Tagesseminar Low-Stress-Stockmanship der Demeter Akademie auf dem Hofgut Rengoldshausen

Beeindruckend für erfahrene Praktiker und Neulinge

Tagesseminar Low-Stress-Stockmanship der Demeter Akademie auf dem Hofgut Rengoldshausen

10.05.2016
Trainer mit Kühen

Neue Anregungen für das Treiben der eigenen Kuh- oder Rinderherde nahmen Landwirte aus dem Seminar Low-Stress-Stockmanship mit. Philipp Wenz, Spezialist für die Methode zum Umgang mit Nutztieren, stellte nicht nur anschaulich die Theorie vor, sondern machte sie mit Demonstrationen auf der Weide und im Stall in der Praxis erlebbar. Beeindruckend für die Teilnehmenden war der Erfahrungsbericht von Demeter-Bäuerin Mechthild Knösel wie sich durch die Low-Stress-Stockmanship-Methode das Verhältnis zu ihren Tieren verändert hat.

Was bringt langjährige Praktiker dazu, sich mit einer neuen Methode zum Herdenmanagement und zum Treiben von Rindern und Kühen zu befassen? Anlässe, zum Seminartag auf das Hofgut Rengoldshausen zu kommen, gab es viele, wie z.B. Haltung, Umgang mit Bullen, Eingliedern von Tieren, die von anderen Betrieben kommen, Verladen und Transport, der Wechsel zwischen Weide und Stall, aber auch das Thema Arbeitssicherheit oder Tiere, die uns bockig erscheinen. Weniger Hektik und mehr Klarheit im Umgang mit ihren Tieren – das wollten die Teilnehmenden für sich erreichen.

Demeter Akademie: Low Stress Stockmanship

Eigentlich verwundert es, warum Mensch und Rinder nicht selbstverständlich stressarm miteinander umgehen, schließlich sind letztere als domestizierte Tiere auf den Umgang mit Menschen angewiesen. Philipp Wenz, der diese Methode in den USA lernte, fragt daher nicht, was mit den Tieren los ist, sondern, was mit uns als Halter los ist, dass der Umgang mit den Tieren mal gut, mal weniger gut klappt. In welchem Kontakt stehen wir zum Tier, wie deuten wir dessen Bewegungen bzw. Nicht-Bewegungen richtig und was heißt dies wiederrum für die eigene Haltung und Körpersprache? Wie bauen wir Vertrauen zu den Tieren auf, das die Arbeit zusammen mit ihnen ermöglicht? Locken wir oder treiben wir? Was macht den Unterschied?

Treiben basiert auf der richtigen Position zum Tier, dem Winkel, in dem das Tier den Menschen sieht, der Geschwindigkeit der eigenen Bewegungen und dem Timing. Sich dem Tier mit Respekt und Achtung zu nähern und die Zone auszuloten, in der das Tier die jeweilige Person wahrnehmen kann, wird damit zu einem Lernprozess, der mit jedem Vorgang neu beginnt. Klarheit in der eigenen Bewegung und im Wechselspiel mit dem Tier gehört dazu, ebenso bewusste Wahrnehmung, welche Bewegung des einzelnen Tieres ich durch meine Handlung auslöse. So gelingt es, die gesamte Herde zu treiben, kleine Gruppen oder einzelne Tiere aus der Herde zu lösen und dahin zu bringen, wo sie im Stall oder auf der Weide hin sollen. Dazu gehört das Verstehen der Bewegungs- und Beobachtungszone des Tieres, seines Sichtfeldes und der Bewegungsausrichtung. Und es ist wichtig, vom Tier her zu denken – ein Lernprozess, der mit jedem Tier neu beginnt und der eine eigene, gelassene zugleich eine klare Qualität in die Arbeit einbringt.

Unterschiedliche Erfahrungen und unterschiedliche Fragestellungen, Landwirte mit sehr viel Praxiswissen, Auszubildende, die ihr Repertoire erweitern und Theoretisches hören wollten, zu dem, was sie zum Teil praktisch bereits üben - die Teilnehmenden erlebten das Seminar mit Wissbegierde. Bereichernd waren die vielen Anknüpfungspunkte an die eigenen Fragen, praktisch vertiefend das Üben mit einer Milchvieh- und einer Jungtierherde auf der Weide, sowie im Stall. Zum Gelingen trug die Atmosphäre eines sommerlichen Tages inmitten der Obstblüte auf dem Demeter-Hofgut Rengoldshausen bei.

