Demeter nicht betroffen von Betrugsverdacht bei Bio-Eiern

Biodynamisch setzt auf transparente bäuerliche Landwirtschaft

Demeter nicht betroffen von Betrugsverdacht bei Bio-Eiern

25.02.2013

Demeter, der Verband für die Biodynamische Wirtschaftsweise, ist nicht betroffen von dem Betrugs-Verdacht bei der Erzeugung von Bio-Eiern. „Wir verurteilen die kriminellen Machenschaften der agrarindustriellen Erzeugung und der dahinter stehenden Betriebe. Dieses unerträgliche Verhalten schädigt alle bäuerlichen und ökologischen Eier-Erzeuger, die täglich im Stall gut für ihre Hühner sorgen“, zeigt sich Demeter-Vorstand Stephan Illi empört. Die Qualitätsführer im Bio-Bereich bekennen sich eindeutig zu bäuerlicher Agrarkultur statt anonymisierter industrieller Verflechtungen. Demeter hat eine eigenständige Struktur für alle Ebenen der Geflügelhaltung aufgebaut. Ganz im Sinne ihrer Pionierrolle seit fast 90 Jahren hat die Demeter-Gemeinschaft

  • ein eigenständiges Aufzuchtprogramm entwickelt,
  • zwei bäuerliche Junghennen-Aufzüchter beliefern die Demeter-Eiererzeuger,
  • dafür werden Elterntierherden geführt,
  • Haltung, Fütterung, Vermarktung sind durchweg transparent und nachvollziehbar.
  • Für den Fall einer vorübergehenden Nicht-Verfügbarkeit von Demeter-Junghennen erteilt der Verband befristete und konsequent überwachte Ausnahmegenehmigung für den Bezug von Junghennen aus entsprechend anerkannten Betrieben anderer zuverlässiger Bio-Verbände.
  • Der Bezug von Tieren aus anonymen EU-Bio-Strukturen ist untersagt.
  • Demeter-Eier-Erzeuger organisieren die Vermarktung ihrer Eier in nachvollziehbaren Strukturen und pflegen direkte Kontakte zu ihren Kunden.
  • Mit Projekten zur Aufzucht männlicher Küken aus der Legehennenbrüterei stellen Demeter-Partner die Weichen für einen ethisch ausgerichteten Umgang mit den Lebewesen und beziehen den Konsumenten in diese Verantwortungskette mit ein.
  • In der Kontrolle werden alle Demeter-Betriebe mit mehr als 1000 Legehennen einer detaillierten Plausibilitätsüberprüfung unterzogen.

Angesichts der sich häufenden Berichte über völlig inakzeptable Bedingungen in Bio-Geflügelbetrieben hatte der Demeter e. V. in allen relevanten Demeter-Geflügelbetrieben den Zustand der Tiere begutachtet. Alle erfüllten durchweg die hohen Ansprüche, die Biodynamiker an das Tierwohl haben.

Die Struktur der Demeter-Geflügelbetriebe zeigt die Ausrichtung auf bäuerlich überschaubare Erzeugung. Im Bereich der Legehennen gibt es 404 Betriebe mit insgesamt rund 116.000 Tieren. Die durchschnittliche Bestandsgröße liegt bei weniger als 300 Tieren. 2011 hatten 332 Betriebe weniger als 100 Tiere, 45 Betriebe 100 bis 500 Tiere, fünf Betriebe 500 bis 1000 Tiere, acht Betriebe 1000 bis 2000 Tiere, sieben Betriebe 2000 bis 5000 Tiere sowie fünf Betriebe 5000 bis 8000 Tiere und ein Betrieb mit insgesamt 24 000 Legehennen auf zwei Betriebsstandorten.

Die Tiere in den Demeter-Ställen mit mehr als 100 (in Mobilställen 350) Hühnern haben außer dem Warmbereich auch einen überdachten Wintergarten mit frischer Luft. Dazu einen nicht überdachten Laufhof als Übergang zum obligatorischen Grünauslauf. Das bedeutet Bewegungsfreiheit an frischer Luft bei jeder Witterung. Die Kombination von Stall und Auslaufflächen orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen und Lebensrhythmen des Geflügels. Hähne geben Orientierung und Sicherheit. Ausreichend Bewegungsfläche im Stall garantiert Platz für alle.

Grundsätzlich sind bei den Legehennen nur eine Herde à 3000 Tiere und bei der Junghennenaufzucht zwei Herden à max. 3150 Tiere pro Stallgebäude zugelassen.

Demeter-Legehennen und Demeter-Mastgeflügel bekommt 100 Prozent Bio-Futter mit mindestens 70 Prozent Demeter-Anteil (bei Nichtverfügbarkeit mindestens 50 %). Natürlich alles ohne gentechnisch manipulierte Bestandteile. Weder Farbstoffe noch synthetische Aminosäuren oder Fischmehl werden verfüttert. Täglich sind Körner zum Picken vorzulegen. Demeter-Futter ist dank biodynamischer Präparate beim Anbau voller Vitalkräfte.

Schnäbel-Kupieren ist untersagt. Demeter-Bäuerinnen und -Bauern lehnen den Eingriff in die Integrität des Tieres ohnehin ab. Weniger Medikamenteneinsatz und Priorität für homöopathische, anthroposophische oder pflanzliche Heilmittel passen zum Selbstverständnis der Geflügelhalter.

