Das falsche Signal zur falschen Zeit

SEKEM verurteilt die Vergabe des diesjährigen "World Food Prize" an Monsanto

Das falsche Signal zur falschen Zeit

03.07.2013

Die SEKEM-Initiative hat mit Bestürzung auf die Ankündigung der Vergabe des diesjährigen "World Food Prize" an drei multinationale Unternehmen der Biotech-Industrie reagiert, darunter das GMO-Unternehmen Monsanto. Die SEKEM-Initiative unterstützt uneingeschränkt die Erklärung der internationalen NGOs "World Future Council" und der "Right Livelihood Award Foundation" ("Alternativer Nobelpreis"), die am 26. Juni 2013 in der Online-Zeitschrift "The Huffington Post" veröffentlicht wurde: "Die Ehrung von Unternehmen der Biotechnologie-Industrie durch den diesjährigen World Food Prize – oft als der Nobelpreis für Ernährung und Landwirtschaft bezeichnet – steht im direkten Widerspruch zum Mandat des Preises selbst, das in der Förderung der Anerkennung der ‚Bedeutung einer nahrhaften und nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung für alle Menschen’ besteht.“
Aus Sicht der SEKEM-Initiative steht die Entscheidung in eklatantem Widerspruch zu der vielfach geäußerten Ablehnung vieler Menschen gegenüber einer weiteren Kommerzialisierung der Landwirtschaft, einer Entrechtung der Landwirte in Entwicklungsländern, und dem großflächigen Anbau von GMOs. "Ein weltweites GMO-Unternehmen mit einem so bedeutsamen internationalen Preis auszuzeichnen, während die überwältigende Mehrheit der Verbraucher in der Europäischen Union sich offen gegen GMOs auf ihren Feldern und in ihren Supermärkten ausspricht, ist ein sehr fragwürdiger Schritt", sagt Helmy Abouleish, Geschäftsführer der SEKEM Unternehmensgruppe. "In den Industrieländern werfen wir im
Schnitt über 30% unserer gekauften Lebensmittel weg. Wir wissen längst, dass Nahrungsmittelknappheit meist politische Ursachen hat. Wir brauchen keine GMO, um sie zu bewältigen.“
SEKEM setzt sich seit über 35 Jahren für eine nachhaltige Landwirtschaft in Harmonie mit der Natur ein und ist überzeugt, dass die biologische und speziell die biologischdynamische Landwirtschaft die einzigen tauglichen Optionen bleiben, die Weltbevölkerung langfristig zu ernähren, ohne die natürliche Umwelt irreparabel zu schädigen. Zusammen mit einer Reform des globalen Handelssystems hinsichtlich größer Transparenz und einer gerechteren Anerkennung der Belange von Produzenten im globalen Süden, ist Bio-Landwirtschaft die beste Lösung, denn sie hilft Böden schützen, stärkt kleinräumigen Anbau und fördert den Erhalt einer Kulturlandschaft mit einer reichen, gesunden Artenvielfalt.
"Die anhaltende Reaktion vieler Menschen gegen GMO zeigt, dass sie sich wünschen, dass politische Entscheidungsträger sich der Herausforderung stellen, endlich eine nachhaltige und gerechte Reform der Landwirtschaft in Angriff zu nehmen – die Vergabe von Preisen wie dem „World Food Prize“ an große, multinationale Konzerne hilft dabei nicht", ergänzt Helmy Abouleish.
SEKEM ist der Meinung, dass die Vergabe des Preises an Unternehmen wie Monsanto ein falsches Signal zur falschen Zeit sendet. Es propagiert eine einseitige, invasive Form der Landwirtschaft als allgemeingültige Lösung globaler Ernährungsprobleme. Er bewirbt auch eine Übernutzung der natürlichen und menschlichen Ressourcen durch einen Landbau,
der großflächige, kommerzialisierte Landwirtschaft begünstigt, und der durch die Patentierung von GMOs die Existenzgrundlagen unzähliger Bauern im globalen Süden bedroht.

Die Erklärung der Preisträger: http://www.huffingtonpost.com/frances-moore-lappe-andanna-lappe/choice-o...

Hintergrundinformationen:
Die Firmen der SEKEM-Gruppe sind Teil der 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish gegründeten SEKEM-Initiative für nachhaltige Entwicklung und produziert, verarbeitet und vermarktet biologische und biodynamische Lebensmittel, Textilien, pflanzliche Arzneimittel in Ägypten, der arabischen Welt und auf internationalen Märkten. SEKEM gilt als ägyptischer Bio-Pionier und wurde 2003 als „Business Modell für das 21. Jahrhundert“ und „Economy of Love“ mit dem Right Livelihood Award (auch bekannt als Alternativer Nobelpreis) ausgezeichnet. Mit einem Teil ihrer Gewinne finanzieren die SEKEM-Firmen die Aktivitäten der SEKEM Stiftung für Entwicklung, die Schulen, ein medizinisches Zentrum und eine Forschungsakademie in Ägypten betreibt.

