Demeter-Bauern plädieren für neue Fundamente für die Landwirtschaft

Andere Prinzipien für die Agrarpolitik

Demeter-Bauern plädieren für neue Fundamente für die Landwirtschaft

14.05.2012

Prämien für Umweltleistungen statt produktionsbezogene Subventionen, ökologisch wahre Lebensmittelpreise, Ernährungsbildung im Schulsystem, Einstellen der Biogasförderung, das sind nur einige der Grundsätze, die biologisch-dynamische Landwirte, Gärtner und Winzer von der Politik erwarten, damit sie ihre Arbeit mit gesellschaftlichem Mehrwert weiter gut machen können.

Politischer Workshop

Am 9. Mai trafen sich Praktiker bereits im vierten einer Reihe regionaler Workshops zur Sammlung agrarpolitischer Anstöße, die der Demeter-Verband organisiert, diesmal aus den Landesverbänden Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland. Bereits auf den Arbeitstreffen in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wurde trotz regionaler Verschiedenheit deutlich, dass eine Reform der Agrarpolitik tiefer gehen muss als die aktuellen Pläne der EU-Kommission. Schon diese zaghafte Ökologisierung wird durch die Bundesregierung blockiert. Die Demeter-Praktiker, die nicht nur ökologisch nachhaltig arbeiten, sondern mit ihrer Biodynamischen Wirtschaftsweise etwas zu Gemeingütern wie Bildung, Biodiversität oder Agrarkultur beitragen, bemühen sich mit ihren politischen Vorstellungen vor allem um den Brückenschlag zur Gesellschaft. Hier könne mehr Bewusstsein und damit auch Verantwortung für unsere Ernährungsgrundlagen entstehen, so Margarete Hinterlang vom Dottenfelderhof. Was die Bauern an Bedarf formulierten zeige, dass ökologische und sozial nachhaltige Landwirtschaft Weichenstellungen über reine Agrarpolitik hinaus brauche, so Demeter-Vorstand Stephan Illi, z. B. bei Forschung, Bildung oder Energiefragen. Es gehe um Politik für konkrete Menschen, nicht nur für abstrakte „Märkte“. Demeter ist daher Mitträger der Aktion Meine-Landwirtschaft.de, die einen gesellschaftlichen Dialog über eine bäuerliche, faire und ökologische Landwirtschaft initiiert.

Ansprechpartner: Michael Olbrich-Majer, Demeter e.V., Darmstadt

Tel.: 06155-84 69 43, Fax: -84 69 11. michael [ / dot \ ] olbrich[ / at \ ]demeter [ / dot \ ] de

 

 

 

14.05.2012
Demeter-Bauern plädieren für neue Fundamente für die Landwirtschaft
Andere Prinzipien für die Agrarpolitik

Prämien für Umweltleistungen statt produktionsbezogene Subventionen, ökologisch wahre Lebensmittelpreise, Ernährungsbildung im Schulsystem, Einstellen der Biogasförderung, das sind nur einige der Grundsätze, die biologisch-dynamische Landwirte, Gärtner und Winzer von der Politik erwarten, damit sie ihre Arbeit mit gesellschaftlichem Mehrwert weiter gut machen können.

Politischer Workshop

Am 9. Mai trafen sich Praktiker bereits im vierten einer Reihe regionaler Workshops zur Sammlung agrarpolitischer Anstöße, die der Demeter-Verband organisiert, diesmal aus den Landesverbänden Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland. Bereits auf den Arbeitstreffen in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wurde trotz regionaler Verschiedenheit deutlich, dass eine Reform der Agrarpolitik tiefer gehen muss als die aktuellen Pläne der EU-Kommission. Schon diese zaghafte Ökologisierung wird durch die Bundesregierung blockiert. Die Demeter-Praktiker, die nicht nur ökologisch nachhaltig arbeiten, sondern mit ihrer Biodynamischen Wirtschaftsweise etwas zu Gemeingütern wie Bildung, Biodiversität oder Agrarkultur beitragen, bemühen sich mit ihren politischen Vorstellungen vor allem um den Brückenschlag zur Gesellschaft. Hier könne mehr Bewusstsein und damit auch Verantwortung für unsere Ernährungsgrundlagen entstehen, so Margarete Hinterlang vom Dottenfelderhof. Was die Bauern an Bedarf formulierten zeige, dass ökologische und sozial nachhaltige Landwirtschaft Weichenstellungen über reine Agrarpolitik hinaus brauche, so Demeter-Vorstand Stephan Illi, z. B. bei Forschung, Bildung oder Energiefragen. Es gehe um Politik für konkrete Menschen, nicht nur für abstrakte „Märkte“. Demeter ist daher Mitträger der Aktion Meine-Landwirtschaft.de, die einen gesellschaftlichen Dialog über eine bäuerliche, faire und ökologische Landwirtschaft initiiert.

Ansprechpartner: Michael Olbrich-Majer, Demeter e.V., Darmstadt

Tel.: 06155-84 69 43, Fax: -84 69 11. michael [ / dot \ ] olbrich@demeter [ / dot \ ] de