25.02.2013
Demeter nicht betroffen von Betrugsverdacht bei Bio-Eiern
Biodynamisch setzt auf transparente bäuerliche Landwirtschaft

Demeter, der Verband für die Biodynamische Wirtschaftsweise, ist nicht betroffen von dem Betrugs-Verdacht bei der Erzeugung von Bio-Eiern. „Wir verurteilen die kriminellen Machenschaften der agrarindustriellen Erzeugung und der dahinter stehenden Betriebe. Dieses unerträgliche Verhalten schädigt alle bäuerlichen und ökologischen Eier-Erzeuger, die täglich im Stall gut für ihre Hühner sorgen“, zeigt sich Demeter-Vorstand Stephan Illi empört. Die Qualitätsführer im Bio-Bereich bekennen sich eindeutig zu bäuerlicher Agrarkultur statt anonymisierter industrieller Verflechtungen. Demeter hat eine eigenständige Struktur für alle Ebenen der Geflügelhaltung aufgebaut. Ganz im Sinne ihrer Pionierrolle seit fast 90 Jahren hat die Demeter-Gemeinschaft

  • ein eigenständiges Aufzuchtprogramm entwickelt,
  • zwei bäuerliche Junghennen-Aufzüchter beliefern die Demeter-Eiererzeuger,
  • dafür werden Elterntierherden geführt,
  • Haltung, Fütterung, Vermarktung sind durchweg transparent und nachvollziehbar.
  • Für den Fall einer vorübergehenden Nicht-Verfügbarkeit von Demeter-Junghennen erteilt der Verband befristete und konsequent überwachte Ausnahmegenehmigung für den Bezug von Junghennen aus entsprechend anerkannten Betrieben anderer zuverlässiger Bio-Verbände.
  • Der Bezug von Tieren aus anonymen EU-Bio-Strukturen ist untersagt.
  • Demeter-Eier-Erzeuger organisieren die Vermarktung ihrer Eier in nachvollziehbaren Strukturen und pflegen direkte Kontakte zu ihren Kunden.
  • Mit Projekten zur Aufzucht männlicher Küken aus der Legehennenbrüterei stellen Demeter-Partner die Weichen für einen ethisch ausgerichteten Umgang mit den Lebewesen und beziehen den Konsumenten in diese Verantwortungskette mit ein.
  • In der Kontrolle werden alle Demeter-Betriebe mit mehr als 1000 Legehennen einer detaillierten Plausibilitätsüberprüfung unterzogen.

Angesichts der sich häufenden Berichte über völlig inakzeptable Bedingungen in Bio-Geflügelbetrieben hatte der Demeter e. V. in allen relevanten Demeter-Geflügelbetrieben den Zustand der Tiere begutachtet. Alle erfüllten durchweg die hohen Ansprüche, die Biodynamiker an das Tierwohl haben.

Die Struktur der Demeter-Geflügelbetriebe zeigt die Ausrichtung auf bäuerlich überschaubare Erzeugung. Im Bereich der Legehennen gibt es 404 Betriebe mit insgesamt rund 116.000 Tieren. Die durchschnittliche Bestandsgröße liegt bei weniger als 300 Tieren. 2011 hatten 332 Betriebe weniger als 100 Tiere, 45 Betriebe 100 bis 500 Tiere, fünf Betriebe 500 bis 1000 Tiere, acht Betriebe 1000 bis 2000 Tiere, sieben Betriebe 2000 bis 5000 Tiere sowie fünf Betriebe 5000 bis 8000 Tiere und ein Betrieb mit insgesamt 24 000 Legehennen auf zwei Betriebsstandorten.

Die Tiere in den Demeter-Ställen mit mehr als 100 (in Mobilställen 350) Hühnern haben außer dem Warmbereich auch einen überdachten Wintergarten mit frischer Luft. Dazu einen nicht überdachten Laufhof als Übergang zum obligatorischen Grünauslauf. Das bedeutet Bewegungsfreiheit an frischer Luft bei jeder Witterung. Die Kombination von Stall und Auslaufflächen orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen und Lebensrhythmen des Geflügels. Hähne geben Orientierung und Sicherheit. Ausreichend Bewegungsfläche im Stall garantiert Platz für alle.

Grundsätzlich sind bei den Legehennen nur eine Herde à 3000 Tiere und bei der Junghennenaufzucht zwei Herden à max. 3150 Tiere pro Stallgebäude zugelassen.

Demeter-Legehennen und Demeter-Mastgeflügel bekommt 100 Prozent Bio-Futter mit mindestens 70 Prozent Demeter-Anteil (bei Nichtverfügbarkeit mindestens 50 %). Natürlich alles ohne gentechnisch manipulierte Bestandteile. Weder Farbstoffe noch synthetische Aminosäuren oder Fischmehl werden verfüttert. Täglich sind Körner zum Picken vorzulegen. Demeter-Futter ist dank biodynamischer Präparate beim Anbau voller Vitalkräfte.

Schnäbel-Kupieren ist untersagt. Demeter-Bäuerinnen und -Bauern lehnen den Eingriff in die Integrität des Tieres ohnehin ab. Weniger Medikamenteneinsatz und Priorität für homöopathische, anthroposophische oder pflanzliche Heilmittel passen zum Selbstverständnis der Geflügelhalter.