 

Das falsche Signal zur falschen Zeit
SEKEM verurteilt die Vergabe des diesjährigen "World Food Prize" an Monsanto

Die SEKEM-Initiative hat mit Bestürzung auf die Ankündigung der Vergabe des diesjährigen "World Food Prize" an drei multinationale Unternehmen der Biotech-Industrie reagiert, darunter das GMO-Unternehmen Monsanto. Die SEKEM-Initiative unterstützt uneingeschränkt die Erklärung der internationalen NGOs "World Future Council" und der "Right Livelihood Award Foundation" ("Alternativer Nobelpreis"), die am 26. Juni 2013 in der Online-Zeitschrift "The Huffington Post" veröffentlicht wurde: "Die Ehrung von Unternehmen der Biotechnologie-Industrie durch den diesjährigen World Food Prize – oft als der Nobelpreis für Ernährung und Landwirtschaft bezeichnet – steht im direkten Widerspruch zum Mandat des Preises selbst, das in der Förderung der Anerkennung der ‚Bedeutung einer nahrhaften und nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung für alle Menschen’ besteht.“
Aus Sicht der SEKEM-Initiative steht die Entscheidung in eklatantem Widerspruch zu der vielfach geäußerten Ablehnung vieler Menschen gegenüber einer weiteren Kommerzialisierung der Landwirtschaft, einer Entrechtung der Landwirte in Entwicklungsländern, und dem großflächigen Anbau von GMOs. "Ein weltweites GMO-Unternehmen mit einem so bedeutsamen internationalen Preis auszuzeichnen, während die überwältigende Mehrheit der Verbraucher in der Europäischen Union sich offen gegen GMOs auf ihren Feldern und in ihren Supermärkten ausspricht, ist ein sehr fragwürdiger Schritt", sagt Helmy Abouleish, Geschäftsführer der SEKEM Unternehmensgruppe. "In den Industrieländern werfen wir im
Schnitt über 30% unserer gekauften Lebensmittel weg. Wir wissen längst, dass Nahrungsmittelknappheit meist politische Ursachen hat. Wir brauchen keine GMO, um sie zu bewältigen.“
SEKEM setzt sich seit über 35 Jahren für eine nachhaltige Landwirtschaft in Harmonie mit der Natur ein und ist überzeugt, dass die biologische und speziell die biologischdynamische Landwirtschaft die einzigen tauglichen Optionen bleiben, die Weltbevölkerung langfristig zu ernähren, ohne die natürliche Umwelt irreparabel zu schädigen. Zusammen mit einer Reform des globalen Handelssystems hinsichtlich größer Transparenz und einer gerechteren Anerkennung der Belange von Produzenten im globalen Süden, ist Bio-Landwirtschaft die beste Lösung, denn sie hilft Böden schützen, stärkt kleinräumigen Anbau und fördert den Erhalt einer Kulturlandschaft mit einer reichen, gesunden Artenvielfalt.
"Die anhaltende Reaktion vieler Menschen gegen GMO zeigt, dass sie sich wünschen, dass politische Entscheidungsträger sich der Herausforderung stellen, endlich eine nachhaltige und gerechte Reform der Landwirtschaft in Angriff zu nehmen – die Vergabe von Preisen wie dem „World Food Prize“ an große, multinationale Konzerne hilft dabei nicht", ergänzt Helmy Abouleish.
SEKEM ist der Meinung, dass die Vergabe des Preises an Unternehmen wie Monsanto ein falsches Signal zur falschen Zeit sendet. Es propagiert eine einseitige, invasive Form der Landwirtschaft als allgemeingültige Lösung globaler Ernährungsprobleme. Er bewirbt auch eine Übernutzung der natürlichen und menschlichen Ressourcen durch einen Landbau,
der großflächige, kommerzialisierte Landwirtschaft begünstigt, und der durch die Patentierung von GMOs die Existenzgrundlagen unzähliger Bauern im globalen Süden bedroht.

Die Erklärung der Preisträger: http://www.huffingtonpost.com/frances-moore-lappe-andanna-lappe/choice-o...

Hintergrundinformationen:
Die Firmen der SEKEM-Gruppe sind Teil der 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish gegründeten SEKEM-Initiative für nachhaltige Entwicklung und produziert, verarbeitet und vermarktet biologische und biodynamische Lebensmittel, Textilien, pflanzliche Arzneimittel in Ägypten, der arabischen Welt und auf internationalen Märkten. SEKEM gilt als ägyptischer Bio-Pionier und wurde 2003 als „Business Modell für das 21. Jahrhundert“ und „Economy of Love“ mit dem Right Livelihood Award (auch bekannt als Alternativer Nobelpreis) ausgezeichnet. Mit einem Teil ihrer Gewinne finanzieren die SEKEM-Firmen die Aktivitäten der SEKEM Stiftung für Entwicklung, die Schulen, ein medizinisches Zentrum und eine Forschungsakademie in Ägypten betreibt.