Milchviehhalter

Bei den meisten konventionellen Marken hingegen gibt es keine konkreten gesetzlichen Vorgaben zur Haltung von Milchkühen. Daher muss beim Kauf dieser Milch damit gerechnet werden, dass diese Kühe weniger kuhgerecht gehalten werden. Einige der Marken werben zwar mit einem hohen Grünfutteranteil (z. B. Sternenfair Milch) oder mit Laufställen (z. B. Oldenburger oder Osterland). Andere Aspekte wie Auslauf im Freien oder die Einschränkung der Enthornung spielen hingegen keine Rolle. Begriffe wie „artgerechte Tierhaltung“ oder Bilder von Kühen auf der Weide sagen nichts über die konkreten Haltungsbedingungen und das Wohl der Kühe aus.

Für den Milchratgeber der Welttierschutzgesellschaft wurden vor allem bekannte Milchmarken untersucht. Der Milchratgeber ist ab sofort online bestellbar und enthält eine herausnehmbare Vergleichstabelle im Taschenformat.