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Tagesseminar Low-Stress-Stockmanship der Demeter Akademie auf dem Hofgut Rengoldshausen
Beeindruckend für erfahrene Praktiker und Neulinge

Neue Anregungen für das Treiben der eigenen Kuh- oder Rinderherde nahmen Landwirte aus dem Seminar Low-Stress-Stockmanship mit. Philipp Wenz, Spezialist für die Methode zum Umgang mit Nutztieren, stellte nicht nur anschaulich die Theorie vor, sondern machte sie mit Demonstrationen auf der Weide und im Stall in der Praxis erlebbar. Beeindruckend für die Teilnehmenden war der Erfahrungsbericht von Demeter-Bäuerin Mechthild Knösel wie sich durch die Low-Stress-Stockmanship-Methode das Verhältnis zu ihren Tieren verändert hat.

Was bringt langjährige Praktiker dazu, sich mit einer neuen Methode zum Herdenmanagement und zum Treiben von Rindern und Kühen zu befassen? Anlässe, zum Seminartag auf das Hofgut Rengoldshausen zu kommen, gab es viele, wie z.B. Haltung, Umgang mit Bullen, Eingliedern von Tieren, die von anderen Betrieben kommen, Verladen und Transport, der Wechsel zwischen Weide und Stall, aber auch das Thema Arbeitssicherheit oder Tiere, die uns bockig erscheinen. Weniger Hektik und mehr Klarheit im Umgang mit ihren Tieren – das wollten die Teilnehmenden für sich erreichen.

Demeter Akademie: Low Stress Stockmanship

Eigentlich verwundert es, warum Mensch und Rinder nicht selbstverständlich stressarm miteinander umgehen, schließlich sind letztere als domestizierte Tiere auf den Umgang mit Menschen angewiesen. Philipp Wenz, der diese Methode in den USA lernte, fragt daher nicht, was mit den Tieren los ist, sondern, was mit uns als Halter los ist, dass der Umgang mit den Tieren mal gut, mal weniger gut klappt. In welchem Kontakt stehen wir zum Tier, wie deuten wir dessen Bewegungen bzw. Nicht-Bewegungen richtig und was heißt dies wiederrum für die eigene Haltung und Körpersprache? Wie bauen wir Vertrauen zu den Tieren auf, das die Arbeit zusammen mit ihnen ermöglicht? Locken wir oder treiben wir? Was macht den Unterschied?

Treiben basiert auf der richtigen Position zum Tier, dem Winkel, in dem das Tier den Menschen sieht, der Geschwindigkeit der eigenen Bewegungen und dem Timing. Sich dem Tier mit Respekt und Achtung zu nähern und die Zone auszuloten, in der das Tier die jeweilige Person wahrnehmen kann, wird damit zu einem Lernprozess, der mit jedem Vorgang neu beginnt. Klarheit in der eigenen Bewegung und im Wechselspiel mit dem Tier gehört dazu, ebenso bewusste Wahrnehmung, welche Bewegung des einzelnen Tieres ich durch meine Handlung auslöse. So gelingt es, die gesamte Herde zu treiben, kleine Gruppen oder einzelne Tiere aus der Herde zu lösen und dahin zu bringen, wo sie im Stall oder auf der Weide hin sollen. Dazu gehört das Verstehen der Bewegungs- und Beobachtungszone des Tieres, seines Sichtfeldes und der Bewegungsausrichtung. Und es ist wichtig, vom Tier her zu denken – ein Lernprozess, der mit jedem Tier neu beginnt und der eine eigene, gelassene zugleich eine klare Qualität in die Arbeit einbringt.

Unterschiedliche Erfahrungen und unterschiedliche Fragestellungen, Landwirte mit sehr viel Praxiswissen, Auszubildende, die ihr Repertoire erweitern und Theoretisches hören wollten, zu dem, was sie zum Teil praktisch bereits üben - die Teilnehmenden erlebten das Seminar mit Wissbegierde. Bereichernd waren die vielen Anknüpfungspunkte an die eigenen Fragen, praktisch vertiefend das Üben mit einer Milchvieh- und einer Jungtierherde auf der Weide, sowie im Stall. Zum Gelingen trug die Atmosphäre eines sommerlichen Tages inmitten der Obstblüte auf dem Demeter-Hofgut Rengoldshausen bei.